Handball

Relegationsspiele im September

Für die HSG Delmenhorst führt der Weg in die A-Jugend-Bundesliga über den VfL Horneburg. In zwei Partien wird der Aufsteiger ermittelt.
21.07.2020, 18:13
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Relegationsspiele im September
Von Justus Seebade

Das Abenteuer A-Jugend-Bundesliga nimmt für die HSG Delmenhorst immer konkretere Formen an. Dass die Qualifikation nach den Sommerferien absolviert werden soll, war bereits seit Längerem bekannt. Doch nun steht auch der anvisierte Zeitpunkt fest – und der Gegner sowie Modus gleich mit. Die Nachwuchshandballer treffen in zwei Relegationsspielen auf den VfL Horneburg, der die vergangene Saison in der B-Jugend-Oberliga ungeschlagen auf dem ersten Platz abschloss. Die Partien gehen nach aktuellem Stand am 5. oder 6. September in Delmenhorst und am 12. oder 13. September in Horneburg über die Bühne.

Die Verantwortlichen der HSG stellen sich auf eine schwierige Aufgabe ein. Für Trainer Dag Rieken sind die Horneburger „vielleicht sogar die herausforderndste“, die es hätte werden können. „Horneburg ist auf jeden Fall eingespielt. Sie verfügen offensichtlich über eine hervorragende Mannschaft, die geschlossen in die A-Jugend gehen wird“, sagt der Trainer der Delmestädter.

Im Sechserfeld der potenziellen Bundesligisten sind außerdem der ThSV Eisenach, Eintracht Hildesheim, der TSV Anderten und Nickelhütte Aue vertreten. Normalerweise werden die Aufsteiger im Jeder-gegen-jeden-Modus ermittelt, doch aufgrund der Corona-Krise reicht dafür in diesem Sommer die Zeit nicht. Daher gibt es nun drei Duelle mit Hin- und Rückspiel, die Sieger sind in der kommenden Saison in der Beletage des Jugendhandballs dabei.

„Wir waren ja lange Zeit im Ungewissen und hoffen natürlich, dass es sich so bewahrheiten wird. Das ist ja immer abhängig von Corona. Wichtig ist, dass wir jetzt zwei feste Termine haben und dass es sportlich ausgetragen wird“, meint Dag Rieken. Zur Debatte stand auch, dass eine Rangliste mit den sechs Mannschaften erstellt wird und die Entscheidung somit auf dem Papier fällt. In diesem Fall wäre die HSG nicht aufgestiegen.

Doch nun haben die Delmenhorster die große Möglichkeit. Die erste Phase der Vorbereitung ist vorbei, und Dag Rieken zieht ein positives Fazit. „Wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung und haben viel im physischen Bereich gearbeitet.“ Wegen der coronabedingten Einschränkungen war bekanntermaßen lange kein Körperkontakt erlaubt. „Das war aber nicht so tragisch, weil man in der ersten Vorbereitungsphase immer im athletischen Bereich arbeitet“, erklärt Rieken. Einheiten in der Halle gab es erst zum Ende hin. Damit ist zugleich klar, worauf in der zweiten Phase, die Anfang August beginnt, der Fokus liegen wird. „Wir werden neben der Athletik viel mit dem Ball arbeiten, um uns einzuspielen“, blickt der Coach voraus. Zudem soll es einige Testspiele geben.

Fünf Wochen haben Rieken und seine Mannschaft dann Zeit, um an den Abläufen zu feilen und so eine möglichst gute Grundlage für die Qualifikationsspiele zu schaffen. „Wir haben zwei Chancen. Die gilt es zu nutzen“, sagt Teammanager Jens Hafemann. „Wir haben den Mut gehabt. Wenn wir die Chance nutzen und wirklich in der Bundesliga spielen, dann haben wir einen Riesenschritt getan. Für uns als HSG, die sich immer in der Jugend engagiert hat, wäre das eine große Sache.“

Die Kaderplanung ist nahezu abgeschlossen. Die Akteure des Jahrgangs 2002 sind geblieben. Aus der eigenen B-Jugend und der Reserve sind die Rückraumspieler Niklas Schäfer und Lasse Hoyns sowie die Zwillinge Jannek und Janis Lehmkuhl zum Team gestoßen. Hinzu kommen einige externe Zugänge. Torwart Kai Ebeling wechselt von Nickelhütte Aue, Rückraumakteur Bjarne Niemeyer von der HSG Nienburg. Zudem trägt Joel Hafemann (zuvor TvdH Oldenburg) künftig das HSG-Trikot, er ist am Kreis beheimatet. Einen weiteren Zugang soll es noch im Tor geben. „Hier können wir erst Anfang August Vollzug vermelden“, sagt Jens Hafemann. Außerdem suchen die Delmenhorster noch eine Verstärkung auf der Rechtsaußenposition. Der Jugendspielausschuss des Deutschen Handballbundes hat unterdessen den terminlichen Rahmen der Saison 2020/21 abgesteckt. Die männliche Jugend-Bundesliga soll demnach am 26. und 27. September in die neue Spielzeit starten. Mit Blick hierauf ist der endgültige Meldetermin der Qualifikationsbereiche auf den 13. September verlegt worden.

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