Handball

Engelbart-Cup fällt aus

Der Engelbart-Cup der HSG Delmenhorst wird doch nicht ausgetragen. Vier Mannschaften haben ihre Teilnahme abgesagt.
16.09.2020, 17:02
Lesedauer: 1 Min
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Engelbart-Cup fällt aus
Von Michael Kerzel
Engelbart-Cup fällt aus

Den Pokal des Engelbart-Cups – hier präsentiert von HSG-Chef Jürgen Janßen (links) und Sponsor Manfred Engelbart – wird in diesem Jahr kein Team in die Höhe stemmen.

INGO MÖLLERS

Die HSG Delmenhorst hat den Engelbart-Cup abgesagt. Das Handball-Vorbereitungsturnier sollte an diesem Freitag und Sonnabend über die Bühne gehen. Die Ursache der Absage ist die Teilnahme des Herrenteams der HSG am Oldenburg-Cup am vergangenen Wochenende. Dort war ein Spieler des TV Cloppenburg anwesend – ohne selbst gespielt zu haben –, der hinterher positiv auf das Coronavirus getestet wurde (wir berichteten). Die Delmenhorster hatten keinen Kontakt zu dieser Person, teilt der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen mit.

Schutzmaßnahmen wie beispielsweise Tests aller Spieler der HSG seien nach Absprache mit dem Delmenhorster Gesundheitsamt nicht erforderlich beziehungsweise gar nicht möglich, teilt die HSG mit. „Vorsichtshalber hat die 1. Herren in dieser Woche bisher auf ihr Training verzichtet, es sind jedoch bei keinem Spieler irgendwelche Symptome aufgetreten und somit wird ab sofort wieder trainiert. Trotzdem haben drei Mannschaften aufgrund dieses Sachverhalts die Teilnahme an unserem Turnier abgesagt, hinzu kommt die Absage aus Bielefeld, da dort ein Spieler der zweiten Mannschaft positiv getestet wurde und hier auch direkte Kontakte zur ersten Mannschaft bestanden“, erklärt Jürgen Janßen.

Die Delmenhorster hätten das Turnier gerne veranstaltet. „Aus unserer Sicht handelt es sich bei drei Vereinen um übervorsichtige Reaktionen, die uns daran zweifeln lassen, dass die Punktspiel-Saison (trotz aller Hygienemaßnahmen) tatsächlich regulär durchgeführt werden kann“, sagt Janßen.

Der Verband habe, teilt Janßen mit, am vergangenen Wochenende bei der Staffeltagung bereits darauf hingewiesen, dass Spielverlegungen wegen unbegründeter Verdachtsmomente nicht infrage kommen und Vereine, die Punktspiele mit Hinweis auf unbegründete Corona-Verdachtsmomente absagen, nicht nur die Punkte verlieren, sondern eventuell sogar mit einer Strafe rechnen müssen. „Der Handball und wohl auch andere Amateur-Sportarten stehen vor einer schweren Zeit“, meint Janßen.

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