Fußball-Kreisliga

Ahlhorn hält den Titelkampf spannend

SV Ahlhorn schießt RW Hürriyet mit 9:0 ab und bleibt an Spitzenreiter TuS Heidkrug dran.
12.05.2019, 19:11
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Ralf Kilian
Ahlhorn hält den Titelkampf spannend

Zana Ibrahim steuerte zwei Treffer zum 9:0-Erfolg des SV Ahlhorn bei RW Hürriyet bei. Die Nummer 23 des SVA hätte dabei noch mehr Tore machen können.

Ingo Möllers

Delmenhorst. Der Kreisliga-Spitzenreiter TuS Heidkrug muss auch nach dem 3:2 gegen den TV Jahn weiter konzentriert bleiben. Die Fußballer des Ahlhorner SV verkürzten nämlich mit einem 9:0 (3:0)-Kantersieg bei Rot-Weiß Hürriyet den Rückstand wieder auf fünf Punkte und auch der Harpstedter TB bleibt mit dem 4:0 in Ganderkesee und sechs Zählern Abstand noch im Titelrennen. Zwar wehrte Ahlhorns Trainer Servet Zeyrek sämtliche Ambitionen ab („Wir wollen Vizemeister werden.“), doch Heidkrug hat jetzt in Wardenburg und Harpstedt zwei knifflige Auswärtsspiele zu überstehen. Und zum Saisonabschluss sind innerhalb von 24 Stunden das finale Ligaspiel gegen Hürriyet und das Pokalendspiel gegen Ganderkesee angesetzt.

Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Heidkrug hatte Hürriyet dem Lokalrivalen Schützenhilfe versprochen. Doch es war von Anfang an ein Kampf mit ungleichen Waffen. Bei Hürriyet fehlten nicht nur die rotgesperrten Dennis Rülling und Berat Uyar. Zudem agierten fast alle Akteure aufgrund der Fastenzeit sehr kraftlos. „Trotzdem darf man sich nicht so abschlachten lassen, da fehlen mir die Worte. Die Niederlage geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, schimpfte Trainer Murat Turan. Tatsächlich hätte Ahlhorn auch 15 Treffer markieren können. Tröstend für Hürriyet war an diesem Sonntag nur die Niederlage des SV Achternmeer, die zu 99 Prozent den Klassenerhalt für die Delmenhorster sichert.

Das gab anfangs etwas Mut: In der ersten halben Stunde ließen die Gastgeber wenig zu. Ahlhorns Trainer Zeyrek war zwar von seiner Mannschaft vor dem Anpfiff mit einer schönen Geburtstagstorte beschenkt worden, spielerisch wurde er zunächst nicht verwöhnt. Den Knoten löste dann Kenan Krzewina, der nach einer zu kurz abgewehrten Flanke von Zana Ibrahim überlegt zum 0:1 (30.) einschob. Nun gab es fast im Minutentakt klare Chancen. Ibrahim verstolperte zwei Hochkaräter (31./33.), Stefan Rupprecht traf die Latte (38.). Beim 0:2 (39.) auf Pass von Rupprecht machte es Ibrahim dann deutlich cooler. Auch beim 0:3 (44.) sammelte Ibrahim Scorerpunkte mit feinem Diagonalpass auf Torschütze Ole Specht. „Wir wollten von Anfang an Pressing spielen. Das üben wir fast in jedem Training und die Jungs arbeiten sehr gut“, sagte Zeyrek.

Die Halbzeitpause änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Im Gegenteil: Hürriyets Aushilfskeeper Erdal Balkan stand weiter unter Dauerbeschuss. Dabei machte er zwar nicht immer den sichersten Eindruck, verhinderte aber weitere Treffer. Zum Beispiel in Minute 48 gegen den frei durchgebrochenen Specht. Fünf Minuten später kam Balkan gegen Tommy Duong deutlich zu spät, Schiedsrichter Stephan Hünert zeigte auf den Punkt. Rupprecht vollstreckte zum 0:4 (54.). Nachdem Ibrahim aus fünf Metern an Balkan gescheitert war, legte er beim nächsten Angriff für Specht auf, der zum 0:5 einschob (61.).

Damit begann ein zehnminütiges Feuerwerk, dem Hürriyet nichts entgegenzusetzen hatte. „Peinlich“, fand Turan den Auftritt seiner Mannschaft. Liridon Stublla traf per Freistoß den Pfosten, doch der schon geklärte Ball wurde zurückerobert und Kapitän Rupprecht machte das halbe Dutzend voll (63.). Ibrahim und Volkan Cabuk verdaddelten die nächsten Großchancen, dafür machte Zana Ibrahim per Kopf sein 17. Saisontor zum 0:7 (67.). Stefan Rupprecht, der nach langer Verletzung erst im letzten Saisondrittel eingreifen konnte, schnürte seinen Dreierpack (69.) und Volkan Cabuk packte das 0:9 drauf.

Das war in Minute 71, da hatte sich Ahlhorns Trainer Servet Zeyrek schon in Richtung Parkplatz verabschiedet, weil er zur Arbeit musste. Vermutlich hätte er mit einem zweistelligen Sieg gerechnet, doch in der Schlussphase passierte kaum noch etwas. „Am Ende wird es leider nur zum zweiten Platz für uns reichen, wir sind zu spät in die Saison gestartet. Wir versuchen trotzdem, bis zum Ende diszipliniert weiterzuarbeiten“, sagte Zeyrek beim Abgang.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+