Fußball

Weniger lange Fahrten für den TV Jahn

Auch die Regionalliga Nord der Frauen wird in zwei Staffeln geteilt. Die Delmenhorsterinnen treffen auf sieben Gegner. Testspiele stehen ab August auf dem Programm.
22.07.2020, 16:34
Lesedauer: 3 Min
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Weniger lange Fahrten für den TV Jahn
Von Justus Seebade

Die Fußball-Regionalliga Nord der Herren wurde für die kommende Saison bekanntlich in zwei Staffeln geteilt – und genauso läuft es auch bei den Frauen. Auf den TV Jahn Delmenhorst warten somit weniger Gegner als in den vergangenen Jahren. Die Violetten bekommen es in der Staffel A mit dem SV Henstedt-Ulzburg, VfL Jesteburg, Hamburger SV, SV Werder Bremen II, Osnabrücker SC, ATS Buntentor und der TSG Burg Gretesch zu tun. Das gab der Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball des Norddeutschen Fußball-Verbandes bekannt. Der Saisonstart ist nach aktuellem Stand für den 4. Oktober geplant – „vorausgesetzt, die Verfügungslagen in den vier betroffenen Bundesländern lassen dies zu“, wie der Verband mitteilte.

Für Jörg Beese kommt die Teilung in zwei Staffeln nicht überraschend. „Es war ja frühzeitig klar, dass man auf diese Lösung setzt, weil sie die größte Flexibilität enthält“, sagt der neue Trainer der Jahn-Frauen. Eine Liga mit 15 Teams und dementsprechend 28 Saisonspielen „wäre natürlich ziemlich heftig geworden unter diesen Rahmenbedingungen“, meint Beese mit Blick auf die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie. „Klar hätte ich gerne mehr Spiele, aber ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass wir noch mal eine Unterbrechung bekommen oder der Start nach hinten verlegt wird.“ Unter den gegebenen Umständen sieht der Coach der Delmenhorsterinnen in der Zweiteilung daher „die beste Lösung“.

Beese kann der Konstellation auch durchaus etwas Positives abgewinnen. „Wir haben nicht so viele lange Fahrten“, bemerkt er. Den weitesten Weg müssen die Jahn-Frauen und ihr Trainer für das Auswärtsspiel beim SV Henstedt-Ulzburg zurücklegen. Insgesamt rechnet Beese mit keiner einfachen Saison, er spricht von einer „unangenehmen Staffel“. Vor allem Henstedt-Ulzburg und Jesteburg seien harte Brocken. Aus der Ruhe lässt sich der Übungsleiter jedoch nicht bringen, „ich gehe das relativ entspannt an.“ Der Grund: Er ist von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt. Was sich allerdings bemerkbar mache, sei die lange Wettkampfpause. Bei den Fitnesstests habe man festgestellt, dass die Werte sehr niedrig sind. „Da müssen wir jetzt ein bisschen mehr investieren. Das haben die Mädels auch gemerkt“, sagt Beese. Die kommenden Wochen würden daher „sehr intensiv“ werden.

Im August starten die Delmestädterinnen dann in die Testspielphase. Geplant sind bisher Partien gegen den TSV Bemerode (8. August, 14 Uhr) und die SG Eystrup/Hoyerhagen (8. August, 16 Uhr), daheim gegen Eintracht Braunschweig (9. August, 14 Uhr) und wiederum auswärts gegen den SV Heidekraut Andervenne sowie den TuS Sulingen (30. August, 10.45 und 16.30 Uhr). Im September wird es dann ernst. Mit dem Nachhol-Halbfinale des Niedersachsenpokals gegen Jesteburg, das für den 6. September angesetzt ist, und einem möglichen Finale eine Woche später sammeln die Jahn-Frauen bereits vor dem Punktspielstart Wettkampfpraxis. „Das ist das Gute für uns“, meint Beese. Motiviert dürften seine Schützlinge definitiv sein, schließlich nimmt der Pokalsieger am DFB-Pokal teil. Mit Jesteburg haben die Violetten aber erst mal eine ausgesprochen schwierige Aufgabe vor sich. „Das ist die Mannschaft mit den größten Ambitionen im Pokal. Das wird gleich ein schöner Gradmesser für uns“, ordnet der Coach ein.

Personell hat sich beim TVJ einiges getan. Pascal Hoppe wird neben seiner Aufgabe als Physiotherapeut auch der neue Co-Trainer von Jörg Beese. Als Coach der neu formierten U23 fungiert Uwe Buchtmeier. „Wir freuen uns, einen fachlich fundierten und engagierten Trainer für unsere junge Truppe gewonnen zu haben“, sagt Bernd Hannemann, der gemeinsam mit Petra Zimolong weiterhin für die Belange des Frauenfußballs beim TV Jahn zuständig ist. Die U23 startet in der Kreisklasse. „Die Spielerinnen gehören alle dem Kader der 1. Frauen an und sollen durch regelmäßige Pflichtspiele im Rhythmus bleiben, sich weiterentwickeln und der Frauenabteilung als großes Potenzial zur Verfügung stehen“, erklärt Hannemann. Die zweite Mannschaft tritt unter der Leitung des Trainers Uwe Krupa und seines Stabs in der Bezirksliga an.

Als Neuzugänge verstärken Stefanie Herzberg, Emilia Reck, Elisabeth Keiser (alle vom BV Cloppenburg), Olivia Kulla, Lea Bultmann (beide Werder Bremen II), Carolin Arndt (ATS Buntentor), Jessica Schlegel (VfL Jesteburg), Marie Geerken (Krusenbuscher SV), Celina Lapinski (TSV Ganderkesee) und Maja Maune (Werder Bremen U17) die Regionalliga-Mannschaft und die U23. Bereits zur Rückrunde der abgebrochenen Saison kam Malin Rossius.

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