Tennis-Regionalliga Nord-Ost

Eine vorentscheidende Schlappe?

Die Damen 40 vom TC Blau-Weiß Delmenhorst haben eine bittere Niederlage gegen den Aufsteiger TV Süd Bremen kassiert. Die Pleite könnte bereits vorentscheidenden Charakter im Abstiegskampf haben.
06.11.2018, 16:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Heino Horstmann
Eine vorentscheidende Schlappe?

Startete als Favoritin, musste sich aber deutlich geschlagen geben: Karin Kobel-Holtmann vom TC Blau-Weiß Delmenhorst.

Ingo Möllers

Delmenhorst. Beim Saisonstart der Tennis-Regionalliga Nord-Ost haben die Damen 40 des TC Blau-Weiß Delmenhorst eine überraschende 2:4-Niederlage gegen den TV Süd Bremen kassiert. Tatsächlich könnte diese Pleite massive Auswirkungen auf den Abstiegskampf haben, jedenfalls kommt sie schon einer kleinen Vorentscheidung gleich. „Ein Sieg oder wenigstens ein Remis hatten wir gegen den Aufsteiger fest eingeplant. Natürlich sind wir enttäuscht, aber die Saison ist noch sehr lang. Auch wenn es schwer werden dürfte, gegen die starke Konkurrenz zu punkten, haben wir durchaus noch die Chance, uns für ein weiteres Jahr die Zugehörigkeit zur Eliteliga zu sichern“, zog TC-Mannschaftsführerin Annette Lesemann ernüchtert Bilanz.

Die Gäste, die im Vorjahr ganz souverän Meister in der Nordliga geworden waren, verfügen über ein sehr homogenes Team. In Delmenhorst überzeugten sie damit sowohl in spielerischer wie aber auch in kämpferischer Hinsicht. Das galt ganz besonders für Petra Staats, die im Eröffnungseinzel als Defensivkünstlerin in Erscheinung trat und der favorisierten deutschen Ranglistenspielerin Karin Kobel-Holtmann nicht den Hauch einer Siegchance ließ. „Ich habe wirklich alles versucht, um erfolgreich zu sein. Toll, wie meine äußerst ballsichere und schnelle Gegnerin alle Aktionen konterte und mich dadurch immer wieder zu leichten Fehlern zwang, sodass die 2:6, 0:6-Niederlage völlig in Ordnung ging“, erkannte Kobel-Holtmann die Leistungen der Bremerin neidlos an.

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, musste auch die neue Nummer eins der Gastgeberinnen Tanja de Buhr erkennen. Während die Delmenhorsterin im Vorjahr – damals noch an vier gemeldet – von Sieg zu Sieg eilte, musste sie aufgrund ihrer jetzigen Position in der Rangliste ihr Team in dieser Saison anführen. Im Spitzeneinzel traf sie auf die mit Leistungsklasse sechs ausgestattete Michaela Bach-Kamp. Die routinierte Linkshänderin hatte sofort die Rückhandschwäche der Delmenhorsterin erkannt und nagelte sie dort förmlich fest. Eine Taktik, die von Erfolg gekrönt war und zu einem ungefährdeten 6:1, 6:3-Sieg führte. Von ihrem wahren Leistungsvermögen weit entfernt hatte auch Lesemann keine Chance, ihrer Gegnerin Silke Birkenstock etwas Zählbares abzuknüpfen. Sie verlor deutlich mit 2:6, 2:6. Silke Niehaus stand somit gehörig unter Druck, eine frühzeitige Gesamtniederlage zu vermeiden. An Position drei traf die Blau-Weiße auf Britta Pölkner, die ihr aber nur in Durchgang eins eine ebenbürtige Gegnerin war und das Match bis zum 5:5 offen hielt. Nach dem Break zum 6:5 und Durchbringen ihres eigenen Aufschlags hatte die Delmenhorsterin den Widerstand ihrer Kontrahentin gebrochen und siegte souverän mit 7:5, 6:0.

Allerdings währte die Hoffnung auf ein Unentschieden nicht lange. Zwar konnte sich Tanja de Buhr mit ihrer Partnerin Andrea Kuhlmann mit 6:4, 6:2 gegen die Gästekombination Pölkner/Birkenstock durchsetzen und auf 2:3 verkürzen, doch zu mehr reichte es nicht. Denn nur wenig später hatten Niehaus/Lesemann ihr Match mit 1:6, 4:6 gegen Bach-Kamp/Staats verloren, sodass die schmerzhafte Niederlage besiegelt war.

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