Handball-Oberliga

HSG Delmenhorst will Wiedergutmachung

Vor der knapp einmonatigen Winterpause empfängt die HSG Delmenhorst die punktgleiche HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Mit einem Sieg würde die Sieben von Trainer Jörg Rademacher Platz vier verteidigen.
12.12.2019, 15:46
Lesedauer: 2 Min
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HSG Delmenhorst will Wiedergutmachung
Von Michael Kerzel

Die HSG Delmenhorst hatte Fahrt aufgenommen in der Handball-Oberliga: Mit überzeugenden Leistungen setzte sich die Sieben von Trainer Jörg Rademacher beim TV Bissendorf-Holte, gegen den VfL Fredenbeck und beim Elsflether TB durch. Zwei Heimsiege vor der knapp einmonatigen Pause über den Jahreswechsel sollten folgen. Doch daraus wurde nichts, da die Delmenhorster ebenso klar wie unerwartet daheim gegen das Kellerkind SG Achim/Baden mit 26:32 verloren. Fans, Trainer und Spieler waren gleichermaßen über die Leistung erschrocken. Es stimmte all das nicht, was in den Vorwochen gut gelaufen war. Nun haben die Rademacher-Mannen eine Chance zur Wiedergutmachung: An diesem Sonnabend (Anpfiff: 19.15 Uhr) ist die HSG Schwanewede/Neuenkirchen zu Gast in der Stadionhalle. „Wir wollen natürlich einen guten Jahresabschluss für uns und auch für die Zuschauer“, sagt Rademacher.

Beide HSG stehen bei 14:8 Punkten. Erstaunlicherweise haben es die Schwaneweder dabei hinbekommen, ein Torverhältnis von minus 21 aufzubauen. Sechs der sieben Siege fuhren sie mit einem oder zwei Toren Vorsprung ein, was für ihre Nervenstärke spricht. Gegen die Topteams ATSV Habenhausen und TV Cloppenburg setzte es herbe Packungen (22:35 und 27:44). Delmenhorst steht bei plus 21 Toren. Der Toreschnitt beider Teams ist ähnlich. Delmenhorst liegt bei 28,9 – Schwanewede bei 28,4. Die Gäste kassierten jedoch deutlich mehr Tore (333:297).

Unabhängig vom Spielergebnis gegen Schwanewede ist Rademacher mit dem Handballjahr sehr zufrieden. „Es war sehr positiv für die HSG. Wir sind im zweiten Jahr in der Oberliga, sind letzte Saison Fünfter geworden und stehen jetzt auf Rang vier mit acht Minuspunkten, vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt zwölf. Und in den Jahren davor ging es in der Oberliga immer gegen den Abstieg“, berichtet Rademacher, der die Delmenhorster vor rund zweieinhalb Jahren übernahm, nachdem diese in die Verbandsliga abgestiegen waren. Die Mannschaft befinde sich, sagt Rademacher, in einem Entwicklungsprozess. „Das Spiel gegen Achim war natürlich ein Nackenschlag. Der war ärgerlich und bitter, aber damit muss man immer mal rechnen. Die Mannschaft lernt daraus, reift und wird besser. Diese Niederlage wird uns nach vorne bringen“, meint der HSG-Coach.

Gegen Schwanewede erwartet Rademacher einen anderen Auftritt seiner Mannen: „Wir dürfen uns nicht noch mal so präsentieren wie gegen Achim. Das habe ich der Mannschaft auch gesagt. Und ich bin mir sicher, dass die Jungs anders auftreten werden“, blickt er voraus. Rademacher erwartet eine Partie auf Augenhöhe. „Schwanewede hat eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern, kann eine gute Abwehr stellen und hat einen wurfgewaltigen Rückraum“, zählt er auf. Schlüssel zum Sieg ist der Komplex aus Torwart und Abwehr und schnellen Gegenstößen. „Das Umkehrspiel hat gegen Achim gar nicht stattgefunden. Aber wir müssen vieles verbessern. Effektivität, Einstellung etc. Schlechter als gegen Achim kann es nicht werden“, sagt Rademacher.

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