Beachhandball

Beach-Elite spielt um Handballkrone

Sowohl die Nordlichter bei den Männern als auch die Sandmöpse bei den Damen haben sich für die Deutsche Meisterschaft im Beachhandball qualifiziert.
01.08.2019, 16:42
Lesedauer: 2 Min
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Beach-Elite spielt um Handballkrone
Von Michael Kerzel
Beach-Elite spielt um Handballkrone

Hendrik Sander gehört mit den Nordlichtern zu den Titelkandidaten.

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Berlin. Die Pflicht ist erfüllt, nun folgt die Kür: Die beiden hiesigen Beachhandball-Teams mit Akteuren aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg haben sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und gehen ab diesem Freitag im Berliner Sand an den Start. Bei den Männern gehören die Nordlichter seit Jahren zu den besten Teams. Sie rechnen sich auch in diesem Jahr gute Chancen aus, um den Titel mitzuspielen. Die Sandmöpse gehen in der Damenkonkurrenz eher als Außenseiter in das Turnier, chancenlos sind sie jedoch nicht.

„Unser Ziel ist es, das Halbfinale zu erreichen. Das ist uns seit 2014 immer gelungen“, blickt Hendrik Sander von den Nordlichtern voraus. Einen klaren Favoriten sieht er nicht. „In der Breite hat das Niveau angezogen. Da werden ziemlich viele Mannschaften oben mitmischen. In der K.o.-Runde ist die Tagesform entscheidend“, meint Sander. Die Qualifikation machten die Nordlichter früh klar, bei Turnieren zuletzt setzten sie auch jüngere Spieler, beispielsweise aus der U17-Nationalmannschaft, ein. Der volle Kader stand meistens – so auch in Berlin – nicht zur Verfügung. Mehrere höherklassig agierende Akteure sind in der Hallenvorbereitung unabkömmlich, beispielsweise der Harpstedter Yannick Dräger, der für den Zweitligisten TV Emsdetten aufläuft. „Die Eingespieltheit ist eine Frage, aber ein ganz großes Problem ist es nicht. Der Kern der Mannschaft spielt seit Jahren zusammen“, berichtet Sander.

Den Sandmöpsen misslang der Start in die Qualifikationsserie, doch zuletzt lief es rund. „Wir sind mega glücklich, dass wir es dann doch so souverän geschafft haben mit Platz zwei in Oberlübbe. Wir waren da vorher schon nervös, der Druck war da“, erinnert sich Janna Müller. Ziel in Berlin ist das Viertelfinale. „Wir wissen, wie schwer das wird. Wir haben eine schwere Gruppe erwischt. Das Interessante und Witzige am Beachhandball ist, dass im Grunde jeder jeden schlagen kann. Auch wenn die Teams aus dem Süden schon die Favoriten sind. Ich glaube, dass unsere Chancen gar nicht so schlecht sind“, meint Müller. Mehrere Spielerinnen der beiden Oberligisten HSG Hude/Falkenburg und TV Neerstedt stehen im Kader. „Wir weisen eine gute Truppe auf und sind gut vorbereitet“, blickt Müller voraus.

Je zwölf Teams haben sich qualifiziert, sie treten in drei Vierergruppen an. Neben den Gruppenersten und -zweiten erreichen die beiden besten Gruppendritten das Viertelfinale. Die Nordlichter treffen auf die BHT Hurricanes, die Beachmopeten und die Sanddevils U23. Die Sandmöpse bekommen es mit Strandgeflüster Minden, Beach Berlin und den Beach Chillern. Titelverteidiger sind Beach & Da Gang Münster (Männer) und Strandgeflüster Minden (Frauen).

Das Turnier beginnt an diesem Freitag um 16.15 Uhr mit der Vorrunde, die am Sonnabend ab 10 Uhr fortgesetzt wird. Im Anschluss folgen die Viertelfinals. Am Sonntag stehen neben den Platzierungsspielen die Halbfinals und das Endspiel auf dem Programm. Das Endspiel beginnt bei den Frauen um 14.30 Uhr und bei den Männern um 15.15 Uhr. Sportdeutschland.TV überträgt die Partien ab dem Viertelfinale im kostenfreien Livestream.

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