Fußball

Ein zufriedenstellender Test

Der SV Atlas Delmenhorst hat sich im Testspiel gegen den Ligakonkurrenten SSV Jeddeloh hinten weitgehend stabil und vorne eiskalt präsentiert. Die Blau-Gelben siegten verdient mit 3:1.
06.08.2020, 17:14
Lesedauer: 3 Min
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Ein zufriedenstellender Test
Von Justus Seebade

Ende Februar dieses Jahres hatte sich der SV Atlas Delmenhorst auf den Weg nach Jeddeloh gemacht, um gegen den dort beheimateten SSV ein Freundschaftsspiel auszutragen. Die Blau-Gelben hatten nach der Winterpause die ersten zwei Partien in der Fußball-Oberliga Niedersachsen bestritten, ehe das schlechte Wetter dafür sorgte, dass die nächste Begegnung ausfiel. Um dennoch im Rhythmus zu bleiben, wurde das Testspiel in Jeddeloh kurzfristig anberaumt. Damals war die Mannschaft aus der Gemeinde Edewecht noch eine Liga höher aktiv als der SVA und gewann das Duell mit 3:0.

Nun standen sich die beiden Teams erneut in einem Test gegenüber, wieder in Jeddeloh. Doch die Vorzeichen waren andere, schließlich ist Atlas in die Regionalliga aufgestiegen und somit in der neuen Saison ein Klassenkonkurrent. Dass das Team von Trainer Key Riebau sich mittlerweile noch mal verbessert hat, trat deutlich zutage. Atlas entschied die Partie vor 325 Zuschauern durchaus verdient mit 3:1 (1:0) für sich. Natürlich hat ein solches Testspiel immer nur bedingt Aussagekraft, zumal es bis zum Saisonstart noch einige Wochen dauert. Aber die Delmenhorster präsentierten sich schon in relativ guter Frühform und stellten ihren Coach insgesamt zufrieden. Vor allem den Einsatz und die Leidenschaft seiner Schützlinge hob Riebau hervor. „Bis zur 75. Minute haben wir das defensiv sehr gut weggearbeitet und die Räume sehr eng gehalten“, lobte er das Abwehrverhalten seiner Schützlinge. Offensiv sieht er derweil noch Luft nach oben. Speziell in der ersten Hälfte kreierte Atlas kaum Torchancen. „Da sieht man, woran wir arbeiten wollen“, sagte Riebau, der besonders froh darüber war, dass sich kein Akteur verletzte.

Momentan gibt es im Lager des SVA nämlich ohnehin schon einige angeschlagene Akteure. In Jeddeloh konnten unter anderem Kapitän Nick Köster, Marek Janssen, Julian Harings und Marlo Siech nicht mitwirken. Auf dem Platz gab es dafür zwei neue Gesichter. Mit Arnold Suew und Otis Breustedt bot Riebau zwei Testspieler auf. Suew betätigte sich zuletzt als Weltenbummler, war in Australien und Thailand aktiv. In Deutschland lief er unter anderem für den VfB Lübeck und BV Cloppenburg auf. Breustedt spielte zuletzt beim Brandenburger SC und trug in seiner Jugendzeit das Werder-Trikot. Beide waren in den ersten 45 Minuten mit von der Partie und blieben insgesamt eher unauffällig – abgesehen von einer Szene. In der 35. Minute zog Suew aus 16 Metern ab. Sein Schuss wurde abgefälscht und landete zum 1:0 für Atlas im Netz.

Urbainski hält Elfmeter fest

Das Tor kam praktisch aus dem Nichts. Atlas hatte mehr Ballbesitz, allerdings ohne sich dabei klare Tormöglichkeiten herauszuspielen. Auf der Gegenseite passierte offensiv jedoch auch nicht allzu viel. Die mit Abstand beste Chance hatte Kifuta Kiala Makangu, der im Eins-gegen-eins an SVA-Keeper Florian Urbainski scheiterte (33.). Danach folgte Suews Treffer. Kurz vor der Pause hatte Ibrahim Temin die große Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Nachdem Karlis Plendiskis im Strafraum Makangu gelegt hatte, trat Temin zum fälligen Elfmeter an. Seinen schwach geschossenen flachen Versuch hielt Urbainski allerdings sogar fest (42.).

Zur zweiten Halbzeit brachte Riebau Tom Schmidt und Luca Liske für die beiden Testspieler sowie Niklas Göretzlehner für Urbainski. Der zweite Durchgang begann aus Atlas-Sicht optimal. Nach wenigen Sekunden eroberte Marvin Osei im Mittelfeld den Ball und spielte einen Doppelpass mit Dimitrios Ferfelis, ehe er aus zentraler Position ins linke Eck vollendete – 2:0 (46.). Von einem Offensivfeuerwerk konnte anschließend zwar weiterhin keine Rede sein, aber Atlas ließ dafür hinten kaum etwas zu. Vorne waren die Delmenhorster derweil eiskalt. Der schönste Angriff des Tages führte zum 3:0. Tom Schmidt passte auf den eingewechselten Devin Isik, der das Auge für Luca Liske hatte. Der Neuzugang blieb cool und schloss trocken ab (75.).

In der Schlussphase kamen die Gastgeber dann noch mal auf. Nach einer Flanke von der rechten Seite nahm Thorsten Tönnies den Ball im Sechzehner mit der Brust an und vollstreckte volley – ein sehenswerter Treffer zum 1:3 (80.). Zwei Minuten später grätschte Makangu eine Hereingabe aus kurzer Distanz knapp neben den Kasten. Letztlich blieb es beim 3:1 für Atlas. „Wir haben trotzdem noch viel Arbeit vor uns“, meinte Key Riebau.

Weitere Informationen

SSV Jeddeloh - SV Atlas Delmenhorst 1:3 (0:1)

SSV Jeddeloh: Bohe - von Aschwege, Burkhardt, Hahn (46. Schaffer), Fredehorst, Temin (64. Bennert), Makangu, Minns, Samide (64. Janßen), Tönnies, Bastürk (46. Ziga)

SV Atlas Delmenhorst: Urbainski (46. Göretzlehner) - Plendiskis (64. Müller), Velkov, Karli, Stütz (64. Schindler), Rauh (64. Prießner), Eggersglüß, Osei, Ferfelis (64. Isik), Suew (46. Schmidt), Breustedt (46. Liske)

Tore: 0:1 Arnold Suew (35.), 0:2 Marvin Osei (46.), 0:3 Luca Liske (75.), 1:3 Thorsten Tönnies (80.) SEE

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