Kommissarischer Vorsitzender Lars Konukiewitz führt SPD

Lars Konukiewitz leitet kommissarisch den SPD-Unterbezirk Delmenhorst. Er wurde in einer Vorstandssitzung gewählt. Zudem legte sich die Partei fest, wie die Kür des Oberbürgermeisterkandidaten weitergeht.
08.07.2020, 17:46
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Lars Konukiewitz führt SPD
Von Andreas D. Becker

Lars Konukiewitz wird den SPD-Unterbezirk kommissarisch leiten. Das wurde bei der Vorstandssitzung am Dienstag entschieden. Konukiewitz war bislang einer der beiden Stellvertreter der Vorsitzenden Mechthild Harders-Opolka, die das Amt aus gesundheitlichen Gründen ruhen lässt. Er ist seit 2016 Ratsherr und gehört dem Ortsverein Bungerhof an. Der promovierte Jurist arbeitet als Rechtsanwalt in der Bremer Großkanzlei Blaum Dettmers Rabstein. Konukiewitz ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.

Neben dieser Personalie einigten sich die Genossen auch auf einen Fahrplan für die Oberbürgermeisterwahl, die im kommenden Jahr ansteht. Das bisherige Prozedere lief so, dass die Parteispitze eine Findungskommission gegründet hatte, die bislang aber – wie aus Parteikreisen zu erfahren ist – keinen Kandidaten gefunden hat. Zudem gibt es, wie berichtet, eine Initiativbewerbung der jetzigen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Bettina Oestermann. „Wir hatten am Samstag eine Sitzung des geschäftsführenden Vorstands, da hat Bettina Oestermann ihre Bewerbung offiziell gemacht“, sagt der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Adrian Mende. Bislang sei nur bekannt gewesen, dass die Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat mit dem Gedanken einer Kandidatur spiele, erzählt er. Dies hatte sie wohl in einem Vier-Augen-Gespräch mit Mechthild Harders-Opolka im Februar gesagt. Im März hatte der geschäftsführende Vorstand dann seine Findungskommission gegründet.

Ihre Bewerbung genüge den Ansprüchen, die die Partei an einen Kandidaten stelle, wurde in der Vorstandssitzung gesagt. „Dazu gehört, dass wir uns jemand wünschen, der die Stadt kennt, der Verwaltungs- und Führungserfahrung mitbringt, und der auch teamfähig ist“, erzählt Mende. Am 30. Juli will die Kommission ihre Arbeit beendet haben, laut Mende würden jetzt noch letzte Gespräche mit potenziellen weiteren Kandidaten geführt. „Im September wollen wir vom Unterbezirksvorstand einen Vorschlag unterbreiten“, führt der stellvertretende Vorsitzende weiter aus. Ein Nominierungsparteitag sei für Januar oder Februar kommenden Jahres geplant. Da im November schon die Nominierung des Bundestagskandidaten ansteht, wollte man mit der Personalie des Oberbürgermeisterkandidaten etwas warten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+