Deutsche Meisterschaft Karate

Delmenhorster verpassen Endrunde

Bei der Deutschen Meisterschaft der Masterklassen im Karate haben sechs Delmenhorster teilgenommen. In die Endrunden schafften sie es nicht, Trainer Rolf Haferkorn ist dennoch zufrieden.
01.10.2019, 17:00
Lesedauer: 2 Min
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Delmenhorster verpassen Endrunde
Von Michael Kerzel
Delmenhorster verpassen Endrunde

Ein Kampfschrei an falscher Stelle brachte Peter Koehler-Feyrer entscheidende Minuspunkte ein, sodass er bei der Deutschen Meisterschaft in der Vorrunde ausschied.

INGO MÖLLERS

Die Gesamtbilanz liest sich ernüchternd, dennoch ist Rolf Haferkorn mit der Leistung seiner Schützlinge bei der Deutschen Meisterschaft der Masterklasse im Karate zufrieden. Vier Frauen und zwei Männer traten für den Delmenhorster TV in Bielefeld an, lediglich Sandra Wieck schaffte es in die Zwischenrunde. Dort wurde sie nach einem Fehler bei ihrer Kata in der Altersklasse Ü45 jedoch disqualifiziert. „Alle unsere Athleten haben ihr Bestes gegeben. Mehr war insgesamt einfach nicht drin an diesem Tag“, fasste Trainer und Betreuer Haferkorn zusammen.

Für die meisten der Delmenhorster Starter bedeutete ein Wettkampf in dieser Größenordnung Neuland. „Es war eine große Halle mit Tartanbahn. Auf sechs Wettkampfmatten war gleichzeitig etwas los. Das ist schon eine andere Atmosphäre als in der Stadtbadhalle bei uns“, berichtete Haferkorn. Bei der Landesmeisterschaft in Delmenhorst, auf der sich die DTVer qualifiziert hatten, gab es drei Matten. In Bielefeld war also alles mindestens doppelt so groß, hinzu kam, dass es sich eben um eine Deutsche Meisterschaft handelte. „Unsere Athleten waren sehr nervös“, sagte Haferkorn. Im Training und in der direkten Vorbereitung vor der DM sei es hervorragend gelaufen, diese Leistungen konnten die DTVer jedoch im Wettkampf nicht auf die Matte bringen. „Sie sind schon enttäuscht. Aber man muss sehen, dass die anderen Teilnehmer besser waren. Das Gesamtniveau des Turniers war Spitzenklasse. Die Topleute haben 1A-Leistungen gebracht“, betonte Haferkorn.

Die sechs Delmenhorster traten in der Kategorie Kata an. Kata heißt übersetzt „Form“. Bei einer Kata zeigt ein Karateka Schlag-, Tritt- und Sprungtechniken in Reihe gegen imaginäre Gegner. Dabei kommt es auf Präzision, Intensität und Dynamik an. Schon kleine Fehler können zur Disqualifikation führen. „Eine Sportlerin eines anderen Landesverbandes hat das Abgrüßen vergessen und wurde disqualifiziert“, berichtete Haferkorn.

Sandra Wieck hatte sich in der Vorrunde überraschend durchgesetzt. Nun machten ihr aber die Nerven einen Strich durch die Rechnung. „Sie ist bei der Kata mittendrin hängengeblieben und wusste nicht, wie es weitergeht. Ein Blackout“, sagte Haferkorn. Somit schaffte sie es nicht in die Endrunde der Ü45. Mit größeren Ambitionen war hier Martina Schumacher gestartet. „Da haben wir schon gedacht, dass es für die Top fünf reichen könnte“, sagte Haferkorn. Doch Schumacher hatte Hüftprobleme und konnte ihr Leistungsvermögen daher nicht voll zur Geltung bringen. Auch Monika Cordes schied in der Vorrunde aus. „Sie musste direkt als Erste starten. Da war die Nervosität dann noch größer“, meinte Haferkorn. Vierte Frau im Bunde war Katharina Schmidt, die in der Altersklasse Ü30 in der Vorrunde scheiterte.

Bei den Herren hatte sich Peter Koehler-Feyrer (Ü30) mehr als ein Vorrunden-Aus ausgerechnet. Doch auch er machte aus Nervosität einen entscheidenden Fehler. „Er hat leider gepatzt und einen Kampfschrei ausgelassen und später einen gemacht, als er es nicht sollte“, berichtete Haferkorn. In der Ü35-Konkurrenz war zudem Stefan Marken gestartet.

So bleibt den Delmenhorstern von dieser Meisterschaft vor allem die Erfahrung. „Die Sportler haben in der Vorbereitung fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert“, berichtete Haferkorn. Ob sich die Karateka auch künftig auf Wettkämpfe konzentrieren oder lieber Gürtelprüfungen ablegen wollen, entscheidet sich in Kürze. „Das überlassen wir den Athleten. Wenn sie Wettkämpfe machen wollen, geht die Vorbereitung nach den Herbstferien los“, erklärte Haferkamp. Im Februar stehen die Landesmeisterschaften an.

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