Spenden für die Ukraine Große Welle der Hilfsbereitschaft

Die Flüchtlinge aus der Ukraine haben nur mit dem Allernötigsten ihr Zuhause verlassen, um sich vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen. Gleich mehrere Spendenaktionen sollen sie nun in der Not unterstützen.
08.03.2022, 14:10
Lesedauer: 3 Min
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Große Welle der Hilfsbereitschaft
Von Annika Lütje

Die Spendenbereitschaft für die Flüchtlinge aus der Ukraine ruft bei den Delmenhorstern Andreas Lange und Klaus Heinrich Begeisterung hervor. Sie hatten die Hilfsgütersammlung "Ganderkesee hilft!" ins Leben gerufen und verzeichnen ihrer Aussage nach eine wahre Welle der Hilfsbereitschaft. Diese war so groß, dass die beiden sogar schon einen Aufnahmestopp für Spenden ausgerufen hatten. Doch nachdem sie ihre erste Lieferung in polnische Flüchtlingsunterkünfte gebracht hatten, war für sie klar, dass sie weiter sammeln wollen.

Im Internet können sich Spendenwillige unter dem Link https://ganderkesee-hilft.de einen Eindruck davon verschaffen, was benötigt wird. Dazu zählen vor allem warme Kinderjacken, Decken, Kopfkissen, Klappstühle, Lesebrillen, Nahrungsmittel und Hygieneartikel jeder Art. Die Spenden können montags bis freitags jeweils von 7.30 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 7.30 bis 14 Uhr bei der K-Nord GmbH an der Weststraße 10 in Ganderkesee abgegeben werden.

Die Organisatoren bitten bei all der Spendenbereitschaft jedoch darum, keine klassische Alltagskleidung abzugeben, die beim Entrümpeln des eigenen Kleiderschranks aussortiert wurde. Es gehe bei der Aktion um Dinge, die von den Flüchtlingen jetzt am dringendsten benötigt werden.

Aber auch Geldspenden nimmt "Ganderkesee hilft" entgegen, um vor Ort helfen zu können. Dafür wurde ein Paypal-Spenden-Pool mit dem Namen "Ganderkesee hilft" eingerichtet. Spenden können dort direkt eingezahlt oder an das Paypal-Konto ukraine@ganderkesee-hilft.de gesendet werden.

Spendenaktion der BBS I

Auch die Berufsbildenden Schulen I (BBS I) haben unter dem Motto "Gemeinsam für den Frieden und die Solidarität" eine Spendenaktion geplant. Sie findet am Donnerstag, 10. März, von 11.10 bis 11.30 Uhr sowie von 13 bis 13.30 Uhr in der Aula der Schule statt. An zwei Ständen werden sowohl Geldspenden als auch Sachspenden gesammelt. Zu den Dingen, die ganz oben auf der Wunschliste stehen, gehören laut Mitteilung Hygieneprodukte, haltbare Lebensmittel, Isomatten, Bettwäsche, Schlafsäcke und Taschenlampen.

Sonderkollekte der St.-Marien-Kirche

Die St.-Marien-Kirche plant für das zweite Fastenwochenende am 12. und 13. März eine Sonderkollekte. Damit soll die Arbeit der internationalen katholischen Hilfswerke wie Caritas oder Malteserhilfsdienst vor Ort unterstützt werden. Allein von der Caritas sind landesweit rund 1000 Mitarbeiter und viele Freiwillige in 19 Caritas-Zentren im Einsatz und leisten dort Hilfe für Kriegsbetroffene und Flüchtlinge. Diese erhalten in den Zentren warme Mahlzeiten, Decken und einen geschützten Platz zum Schlafen. Sozialarbeiter und Psychologen betreuen kriegstraumatisierte Menschen. Freiwillige organisieren den sicheren Transport von vertriebenen Familien zu ihren Angehörigen. Zudem hat die ukrainische Caritas eine Telefon-Hotline eingerichtet.

Wer nicht den Gottesdienst besuchen kann oder möchte, aber trotzdem spenden will, kann dies per Überweisung unter dem Stichwort "Ukraine" an folgendes Konto: IBAN DE30 2806 7170 0717 2729 00. Spenden können zudem im Pfarrbüro an der Louisenstraße 30 in Delmenhorst abgegeben werden.

Deutsches Rotes Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rät von mangelhaft geplanten Hilfstransporten ab und wirbt für Geldspenden. "Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unserer Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote", heißt es.

Geldspenden seien gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver, weil sie flexibel eingesetzt werden können. Damit lasse sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies sei in Situationen, die sich ständig ändern und unvorhersehbar sind, enorm wichtig. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter dem Link www.drk.de/ukraine-hilfe. Geldspenden nimmt das DRK unter folgenden Kontodaten entgegen: IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Nothilfe Ukraine.

Tierschutzverein Delmenhorst

Der Tierschutzverein Delmenhorst macht derweil darauf aufmerksam, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere unter dem Krieg in der Ukraine leiden. "Auch die Tiere sind den unsäglichen Vernichtungen und Verletzungen, dem Verlust ihres Zuhauses und ihrer geliebten Menschen ausgeliefert", teilt der Verein mit. Als Mitgliedsverein im Deutschen Tierschutzbund (DTB) unterstützen die Delmenhorster Tierschützer die Hilfsaktionen der bundesweiten Tierschutzorganisation, indem sie mehreren Tieren auf dem Delmenhorster Tierschutzhof Zuflucht und Hilfe anbieten. Auch hier sind Spenden willkommen. Das nötige Spendenformular des DTB ist im Internet unter dem Link www.tierschutzbund.de/index.php?id=4175 zu finden.

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