Handball-Oberliga

HSG will über die Abwehr zum Erfolg kommen

Die HSG Delmenhorst will am ersten Spieltag zwei Punkte beim SV Beckdorf holen, erwartet aber eine schwere Partie.
01.10.2020, 16:22
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
HSG will über die Abwehr zum Erfolg kommen
Von Michael Kerzel

Die HSG Delmenhorst gehört zu den Favoriten in der bevorstehenden Saison in der Handball-Oberliga Nordsee, der SV Beckdorf wird erwartungsgemäß gegen den Abstieg kämpfen. Die Favoritenrolle ist also eigentlich verteilt am ersten Spieltag, wenn die HSG am Sonnabend beim SVB um 19.30 Uhr auf das Parkett tritt.

Doch in dieser Spielzeit ist eben nichts wirklich klar. Mehr als ein halbes Jahr haben die Teams keine Pflichtspiele bestritten, das aktuelle Leistungsvermögen der Teams ist ungewiss. Die HSG hatte zudem Probleme, Testspielgegner zu finden, die Generalprobe Engelbart-Cup fiel beispielsweise aus. Unzweifelhaft ist, dass sich die HSG möglichst keine Ausrutscher gegen vermeintlich Teams aus den unteren Regionen erlauben sollte, wenn sie im Kampf um die Topplatzierungen nicht früh ins Hintertreffen geraten will. „Ein erstes Spiel hat immer seine Tücken. Gerade nach einer so langen Pause ist es schwierig. Was man so hört, erwarten die Beckdorfer, gegen den Abstieg zu spielen, aber das kann auch Tiefstapelei sein“, mutmaßt HSG-Coach Jörg Rademacher.

Beckdorf schloss die vergangene Saison mit 13:25-Punkten auf Platz elf der 14er-Staffel ab, die HSG landete mit 26:14-Zählern auf Platz drei. Daheim präsentierte sich der SVB jedoch wettbewerbsfähig: Unter anderem gewann die Sieben gegen den VfL Fredenbeck und holte einen Punkt gegen den späteren Drittliga-Aufsteiger ATSV Habenhausen. Gegen die HSG zogen die Beckdorfer zweimal den Kürzeren, allerdings nur mit 29:31 (in Delmenhorst) und mit 35:38. „In Beckdorf kann man auch mal verlieren“, sagt Rademacher.

Generell sei er vorsichtig: „Man hat gehört, dass die älteren Spieler aufgehört haben. Jetzt sollen doch wieder welche dabei sein. Sie haben auch gute Leute dazu bekommen. Wir werden gut vorbereitet sein“, sagt Rademacher. Er erwartet, dass seiner eigenen Sieben in der Offensive noch etwa 20 bis 30 Prozent fehlen, die Defensive stehe aber bereits gut. „Wir müssen über die Abwehr kommen, weil wir vorne die Sicherheit noch nicht haben. Wir wollen einfache Tore verhindern, nicht in Gegenstöße laufen und hinten Beton anrühren. Vorne werden wir immer in der Lage sein, aus dem Rückraum heraus den Gegner zu schlagen“, meint Rademacher.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+