Handball

Ausweichstätte steht fest

Die HSG Delmenhorst wird ihre Punktspiele während der Sanierung der Stadionhalle in der Stadtbadhalle absolvieren. Zudem gibt es eine Liste der Hallen, in denen die Handballer trainieren können.
15.06.2020, 18:30
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Von Justus Seebade und Michael Kerzel
Ausweichstätte steht fest

Die HSG Delmenhorst wird in der kommenden Saison – wenn sie halbwegs planmäßig startet – zunächst in der Stadtbadhalle spielen.

TAMMO ERNST

Dass die Stadionhalle bis in den Herbst hinein nicht für Sport zur Verfügung steht, hat bekanntlich für Wirbel gesorgt. Vor allem Jürgen Janßen, Vorsitzender der HSG Delmenhorst, hat diesbezüglich seinen Unmut geäußert. Schließlich ist die Stadionhalle die Heimstätte der Handballer. Trainieren können sie dort nun erst mal einige Monate nicht – und zudem würde die Halle ihnen für die ersten Partien der kommenden Saison fehlen, wenn diese einigermaßen planmäßig beginnen sollte.

Nun gibt es bei der Beseitigung der Probleme jedoch Fortschritte. „Wir haben uns mit der Stadt, genauer gesagt mit Norbert Rieck (zuständig für Allgemeine Sportangelegenheiten der Stadt, Anmerkung der Redaktion) getroffen. Das Gespräch lief fair und konstruktiv“, sagt Jürgen Janßen. Erarbeitet wurde eine Übergangslösung, bis die Stadionhalle wieder für Sport genutzt werden kann. Aktuell hält die Politik dort Sitzungen ab, danach wird der Boden zwischen den Sommer- und Herbstferien saniert. Letztere enden am 23. Oktober.

Ob die Arbeiten dann wirklich beendet sein werden, ob es eventuell sogar schneller geht oder länger dauert – das kann die Stadtverwaltung nach jetzigem Stand noch nicht final beantworten. Hier gebe es noch „interne Abstimmungen“, als Stichwort nennt die Verwaltung das Vergabeverfahren. Auf jeden Fall soll die HSG alternative Trainingsmöglichkeiten bekommen. „Sofern sich die Arbeiten für die Bodenerneuerung nicht bis zum Ende der Herbstferien beenden lassen, sind dem Verein mehrere Zeiten in verschiedenen Sporthallen zur Verfügung gestellt worden“, heißt es aus dem Rathaus. In einer entsprechenden Liste sind folgende Sportstätten mit unterschiedlichen Zeiten aufgeführt: die Sporthallen an der Uhlandstraße, der Rosenstraße und am Stubbenweg, die Turnhallen Bungerhof, der Mosaikschule und der Parkschule, der Gymnastikraum der Parkschule und die Gymnastikhalle des Max-Planck-Gymnasiums.

Auch in normalen Zeiten trainieren die Handballer an der Rosenstraße und der Uhlandstraße sowie auch am Stubbenweg und in der Wehrhahnhalle. In Letzterer ist auch Backe erlaubt, sodass dort die Herren und die A-Junioren trainieren werden. Die Talente bereiten sich auf die Qualifikation zur Bundesliga vor. Um an dieser teilnehmen zu dürfen, muss die HSG eine Halle vorweisen, in der Bundesliga gespielt werden könnte, auch wenn die Qualifikation nicht in Delmenhorst gespielt werden wird. Aufgrund der Sanierung der Stadionhalle könnte diese für die potenziellen ersten Spiele der Jugendbundesliga jedoch ausfallen.

Hier sieht der Plan nun erst mal vor, dass die Stadtbadhalle als Ausweichstätte dient. „Wir haben uns darauf verständigt, dass zumindest die Herren und die A-Junioren dort spielen dürfen, die restlichen Teams in der Wehrhahnhalle. Wir werden versuchen, Heimspiele zu tauschen, und müssen mit Partien vielleicht schon am Samstagmorgen anfangen“, blickt Jürgen Janßen voraus.

Dass die HSG während der Sanierung der Stadionhalle für ihre Ligapartien in die Stadtbadhalle ausweichen kann, bestätigt auch die Stadtverwaltung. „Es wurde vereinbart, dass die HSG Delmenhorst die Punktspiele in der Sporthalle Am Stadtbad ausrichten wird. Entsprechende Termine werden in Koordination mit den Basketballern des Delmenhorster TV bei der Hallenvergabe gemacht“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Neben der HSG und dem Delmenhorster TV sind laut der Stadtverwaltung auch der Fechtclub Grün-Weiß und der HC Delmenhorst von der renovierungsbedingten Sperrung der Stadionhalle betroffen.

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