Volleyball-Oberliga

Die Hoffnung ist wieder da

An einer Sensation schrammte die VG Delmenhorst-Stenum knapp vorbei, trotzdem ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt nach dem ersten Heimspieltag des Jahres wieder gestiegen.
11.02.2019, 13:07
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Von Gerhard Göldenitz
Die Hoffnung ist wieder da

Beim ersten Heimspieltag des Jahres überzeugten Daniel Müller (l.) und die VG Delmenhorst-Stenum. Gegen den TSV Hollern-Twielenfleth (r.) gelang ein Sieg.

Möllers

Delmenhorst. Für die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum hat der erste Heimspieltag des neuen Jahres die ersten Lichtblicke der Saison bereitgehalten. Nach einer sehr guten Vorstellung konnte der TSV Hollern-Twielenfleth deutlich mit 3:0 in die Schranken verwiesen werden. In der zweiten Begegnung gegen Tabellenführer VSG Ammerland II schnupperten die Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk lange Zeit an einer Sensation, unterlagen dem Favoriten im Tiebreak dann aber doch mit 2:3.

VG Delmenhorst-Stenum – TSV Hollern-Twielenfleth 3:0 (25:17, 25:18, 25:18). Gegen den Tabellennachbarn aus dem Alten Land war der 13-Punkte-Abstand auf dem Parkett überhaupt nicht auszumachen. Nach einem ersten Abtasten, bei dem sich die Hausherren nur langsam als Team zusammenrauften, übernahmen die Delmenhorster immer mehr die Initiative. Aus einem 12:13-Rückstand wurde sehr schnell eine 23:13-Führung, weil Sören Riewe mit platzierten Aufschlägen die Annahme der Gäste derart in Bedrängnis brachte, dass diese nur noch mit einem durchsichtigen Angriffsspiel aufwarten konnten. Das entschärften die VG-Blockspieler ohne viel Mühe und wenn dann doch mal ein Ball durchrutschte, war die Abwehr der Hausherren auf dem Posten. Der Rest des Satzes war nur noch Formsache.

Auch im zweiten und dritten Abschnitt waren die Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk das deutlich bessere Team. Spätestens ab Mitte der Sätze übernahmen sie das Kommando und schafften einen am Ende nie gefährdeten 3:0-Sieg – den überhaupt ersten Zu-Null-Erfolg der Saison.

VG Delmenhorst-Stenum – VSG Ammerland II 2:3 (19:25, 25:19, 25:22, 16:25, 10:15). Im Spiel gegen den noch amtierenden Meister der Vorsaison und derzeitigen Tabellenführer kamen die zuvor starken VG-Angaben nicht platziert genug, um genügend Druck auf die gegnerische Annahme austzüben. In der Folge musste der Block der Delmenhorster Schwerstarbeit verrichten, konnte aber den 19:25-Satzverlust trotzdem nicht verhindern. Danach kamen die Hausherren jedoch immer besser ins Spiel und übernahmen ab Mitte des zweiten Satzes die Initiative auf dem Feld. Diesmal war es an Matthias Sanders, der mit seinen druckvoll und platziert geschlagenen Angaben fünf Punkte in Folge holte und somit maßgeblichen Anteil am Satzausgleich hatte.

Auch der dritte Abschnitt verlief bis zum 9:9 ausgeglichen, ehe sich die Schalk-Schützlinge erneut absetzten und mit dem zweiten Satzgewinn bereits einen Punkt sicher hatten. Dass es am Ende aber dennoch nicht zum Sieg reichte, war wohl dem Kräfteverschleiß zuzurechnen. Kleinere Fehler summierten sich, dazu kamen falsche Bewegungsabläufe und plötzlich war auch die beste Waffe, der Aufschlag, nicht mehr konstant genug, um Ammerland ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im Tiebreak leistete sich zu allem Überfluss auch noch das Schiedsgericht einige strittige Entscheidungen gegen die Heimmannschaft, die sich davon völlig aus dem Tritt bringen ließ und am Ende den Kürzeren zog.

Trotzdem zeigte sich Trainerin Susanne Schalk äußerst zufrieden mit dem Auftritt ihres Teams. „Wir haben endlich mal das gezeigt, was wir können und ein supertolles Spiel gegen den Tabellenführer abgeliefert. Nun ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurück“, sagte die Übungsleiterin, die bereits kommenden Sonnabend bei der TG Wiesmoor mit ihrer Mannschaft ein Sechs-Punkte-Spiel vor sich hat. Bei einem Sieg würde der Punktevorsprung auf vier Zähler ausgebaut, was am Ende für das Erreichen des Relegationsplatzes sieben reichen könnte.

VG Delmenhorst-Stenum: Schröder, Sanders, Carus, Süßmuth, Bode, Wahle, Müller, Förstermann, Marks, Hägermann, Doig, Riewe, Hoffmann.

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