Hockey

Optimismus trotz Warteschleife

Der zweite Teil der Feldsaison verschiebt sich für den HC Delmenhorst nach hinten. Den Herren stehen in der Oberliga nun deutlich mehr Spieler zur Verfügung.
29.03.2020, 14:16
Lesedauer: 3 Min
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Optimismus trotz Warteschleife
Von Justus Seebade
Optimismus trotz Warteschleife

Für Jan von Bassen und den HC Delmenhorst sieht es in der Oberliga gut aus. Derzeit belegt das Team den vierten Platz.

Ingo Möllers

Eigentlich hätte es in knapp drei Wochen wieder losgehen sollen – eigentlich. Doch die Coronakrise sorgt auch im Hockey dafür, dass die ursprünglichen Planungen über den Haufen geworfen werden. Am 18. April sollte die Feldsaison in der Herren-Oberliga fortgesetzt werden, doch die ersten zwei Spieltage sind schon mal abgesagt worden. So muss sich auch der HC Delmenhorst in Geduld üben.

Im Lager des HCD geht man nach aktuellem Stand davon aus, dass es im Mai weitergehen kann. „Das ist das, was man von allen Seiten hört“, erklärt Rene Pawelski, Vertreter Erwachsenenhockey und Betreuer des Herrenteams. Die Ausgangslage der Delmenhorster ist alles andere als schlecht. Sie belegen in der Achterstaffel mit zehn Punkten aus sechs Partien derzeit den vierten Platz. Was das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt betrifft, sieht es bereits sehr gut aus. Und da sich die Mannschaft im Vergleich zur ersten Hälfte der Spielzeit verstärkt hat, sind die Ansprüche nun sogar noch etwas gestiegen. Der HCD würde am Ende gerne auf Rang drei oder vier einlaufen. „Das ist ein realistisches Ziel“, meint Rene Pawelski.

In den Kader ist ordentlich Bewegung gekommen. Hendrik Sandermann ist vom Hanseatischen Hockey-Club an die Delme gewechselt. Thorsten Stöver verließ die Hanseaten bereits in der Hallensaison und schloss sich dem HCD an. Neu dabei ist zudem Jan Ahrens. Marten Tönjes kehrt nach einem Armbruch zurück, Hendrik Reimers greift nach einer Auszeit wieder zum Schläger. Auch Maximilian Meyer steht nach auskurierter Knieverletzung wieder zur Verfügung. Darüber hinaus begrüßen Pawelski und Trainer Henning Bremer fünf Akteure, die aus dem eigenen Nachwuchs aufrücken: Benjamin Thölke, Joris Gomolla, Lennart Lersch, Morten Matthes und Bennet Scheper. Verzichten müssen die Delmestädter hingegen voraussichtlich auf Jan Speer, den eine Knieverletzung ausbremst.

An Auswahl mangelt es insgesamt aber nicht. „Wir sind das gar nicht mehr gewöhnt“, meint Pawelski schmunzelnd. Die gestiegene Quantität bedeutet aber auch, dass sich die Spieler ins Zeug legen müssen. „Wir können auf die Leistung gucken. Wer am besten trainiert, steht im Kader“, stellt der Betreuer klar. In der Hinrunde mussten die Delmenhorster aufgrund des kleinen Aufgebots einige Punktverluste hinnehmen – ein Problem, das nun nicht mehr bestehen sollte.

Bei den Damen des HCD, die in der Verbandsliga aktiv sind, stand das erste Spiel der zweiten Saisonhälfte bereits theoretisch auf dem Programm. Für den 22. März war die Partie beim HC Hannover angesetzt, die aufgrund der Situation rund um das Coronavirus aber natürlich nicht ausgetragen wurde. Auch hier soll die Saison nach derzeitigem Stand im Mai weitergehen.

Da Ulli Hader, nachdem der Oberliga-Klassenerhalt in der Halle erreicht war, aus beruflichen Gründen als Trainer zurücktrat, brauchten die HCD-Damen einen neuen Coach. Interimsmäßig stehen nun Nils Hübner und Peter Lüschen an der Seitenlinie, die eigentlich beide hauptsächlich in der Nachwuchsabteilung tätig sind – Hübner als Jugendkoordinator, Lüschen als Trainer.

Die allgemeinen Ziele der Delmenhorsterinnen sind, den Schwung des Klassenerhalts in der Halle mitzunehmen und die jungen Akteurinnen zu integrieren. Auch sie verfügen über einen großen Kader, der 20 Spielerinnen umfasst. „Wir können uns breiter aufstellen“, freut sich Pawelski. Konkret wollen die HCD-Damen den zweiten Platz, den sie momentan in der Tabelle innehaben, auch halten. Innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre soll dann der Aufstieg in die Oberliga auf dem Feld gelingen.

Insgesamt zeigt sich Rene Pawelski mit Blick auf beide Teams zuversichtlich. „Wir sind ganz optimistisch“, sagt er. Auch wenn man nicht genau weiß, wann der Ligabetrieb wieder aufgenommen werden kann. Diesem Zeitpunkt fiebern die Delmenhorster entgegen. „Irgendwann kommt die Normalität wieder. Dann können wir unserem Hobby nachgehen“, blickt Pawelski voraus.

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