Badminton Alles im Lot beim Delmenhorster FC

Der Delmenhorster FC ist mit seiner aktuellen Situation zufrieden – auf und neben dem Platz. In der Landesliga steht das Team gut da, und auch die Arbeit im Hintergrund läuft den Vorstellungen entsprechend.
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Von Hannah Eilers

Frank Eilers, Kapitän und Trainer der ersten Mannschaft des Delmenhorster FC, zeigt sich sehr zufrieden. Mit 7:1 Punkten steht sein Team derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der Badminton-Landesliga Nord. „Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sind wir dieses Mal sehr gut gestartet“, freut sich Eilers mit Blick auf die Erfolge der ersten beiden Spieltage. Mitte September fuhr sein Team die ersten beiden Siege gegen den VfL Stade 1 (6:2) und den TV Metjendorf 2 (6:2) ein. Am zweiten Spieltag Ende September legte der DFC gegen die SG Buxtehude/Immenbeck nach (5:3). Nur gegen die SG Maschen/Lüneburg 2 kamen die Delmestädter nicht über ein 4:4 hinaus.

„Wir haben sehr gut trainiert. In der Vorbereitung haben alle super mitgezogen und der Fitnessstand ist wirklich gut“, lobt Eilers. Was jetzt noch fehle, sei etwas mehr Spielpraxis. „Es ist schon ein Unterschied, ob wir gegen die eigenen Leute im Training spielen oder gegen erfahrene Gegner an den Spieltagen. Unsere Truppe ist noch sehr jung, es fehlt noch etwas an Erfahrung. Das konnte man zum Beispiel beim letzten Doppelspieltag sehen: Gegen Buxtehude haben wir super gespielt und 5:3 gewonnen. Diesen Schwung haben wir dann leider nicht mit in die Partie gegen Maschen mitgenommen und dort alle Doppel verloren. Am Ende fehlte einfach die Konzentration“, sagt Eilers. Alles in allem hat der DFC-Mannschaftsführer aber kaum etwas zu meckern. „Es war ein toller Start. Sicher wird noch das eine oder andere Spiel verloren gehen, aber daraus können wir nur lernen“, meint er zuversichtlich.

Auch mit der Trainingsbeteiligung und -leistung zeigt sich Eilers zufrieden. Dreimal pro Woche gibt es die Gelegenheit zu trainieren. Diese Zeiten werden sehr gut angenommen, auch von anderen Vereinsmitgliedern. „Es macht im Moment echt Spaß, mit der Truppe zu trainieren und sie spielen zu sehen“, meint Eilers. Für den DFC-Kapitän selbst ist es wichtig, dass vor allem junge Spieler nachrücken und Verantwortung übernehmen. Nach seinem Kreuzbandriss freue er sich über die Entlastung. „Insgesamt haben wir einen tollen Mix in der Mannschaft. Wir unternehmen viel außerhalb der Halle, gehen gemeinsam zum Bowling, auf den Freimarkt und auf Mannschaftsfahrt. Die Jungen feiern dann natürlich auch gerne mal etwas länger, aber das haben wir früher ja nicht anders gemacht“, erzählt er schmunzelnd und ergänzt: „Es ist ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl beim DFC. Im Verein wird die erste Mannschaft super angenommen, man sieht die Jungs und Mädels beim Training und wie sie mitziehen.“

Platz eins bis drei als Ziel

Die gute Stimmung neben dem Platz wirkt sich auch auf jene innerhalb der Mannschaft aus. „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen. Platz eins bis drei habe ich als Ziel ausgegeben und die Truppe steht voll dahinter. Ein Aufstieg in die Niedersachsenliga wäre natürlich schon toll, aber vielleicht auch noch ein Jahr zu früh“, meint Eilers. Er sei sich aber sicher, dass sein Team in jedem Fall ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden könne, auch wenn man natürlich nicht wisse, ob es nicht noch Rückschläge wie Verletzungen geben wird. Auch die mangelnde Erfahrung könnte gerade an Doppelspieltagen wichtige Punkte kosten. „Wir haben bisher noch nie mit dem ganzen Kader gespielt. Erst Ende November wird der Kader zum ersten Mal komplett sein“, erzählt Eilers.

Auch langfristig gesehen ist der DFC-Kapitän optimistisch. An Nachwuchs mangelt es dem Verein nicht, auch wenn sich die Einzelförderung von Talenten schwierig gestalte. Da es in Delmenhorst weniger Förderungsmöglichkeiten gibt, wechseln talentierte Jugendspieler oft nach Bremen. Beispielsweise Eva-Lotta Quensel und Neele Stoltze, die beide aus der DFC-Jugend kommen und für die BTS Neustadt spielten. Stoltze ist inzwischen in die dritte Mannschaft des DFC zurückgekehrt, während Quensel noch für Komet Arsten aufläuft. „Für uns ist es natürlich nicht so einfach, Talente zu halten. Nur selten gibt es mehrere Top-Spieler auf einmal, die dann als Truppe zusammenspielen können. Wir freuen uns aber umso mehr, wenn Eigengewächse wieder nach Delmenhorst zurückfinden“, berichtet Eilers.

So geschehen auch bei Ole Hahn, der in der Regionalliga beim BV Gifhorn gespielt hat und jetzt wieder den DFC-Kader verstärkt. Auch der 17-jährige Julius Dreßen gehöre zu den Talenten, „die man unbedingt halten muss“, sagt Eilers. Erfreut ist der Kapitän außerdem über die Verstärkung durch Fabian Brandt, Alexander Harms und Ilaria Greco vom TuS Heidkrug. „Die haben vor einigen Jahren bereits auf Jugendebene sehr stark gespielt. In Delmenhorst ist es zwar schwer, sich zu entwickeln, aber sie haben das Potenzial dazu, hochklassig zu spielen“, freut sich Eilers.

Gut besuchte Halle

Die Jugendarbeit beim DFC wird derzeit von Marco Walter als Trainer koordiniert. Unterstützung bekommt er von Quensel, Dreßen und Christine Wachtendorf. Zu den Trainingszeiten sei die Halle gut besucht, etwa 15 bis 20 Jugendliche seien regelmäßig bei den Einheiten dabei. „Das ist eine gute Truppe. Es wäre toll, wenn einige von ihnen mit dem nötigen Ehrgeiz beim Badminton bleiben“, hofft Eilers. „Mit Julius, Eva-Lotta und Neele haben wir bereits ein paar Jugendspieler, die viel Potenzial für die erste Mannschaft mitbringen“, ergänzt er.

Alles in allem laufe es sehr gut für den DFC. Der Verein hat derzeit mehr als 100 Mitglieder, davon seien 40 bis 50 Spieler aktiv. „Die Halle ist immer gut gefüllt. Wir sind sehr zufrieden, freuen uns aber natürlich über jedes neue Mitglied. Interessierte sind herzlich willkommen“, sagt Eilers und fügt abschließend hinzu: „Wir sind froh, dass es so gut läuft und dass so viele Spaß am Badminton haben.“

Für seine Mannschaft geht es an diesem Sonntag in der Landesliga weiter. Das Team tritt gegen die Erst- und Zweitvertretung des TuS Schwinde an und möchte mit Blick auf das Saisonziel weitere Punkte mit nach Hause nehmen.

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