Fußball-Bezirksliga

SV Tur Abdin und Andree Höttges trennen sich

Die Delmenhorster und ihr bisheriger Coach haben ihre Zusammenarbeit einvernehmlich beendet.
11.09.2020, 18:50
Lesedauer: 2 Min
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SV Tur Abdin und Andree Höttges trennen sich
Von Justus Seebade
SV Tur Abdin und Andree Höttges trennen sich

Andree Höttges ist nicht mehr Trainer des SV Tur Abdin.

INGO MÖLLERS

Die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga ist noch nicht besonders alt, doch es gibt bereits den ersten Trainerwechsel. Der SV Tur Abdin Delmenhorst und sein bisheriger Coach Andree Höttges gehen ab sofort getrennte Wege. Bei Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung der ersten Herrenmannschaft des Vereins habe es beim Sportvorstand und Höttges verschiedene Ansichten gegeben, sodass die gemeinsame Entscheidung gereift sei, das Engagement des 52-Jährigen zu beenden, teilt Tur Abdin auf seiner Facebook-Seite mit.

„Andree hat auch in seiner zweiten Amtszeit im Verein eine sehr gute Arbeit geleistet. Bei Gesprächen über die Zukunft ist aber klar geworden, dass beide Seiten unterschiedliche Auffassungen haben. Wir bedanken uns bei Andree für seine Arbeit im Verein und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft“, wird Isa Tezel, Sportlicher Leiter der Abdiner, bei Facebook zitiert.

Die Delmenhorster bezeichnen die Trennung als einvernehmlich – und das kann ihr nun Ex-Coach „nur so bestätigen“. Abdin und Höttges sind also im Guten auseinandergegangen, es fließt kein böses Blut. „Aufgrund der langen Zeit ist man trotzdem verbunden. Das wird auch so bleiben“, betont Höttges. Es gebe „keine Animositäten“. Vielmehr waren sich beide Seiten einfach in der Sache nicht mehr einig. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung und dem deutlichen 0:4 zum Saisonauftakt im Derby beim SV Baris war klar, dass es bei Abdin noch Luft nach oben gibt. „Ich hatte einen Plan, wie wir auf Vordermann kommen wollen. Es geht darum, dass wir da unterschiedliche Dinge sehen und unterschiedlich interpretieren, wie es weitergehen würde. Deswegen macht es so am meisten Sinn. Das ist ganz vernünftig gelöst“, meint Höttges. Gleichwohl sei es auch schade, dass es nun zur Trennung gekommen ist.

Höttges hatte im Sommer 2019 seine zweite Amtszeit bei den Aramäern angetreten und das Team in der abgebrochenen Saison auf Platz vier geführt. Zuvor hatte er bereits von Dezember 2013 bis Mai 2016 die Geschicke bei Abdin geleitet und in der Spielzeit 2014/15 mit der Mannschaft sogar den dritten Platz belegt. „Man muss auch gucken, was wir geschafft haben. Wir haben Dinge umgesetzt, die jahrelang nie so waren“, verweist Höttges auf die vorhandenen Erfolge.

Die erste Aufgabe ohne Höttges hat es für Abdin direkt in sich. Die Delmenhorster empfangen am Sonntag (15 Uhr) mit dem GVO Oldenburg eine Mannschaft, die in dieser Saison zu den absoluten Topfavoriten in der Staffel zählt. Diese Rolle haben die Oldenburger zum Auftakt direkt untermauert. Im Stadtderby gegen den VfL Oldenburg II setzte sich GVO deutlich mit 5:1 durch. Die vergangene Spielzeit beendete das Team hinter den beiden Wilhelmshavener Klubs Frisia und SV auf dem dritten Platz – unmittelbar vor Abdin. In der Saison 2019/20 kam es nur zu einem Vergleich zwischen den beiden Mannschaften. Den entschied Oldenburg allerdings klar mit 4:1 für sich. Verzichten muss Abdin längerfristig auf Thomas Mutlu, der sich das Kreuzband gerissen hat.

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