Außerordentlicher Verbandstag

Norddeutscher Fußball-Verband bricht Saison offiziell ab

Der außerordentliche virtuelle Verbandstag des NFV hat dem Antrag des Präsidiums zugestimmt. Der SV Atlas Delmenhorst ist der Regionalliga damit einen weiteren Schritt näher gekommen.
26.06.2020, 11:05
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Norddeutscher Fußball-Verband bricht Saison offiziell ab
Von Justus Seebade

Nun ist es endgültig beschlossene Sache. Das höchste Gremium des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) hat auf einer virtuellen Versammlung auch formell den Abbruch der Saison 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen. Damit ist der SV Atlas Delmenhorst der Regionalliga Nord einen weiteren Schritt näher gekommen.

Der außerordentliche NFV-Verbandstag kam erstmals in der Geschichte des NFV mit seinen Mitgliedern in einer digitalen Versammlung zusammen. Von den 195 Delegierten – aufgeteilt auf die vier norddeutschen Landesverbände, Vereine und die 13 stimmberechtigten Mitglieder des NFV-Präsidiums – waren 175 im virtuellen Raum anwesend. Einstimmig wurde dabei dem Antrag des NFV-Präsidiums auf Abbruch der Spielzeit in allen Ligen und Wettbewerben unter Berücksichtigung der Quotienten-Regelung mit Auf-, aber ohne Abstieg entsprochen. Zugrunde gelegt wurden dabei die Tabellenstände mit Stichtag 12. März 2020.

Damit ist Saison auch offiziell beendet. „Niemand hätte gedacht, als in den einzelnen Ligen im vergangenen Sommer der Startschuss fiel, dass die Spielzeit auf diese Art und Weise beendet werden muss und uns alle vor so große Herausforderungen stellt“, resümierte NFV-Präsident Günter Distelrath nach der Entscheidung. „Ich bin überzeugt, dass Offizielle, Spieler und Fans aller Teams die Saison lieber auf sportlichem Wege beendet hätten, dennoch gratuliere ich allen Meistern zu ihrem Erfolg und wünsche den Aufsteigern alles Gute für kommenden Monate“, sagte Distelrath.

Die Regionalligen Nord werden somit in der nächsten Spielzeit aufgestockt, die Sollstärke der einzelnen Staffeln soll aber spätestens zur Saison 2022/2023 wieder erreicht werden. So werden etwa in der Regionalliga Nord der Herren in der kommenden Saison erstmals 22 Teams an den Start gehen. Ein Antrag auf eine weitere Aufstockung der Liga, demzufolge auch der VfL Oldenburg und der 1. FC Germania Egestorf-Langreder aus der Oberliga Niedersachsen aufgestiegen wären, wurde von den Delegierten abgelehnt.

NFV-Präsident Günter Distelrath bedankte sich nach der etwa einstündigen Konferenz bei den Delegierten aus Vereinen und Verbänden für die Arbeit der vergangenen Wochen und machte deutlich, dass „es in solchen Zeiten immer nur gemeinsam geht. Wir haben in dieser außergewöhnlichen Situation viele neue Wege gehen müssen und dabei einiges erreicht. Lassen Sie uns auch in den kommenden Wochen und Monaten den eingeschlagenen Pfad nicht verlassen und weiterhin gemeinsam die nächsten Entscheidungen angehen.“

Distelrath zeigte sich zuversichtlich, dass bei insgesamt rückläufigen Infektionszahlen und der Tatsache, dass aufgrund der geringen durchschnittlichen Kontaktzeiten zwischen Spielern auf dem Spielfeld eine Übertragung der Infektion beim Fußball im Freien sehr unwahrscheinlich ist, ein baldiges Fußballspielen unter Wettkampfbedingungen im Amateur- und Jugendbereich wieder möglich sein wird. In diesem Zusammenhang warb er noch einmal nachdrücklich für die Installation und aktive Nutzung der Corona-Warn-App, die aus seiner Sicht ein probates Mittel darstellt, um sehr schnell Infektionsketten zu erkennen und entsprechend aktiv zu werden.

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