Fußball

Stadt steht hinter dem SV Atlas

Die Stadtverwaltung sagt dem SV Atlas auf dem Weg zur Regionalliga Unterstützung zu. Als Erstes stehen jetzt ein Gästeblock und die Lautsprecher-Anlage im Fokus.
02.06.2020, 08:30
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Stadt steht hinter dem SV Atlas
Von Justus Seebade
Stadt steht hinter dem SV Atlas

Der SV Atlas Delmenhorst hat die Fußball-Regionalliga fest im Blick. Erst mal müssen aber die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden.

INGO MÖLLERS

Es ist zwar noch nicht ganz offiziell, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Stadt Delmenhorst mit dem SV Atlas in der kommenden Spielzeit einen Fußball-Regionalligisten haben. Diese Nachricht kam auch im Rathaus gut an. „Die Stadtverwaltung freut sich gemeinsam mit dem SV Atlas über die sportliche Chance, sich in der Regionalliga mit anderen Mannschaften messen zu dürfen. Der SV Atlas hat seine Erfolgsstory eindrucksvoll fortgeschrieben – Gratulation dazu. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung wünschen den Blau-Gelben, dass die sportlichen Erfolge auch in der kommenden Saison fortgeführt werden können“, sagt Stadtsprecher Timo Frers.

Um in der vierthöchsten deutschen Spielklasse mitwirken zu dürfen, müssen allerdings viele Auflagen erfüllt werden. Um die Probleme zu sondieren, stand für die Atlas-Verantwortlichen kürzlich ein Treffen mit der Verwaltungsspitze auf dem Programm. „Die Stadt hat uns totale Unterstützung zugesagt, aber wir müssen natürlich sehr viel selbst machen“, sagt SVA-Vorsitzender Manfred Engelbart. Wichtig sei, dass die Verwaltung hinter dem Verein steht. Atlas dürfe „alles machen, was an Pflichten da ist“.

„Mit dem Aufstieg in die Regionalliga sind selbstredend auch Herausforderungen verbunden, die es zu meistern gilt. Das fußballerische Können muss durch die Vereine gesichert werden. Als Verwaltung wird nun in Abstimmung mit allen Akteuren versucht, die für den Betrieb in der Regionalliga notwendigen Voraussetzungen zu schaffen“, sagt Timo Frers.

Ein Beispiel für diese Voraussetzungen ist die Separierung des Gästeblocks, und zwar mit einem eingebauten Zaun. „Weil wir das für jedes Spiel brauchen. In der Regionalliga ist das eine Grundbedingung für die Lizenz“, erklärt Engelbart. Ein einfacher Bauzaun reicht da nicht aus. Zudem wird für die Gästefans ein eigener Eingang benötigt. Eine zweite Baustelle, die schnell erledigt werden muss, ist die Lautsprecher-Anlage. „Die kam bei der Sitztribüne nicht richtig an“, erläutert Engelbart. Daher müsse sie instand gesetzt oder ersetzt werden, „da sind wir dabei, das zu organisieren.“ Die Sanierungen werde man „sukzessive abarbeiten“.

Wichtig ist für die Mannschaft von Coach Key Riebau laut Engelbart darüber hinaus, dass sie einen festen Trainingsplatz zugewiesen bekommt, sodass das Team „optimal trainieren kann“, wie der Vorsitzende sagt. „Wir haben eine große Liste. Ich denke mal, dass die Organisation des Werder-Spiels dagegen ein Kinderspiel gewesen ist. Das ist jetzt noch mal eine andere Dimension“, schildert Engelbart, der zudem hofft, dass die Sponsoren „bei der Stange bleiben“.

Auf dem Weg zur Regionalliga müssen außerdem noch zwei formelle Hürden überwunden werden. Der Norddeutsche Fußballverband, der für die Regionalliga zuständig ist, veranstaltet am 25. Juni einen virtuellen außerordentlichen Verbandstag (siehe Bericht auf dieser Seite). Zwei Tage später folgt jener des Niedersächsischen Fußballverbandes. Beide Präsidien haben beschlossen, die Saison abzubrechen und anhand eines Quotienten zu werten. Diese Beschlüsse müssen auf den Verbandstagen noch offiziell abgesegnet werden, was aber als nahezu sicher gilt. „Die Bestätigung brauchen wir von beiden“, weiß Manfred Engelbart. Zwar geht auch er nicht davon aus, dass sich das Blatt doch noch wendet, „aber du kannst noch nicht feiern.“ Ende Juni soll sich das ändern.

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