Hockey-Oberliga HC Delmenhorst hält die Klasse

Die Herren des HCD haben ihren Saisonabschluss gegen den Club zur Vahr verloren, aber von anderen Resultaten profitiert. Somit halten sie die Klasse.
25.02.2020, 11:45
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HC Delmenhorst hält die Klasse
Von Justus Seebade

Am Ende galt das Prinzip Hoffnung. Die Hockey-Spieler des HC Delmenhorst hatten zum Abschluss der Oberliga-Hallensaison gegen den Meister Club zur Vahr mit 3:10 (2:7) verloren. Das war an sich keine große Überraschung, schließlich waren die Hansestädter als glasklarer Favorit in die Partie gegangen. Aber dennoch hatten die Delmestädter nun keine Chance mehr, den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. Was allerdings selbst bei einem Sieg nicht geklappt hätte, denn der Sechste DHC Hannover II hatte sein Spiel gewonnen. Zumindest konnten sie nicht mehr auf den letzten Rang abstürzen, denn das Schlusslicht Hannover 78 II hatte erwartungsgemäß gegen den Bremer HC den Kürzeren gezogen.

Doch ob der siebte Rang zum Klassenerhalt reichen würde, hing von den Ergebnissen aus der Regionalliga ab. Also warfen die Delmenhorster nach dem Abpfiff schnell den Blick aufs Handy – und durften sich über die erlösende Nachricht freuen. Die Erstvertretung von Hannover 78 hatte den Harvestehuder THC II bezwungen, zog am UHC Hamburg II vorbei und entging dadurch dem Abstieg. Das bedeutete zugleich, dass der HCD ebenfalls in seiner Klasse bleiben darf.

Das Team von Henning Bremer hatte damit sein Primärziel erreicht, was den Trainer entsprechend freute. „Wir wollten Sechster werden, aber der Klassenerhalt steht über allem. Wir sind froh, dass das geklappt hat“, sagte Bremer. Wenngleich das abschließende Duell mit dem Club zur Vahr verloren ging, zeigte er sich mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Im Hinspiel war sie noch mit 3:21 unter die Räder gekommen, dieses Mal lief es deutlich besser. „Das war ein Schritt, den wir am Ende gerne mitgenommen haben“, meinte Bremer.

Auch im letzten Saisonspiel hatten die Delmenhorster wieder mit personellen Sorgen zu kämpfen. Dieses Mal konnten Andi Klein und Robert Hader nicht mitwirken. Dass immer wieder Akteure fehlten, war ein Problem, das sich durch die vergangenen Monate zog. „Insgesamt muss man sagen, dass wir unter den Verletzten ein bisschen gelitten haben“, erklärte Bremer. Allerdings gab es in seinen Augen noch einen anderen Grund für die letztlich nicht gänzlich zufriedenstellende Ausbeute von neun Punkten aus 14 Partien. „Wir hatten eine Weiterentwicklung in der Mannschaft, aber es hat noch nicht alles auf Oberliga-Niveau stattgefunden. Wir haben uns die Liga nicht so fordernd vorgestellt“, sagte der HCD-Coach. Wenn sein Team mal höher führte, hätten sich Unkonzentriertheiten eingeschlichen. In solchen Situationen „waren wir vom Kopf her nicht da“.

Dennoch boten die Delmenhorster auch einige überzeugende Vorstellungen. Als Höhepunkt bezeichnete Bremer mit der 10:13-Pleite gegen den Bremer HC eine Begegnung, die seine Schützlinge zwar als Verlierer beendeten, in der sie sich aber prima verkauften. Zwischenzeitlich hatten sie sogar mit 4:1 geführt. Das Spiel sei mit hoher Geschwindigkeit geführt worden, erinnerte sich Bremer. „Das hat den Zuschauern und der Mannschaft richtig Spaß gemacht“, meinte er rückblickend. Auch vom Gegner habe es danach lobende Worte gegeben, „da haben ganz viele Kraft draus gezogen.“

Die HCD-Herren legen jetzt eine kurze Pause ein, „damit alle mal durchatmen können“, wie Bremer erklärte. Am 9. März starten sie dann in die Vorbereitung auf die Feldsaison, die für sie am 18. April wieder beginnt.

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