1. Fußball-Kreisklasse

Fehlstart umgehend korrigiert

Nach der Auftaktpleite bezwingt der KSV Hicretspor Delmenhorst die Reserve des TV Ganderkesee mit 4:2. Vor der Partie nahm Trainer Timur Cakmak einige Änderungen vor.
13.08.2018, 16:21
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Von Ralf Kilian
Fehlstart umgehend korrigiert

Die Spieler des KSV Hicretspor konnten im zweiten Spiel der Saison den ersten Sieg bejubeln.

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Delmenhorst. Titelanwärter KSV Hicretspor hat den 1:3-Fehlstart beim VfL Stenum II umgehend korrigiert. Durch einen verdienten 4:2 (3:2)-Sieg über die Reserve des TSV Ganderkesee feierten die Delmenhorster Kicker den ersten Dreier in der neuen Saison der 1. Kreisklasse. Etwas mehr als eine Stunde war es ein sehr munteres Kreisklassenspiel, dann ließen die Kräfte merklich nach. Die Saisonvorbereitung beider Mannschaften war sehr durchwachsen verlaufen, den Akteuren geht die nötige Fitness noch ab. Hicretspor-Trainer Timur Cakmak bemängelte schon vor dem Anpfiff die Disziplin in seinem für die 1. Kreisklasse überqualifizierten Kader und nahm einige Umstellungen vor. „So einfach wird es nie wieder, in die Kreisliga aufzusteigen“, betonte Cakmak, "doch dafür müssen wir mehr tun.“

Der Spielertrainer hatte seinem Neuzugang Izzet Saglam einen Platz auf der Bank verordnet, weil er in der Vorwoche zwei Elfmeter verschossen hatte. Zudem ließ er zwei weitere Spieler wegen Verspätung draußen. „Treffen war um 12.30 Uhr. Wenn sie erst um 12.36 Uhr da sind, sitzen sie auf der Bank“, erklärte Cakmak. Am Ende war er dann aber doch zufrieden, wobei: „Die eingewechselten Spieler haben kaum Belebung gebracht, davon hatte ich mir mehr versprochen.“ Allerdings konnten die Gäste das nicht für sich nutzen. Bis auf den Doppelschützen Jean-Michel Dietrich war Ganderkesee II offensiv harmlos.

Cakmak hatte sich aufgrund der angesprochenen Disziplinlosigkeiten selbst nominiert und rechtfertigte seine Aufstellung umgehend. Sein Direktschuss (4.) war noch einen Meter zu hoch angesetzt, dafür versenkte Cakmak in der zehnten Minute einen Freistoß aus 20 Metern flach zum 1:0. Davon hatten sich die Gäste überrumpeln lassen, doch dann fuhren sie zwei blitzsaubere Konter: Zunächst passte Niklas Hoier genau durch die Schnittstelle und Jean-Michel Dietrich umkurvte Hicret-Keeper Harun Uzun, um locker zum 1:1 einzuschieben (18.). Kurz nach dem Wiederanpfiff landete ein Fehlpass von Cakmak bei Pascal Voigt, der erneut Dietrich schickte. Ganderkesees Torjäger ging diesmal rechts an Uzun vorbei und lochte zum 1:2 ein (19.).

Allerdings war Hicretspor überhaupt nicht geschockt. Meric Özdemir und Tuna Gizir hatten schon 60 Sekunden später das 2:2 auf dem Fuß beziehungsweise Kopf. Gizir schob den Ausgleichstreffer dann rasch nach. Cakmak schickte Germain Martens, der auf links nicht zu bremsen war. Martens bediente mit seiner Hereingabe dann Gizir (22.). Das ging in Ordnung, zumal Cakmaks Direktschuss ans Lattenkreuz (26.) ein weiteres Tor verdient gehabt hätte. Auf der Gegenseite hätte Hoier seinen Kopfball nach Flanke von Tobias Neuse einen halben Meter tiefer ansetzen sollen. Doch insgesamt war Hicretspor durchsetzungsstärker. Martens demonstrierte es beim 3:2, als er nach Pass von Özdemir von der Mittellinie davonzog, seine Gegenspieler abschüttelte und aus 15 Metern einschob (40.).

Ganderkesee II versuchte es nach dem Seitenwechsel weiter, spielte aber keine Hochkaräter mehr heraus. So war das 4:2 durch einen Martens-Kopfball nach Flanke von Gizir bereits nach 68 Minuten die Entscheidung in einem fairen Spiel, das vom jungen Schiedsrichter Justin Seng sicher geleitet wurde. TSV-Trainer Andreas Dietrich muss in dieser Saison mehr denn je Aufbauarbeit leisten. „Aufgrund der Abgaben an die erste Mannschaft und weil vier Studenten aufgehört haben, müssen wir eine komplett neue Mannschaft mit Spielern der dritten Herren und der A-Jugend aufbauen. Wir konnten keine Testspiele bestreiten und sind als Mannschaft noch nicht eingespielt. Heute haben mir die ersten 35 Minuten gefallen, das müssen wir bald über 90 Minuten bringen. Dann ist mir nicht bange“, meinte Andreas Dietrich.

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