Sportpolitik

Freude über die Entscheidung pro Kunstrasenplatz

Dass der Rat den Bau eines Kunstrasenplatzes beschlossen hat, wird von den Fußballern in der Stadt natürlich positiv aufgenommen.
22.05.2020, 16:25
Lesedauer: 2 Min
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Freude über die Entscheidung pro Kunstrasenplatz
Von Justus Seebade
Freude über die Entscheidung pro Kunstrasenplatz

Für Marco Castiglione und seine Mitstreiter hat sich die Hartnäckigkeit in Sachen Kunstrasen gelohnt.

Ingo Möllers

Delmenhorst. Es hat wahrlich lange gedauert, doch nun ist es tatsächlich beschlossene Sache: Delmenhorst bekommt einen Kunstrasenplatz. Der Rat hat in dieser Woche dafür gestimmt (wir berichteten). Für die Fußballer in der Stadt ist die Entscheidung eine große Erleichterung, immerhin hatten sie jahrelang für einen solchen Platz geworben, um in den Wintermonaten zumindest eine Trainingsmöglichkeit zu haben.

„Jetzt haben wir es endlich gemeinsam geschafft. Wir sind dankbar, dass für das Problem eine Lösung anvisiert wurde und die Grundlagen geschaffen wurden“, sagt Marco Castiglione, Fußball-Abteilungsleiter beim TV Jahn Delmenhorst und eine der treibenden Kräfte beim Thema Kunstrasen. „Wir sind eine Sportart mit mehreren Tausend aktiven Mitgliedern. Das Problem, dass wir nur ein halbes Jahr spielen können, ist nachweisbar. Daher war es höchste Zeit, dass wir uns auf den Weg machen“, meint Castiglione. Nun hoffe er, dass es nicht der letzte Kunstrasen für die Stadt sein wird.

Auch beim SV Atlas Delmenhorst sind sie froh, dass der Rat sich für den Bau eines Allwetterplatzes entschieden hat. „Für uns Fußballer ist das überragend“, sagt Bastian Fuhrken, Sportlicher Leiter der Blau-Gelben. Man müsse der Politik danken, aber „es ist lange überfällig gewesen. Ein erneuter Schlag ins Gesicht wäre heftig gewesen.“ Klar ist aber natürlich, dass gerade der SVA als vermutlich künftiger Regionalligist eigentlich sogar mehr benötigt. „Wichtig ist, dass er kommt. Aber wir müssen parallel planen, dass wir einen eigenen brauchen“, sagt der Vorsitzende Manfred Engelbart. Die Regionalliga würde noch einmal „eine ganz andere Intensität des Trainings nach sich ziehen“. Die Konkurrenten hätten alle ihre Trainingszentren. „Das ist die eigentliche Problematik. Da gilt es für uns, dran zu arbeiten. Der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt und den müssen wir jetzt machen“, sagt Engelbart.

Erich Meenken, Vorsitzender des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, freut sich ebenfalls über die Entscheidung der Politik. „Jetzt ist es endlich so weit. Es wird auch höchste Zeit, dass Delmenhorst einen Kunstrasenplatz bekommt“, meint Meenken, der zudem Vorsitzender des Delmenhorster TB ist. Man könne froh darüber sein, „dass die Kuh vom Eis ist“.

Für Marco Castiglione ist es ebenso wichtig, dass das Thema aus der politischen Arena raus ist, „weil es immer ein Zankapfel war“. Das Projekt sei jedoch erst beendet, wenn der Platz steht und eröffnet wird. „Es ist aber erst mal erbaulich, was in den vergangenen Wochen passiert ist“, urteilt der Jahn-Abteilungsleiter, der zudem lobt, dass die Politiker neben dem Bau des Kunstrasenplatzes auch den einer neuen Sporthalle beschlossen haben. „Ich finde, das ist ein Riesensignal an die Sportstadt Delmenhorst. Man hat sich wirklich mal durchgerungen, auch in der schwierigen Zeit mit Corona. Auch beim Stadion ist ein positiver Wille erkennbar. Es geht ja insgesamt darum, dass man dem Sport einen gewissen Stellenwert einräumt. Da wird jetzt auch Geld in die Hand genommen. Das ist eine ganz klare Wertschätzung“, sagt Castiglione. Es sei „ein Zeichen für die Handlungsfähigkeit der Stadt Delmenhorst.“

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