Handball-Oberliga HSG Delmenhorst will Platz sechs verteidigen

Die HSG Delmenhorst trifft an diesem Sonnabend auf den TuS Rotenburg. Die Gäste holten auswärts das letzte Mal vor einem halben Jahr Punkte, sodass die HSG favorisiert ist.
21.03.2019, 16:14
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HSG Delmenhorst will Platz sechs verteidigen
Von Michael Kerzel

Delmenhorst. Jörg Rademacher hat es in dieser Spielzeit oft gesagt: Er will mit der HSG Delmenhorst Platz sechs in der Handball-Oberliga Nordsee erreichen. Mal will die HSG den Platz verteidigen, mal muss sie ihn erobern. Aktuell belegt sie diesen Rang mit 21:19 Punkten. Am vergangenen Spieltag fegten die Delmenhorster den Siebten, die SG Achim/Baden, aus der heimischen Stadionhalle. Das soll nun auch gegen den Achten TuS Rotenburg klappen.

Die Rotenburger haben drei Zähler weniger auf dem Konto, die HSG könnte diesen Kontrahenten mit einem Heimsieg also deutlich distanzieren. Platz sechs hat in dieser Saison keine besondere Bewandtnis – aber voraussichtlich in der kommenden. Und die HSG will hier schon mal Ansprüche anmelden. Rademacher geht davon aus, dass in der übernächsten Spielzeit eine Regionalliga zwischen der Dritten Liga und der Oberliga eingeführt wird. Um sich für diese zu qualifizieren, müssten es die Delmestädter wohl unter die ersten sechs schaffen.

Die Gäste reisen mit einer Niederlagenserie im Gepäck an. Viermal in Folge zogen sie zuletzt den Kürzeren, trafen dabei allerdings auch auf drei Mannschaften aus dem Spitzenquartett. Eine weitere Statistik spricht gegen einen Erfolg des TuS: Bei neun Auswärtsauftritten kassierten die Rotenburger acht Niederlagen. Lediglich beim abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Bremervörde setzten sie sich durch. Und das liegt länger als ein halbes Jahr zurück.

Die HSG fährt derzeit durchaus zu erwartende Ergebnisse ein: In den vergangenen sechs Partien unterlag sie drei in der Tabelle über ihr platzierten Teams und schlug drei tiefer rangierende Mannschaften. In diesem Zeitraum wechselten sich Siege und Niederlagen durchgehend ab. Das letzte Mal, dass die Rademacher-Sieben zwei Siege am Stück holte, war im November vergangenen Jahres. Da allerdings gewannen die Delmestädter gleich fünfmal in Serie.

Im Hinspiel setzten sich die sehr heimstarken Rotenburger mit 35:29 durch. Es war der vierte Spieltag, die HSG hatte mit großen personellen Sorgen zu kämpfen, dennoch passte auch die Leistung nicht unbedingt, vor allem die Rückwärtsbewegung stieß Rademacher sauer auf. Rotenburg kam immer wieder zu einfachen Toren über die erste und zweite Welle. „Wir wollten dieses Tempospiel unterbinden. Das hat mit der Verletztenmisere auch gar nichts zu tun“, sagte der Coach damals. Die grundlegenden Stärken der Rotenburger haben sich nicht geändert, auch wenn sie diese auswärts selten zeigen.

Das HSG-Team vom Saisonauftakt ist mit dem aktuellen derweil kaum zu vergleichen, mittlerweile sind die meisten Spieler fit, zudem ist die Truppe eingespielt. Die HSG geht favorisiert in die Begegnung. Mit einem Sieg käme sie Platz sechs in der Endabrechnung ein gutes Stück näher. Anpfiff ist am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Stadionhalle an der Düsternortstraße.

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