Fußball-Regionalliga

Das Abenteuer beginnt

Der SV Atlas Delmenhorst und Hannover 96 II eröffnen an diesem Freitagabend die Saison in der Südstaffel der Regionalliga Nord. SVA-Trainer Key Riebau erwartet einen spielstarken und schnellen Gegner.
03.09.2020, 14:42
Lesedauer: 2 Min
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Das Abenteuer beginnt
Von Justus Seebade

Delmenhorst. Am 29. Juni 2019 bestritt der SV Atlas Delmenhorst sein erstes Testspiel in der Vorbereitung auf die anstehende Saison in der Fußball-Oberliga Niedersachsen. Der Gegner auf der Sportanlage des TuS Hasbergen am Tell war die Zweitvertretung von Hannover 96. Die Blau-Gelben empfingen also gleich mal einen klassenhöheren Kontrahenten und zogen sich beim 0:3 recht gut aus der Affäre.

An diesem Freitagabend, gut 14 Monate später, treffen die beiden Mannschaften wieder aufeinander. Doch die Vorzeichen sind völlig andere. Erstens ist es keine Testpartie, sondern ein Pflichtspiel, und zweitens sind die beiden Teams nach dem Aufstieg der Delmenhorster nun in der gleichen Spielklasse aktiv – der Regionalliga Nord. Oder genau genommen in der Südstaffel der in dieser Saison geteilten Regionalliga Nord. Es geht los für Hannover, es geht los für Atlas – und für die Liga allgemein. Die Begegnung, die um 19.30 Uhr im Eilenriedestadion angepfiffen wird, eröffnet nämlich zugleich die neue Spielzeit.

Dass die Delmestädter sich auf den Auftakt freuen, versteht sich von selbst, gerade nach der langen Pflichtspielpause. Einen besonderen Antrieb werden die Akteure da nicht benötigen. „Ich erwarte von den Jungs, dass sie heiß und sehr motiviert sind. Das werden sie auch sein“, sagt Trainer Key Riebau. Irgendwelche besonderen Dinge wird es im Vorfeld des Duells nicht geben, vielmehr den ganz normalen Ablauf. Um 15.30 Uhr macht sich der Atlas-Tross in Delmenhorst auf den Weg, ein bisschen Karenzzeit ist eingeplant. Eineinhalb Stunden vor dem Spiel wollen die Blau-Gelben dem Plan nach vor Ort sein.

Mit Hannover 96 II erwartet den SVA sofort eine Profi-Reserve. Demnach dürfte das Team nach der Partie wissen, welcher Wind in der neuen Liga weht. Key Riebau schätzt die Landeshauptstädter als spielstark und schnell ein, gerade in der Offensive. Die flinken Akteure seien gut im Eins-gegen-eins und in der Positionierung auf den Außenbahnen. Gerade in der gegnerischen Hälfte würden sie das Passspiel suchen. „Ich denke schon, dass Hannover die Spielkontrolle übernehmen möchte und ein paar Prozent mehr Ballbesitz haben wird“, blickt Riebau voraus. Einen Dauerdruck des Kontrahenten erwartet er jedoch nicht. In den Phasen ohne diesen müssten seine Schützlinge so agieren, „wie wir uns das bei eigenem Ballbesitz vorstellen, und gucken, wie wir gefährlich werden können“, sagt der Coach. Ansonsten „wird es darum gehen, die Räume eng zu halten, viel zu kommunizieren und an die Grenze des Läuferischen heranzukommen“.

Zuschauer können bei der Partie bekanntlich nicht dabei sein, was aus Atlas-Sicht natürlich besonders schade ist. „Es wären nicht wenige gewesen, die sich in die Busse und Autos gesetzt hätten“, ist sich Riebau sicher. Speziell in der ersten Partie „wäre es sehr schön gewesen“, meint der SVA-Coach. Dass die Geisterspiel-Atmosphäre für die Mannschaft einen großen Unterschied macht, glaubt er jedoch nicht, „weil es in den Testspielen von außen schon ruhiger war“, sagt Riebau mit Blick auf die durch die Corona-Beschränkungen zwangsläufig reduzierten Zuschauerzahlen. Zudem dürfte der Fokus auf dem Spiel liegen.

Verzichten muss der Trainer auf die verletzten Devin Isik, Thade Hein und Emiljano Mjeshtri. Zwei, drei Akteure seien zudem noch angeschlagen.

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