Handball HSG Delmenhorst: Mit Synergien in die Zukunft

Die HSG Delmenhorst holt mit Dag Rieken einen erfahrenen Coach für die A-Jugend. Künftig sollen Nachwuchs und Herrenbereich enger miteinander verzahnt werden.
05.03.2020, 17:25
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HSG Delmenhorst: Mit Synergien in die Zukunft
Von Justus Seebade

Jürgen Janßen wählte ausgesprochen warme Worte. Einen „neuen, namhaften Trainer“ werde man vorstellen, teilte der Vorsitzende der HSG Delmenhorst vor einigen Tagen mit. Nun steht fest, wen er damit meinte – und für welche Mannschaft dieser neue, namhafte Coach verantwortlich sein wird. Dag Rieken steht demnächst bei der A-Jugend der HSG, die aktuell in der Oberliga spielt, an der Seitenlinie. Wann genau sein Engagement beginnt, ist noch nicht ganz klar. Rieken wird diesbezüglich mit dem derzeitigen Trainer Thies Kohrt Rücksprache halten.

Dass Kohrt den Nachwuchs nicht über diese Saison hinaus betreut, war von vornherein so abgesprochen. Das ist aus beruflichen Gründen nicht möglich. „Er hat wirklich einen sehr guten Job gemacht“, ist Jürgen Janßen dem Noch-Übungsleiter dankbar. Auch dessen Nachfolger würdigt Kohrts Arbeit. „Die gute Ausgangsposition ist der Verdienst von Thies“, stellt Dag Rieken klar.

Der 50-Jährige ist in der hiesigen Handball-Szene wahrlich kein Unbekannter – im Gegenteil. Rieken war unter anderem viele Jahre für die Herren des TV Neerstedt verantwortlich, zuletzt trainierte er die HSG Barnstorf/Diepholz in der Oberliga Nordsee. Der Lehrer bringt jede Menge Erfahrung mit und soll mit dieser die Zukunft der HSG mitgestalten. Die A-Jugendlichen sollen für den Einstieg in den Herrenbereich gerüstet werden. In der ersten Mannschaft steht laut Janßen in zwei Jahren ein Generationswechsel an, und das derzeitige Niveau will man auf jeden Fall halten.

Die HSG hat sich dafür klare Ziele gesteckt. Der Handball-Standort Delmenhorst soll weiter gestärkt, die Verzahnung von Jugend und Herren vorangetrieben werden. Das bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf die Oberliga-Mannschaft, sondern auch auf die Reserve in der Landesliga und das dritte Team. Der Austausch untereinander soll ein elementarer Faktor werden. „Wir werden konzeptionell zusammenarbeiten“, erklärt Jens Hafemann, Förderer im Jugendbereich der HSG. Dabei gehe es etwa um eine gemeinsame Spielphilosophie und Trainingsinhalte. Sich zusammen weiterzuentwickeln, eine Einheit zu bilden – „das ist der Weg, der in die Zukunft führen wird“, sagt Hafemann. Man habe die Möglichkeit, den Nachwuchs von unten langsam an den Herrenbereich heranzuführen. „Das ist eine sehr gute Konstellation“, findet Hafemann.

Was sich die Spielgemeinschaft für die Zukunft vorgenommen hat, gefällt auch Dag Rieken. „Es war für mich sofort eine interessante Option, als Trainer hier zu arbeiten. Die HSG ist ein sehr guter Verein mit sehr viel Potenzial“, sagt der 50-Jährige. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sich die HSG „gut und professionell“ entwickelt habe. Es gebe viele Jugendliche, die man für den Handballsport begeistern kann. „Das alles waren für mich Kriterien“, sagt Rieken, der genau weiß, was von ihm erwartet wird. „Die Aufgabe für mich wird sein, erfolgreich zu sein und die Jungs weiter gut auszubilden.“ So soll dem Nachwuchs der Weg geebnet werden.

Dass die zweite Mannschaft in der Landesliga spielt, stellt auch für Rieken hierbei eine „sehr gute Konstellation“ dar. Die Härte sei eine ganz andere als in der Jugend. „Das ist ein gutes Probierbecken für die Jungs“, meint Rieken. Im Idealfall gelinge es dann, die Talente in den Oberliga-Kader zu hieven. „Das schafft Identifikation.“ Dass Rieken und Jörg Rademacher, Coach der 1. Herren, sich gut kennen, dürfte dabei von Vorteil sein.

Neben der Zukunft gibt es aber natürlich auch die Gegenwart, und die kann sich aus Sicht der A-Jugend absolut sehen lassen. „Wir haben einen starken Jahrgang, der gut dasteht“, betont Jens Hafemann. Wenn es weiterhin wie gewünscht läuft, kann man vielleicht sogar die Qualifikation zur Bundesliga spielen. In jedem Fall erhoffen sie sich bei der HSG viel von der Verpflichtung Dag Riekens. „Wir haben jetzt mit Dag in der Jugend einen Leuchtturm gesetzt“, sagt Hafemann.

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