Hockey-Oberliga

Lüschen ist Urgestein und Leistungsträger

13 Jahre Vereinstreue kann Fridolin Lüschen, Angreifer des HC Delmenhorst, bis jetzt vorweisen. Auf seinem Weg zum besten Torschützen der laufenden Hockey-Oberliga-Saison spielte er in allen Jugendteams.
07.06.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stephen Kraut

13 Jahre Vereinstreue kann Fridolin Lüschen, Angreifer des HC Delmenhorst, bis jetzt vorweisen. Auf seinem Weg zum aktuell besten Torschützen der laufenden Hockey-Oberliga-Saison spielte der 19-Jährige in allen Jugendteams. Über einen Wechsel in eine höhere Spielklasse hat er nie nachgedacht, in der Regionalliga will er möglichst bald mit dem HCD antreten.

Das Saisonziel Aufstieg haben die Oberliga-Hockeyspieler des HC Delmenhorst knapp verpasst, in den verbleibenden Partien kann der Tabellenzweite nicht mehr weiter nach oben klettern. Trotzdem konnten die Delmenhorster in ihrer dritten Saison in dieser Spielklasse oft überzeugen. Besonders Fridolin Lüschen, mit bislang 14 Treffern und sieben Vorlagen der Topscorer der Liga, war erneut einer der Leistungsträger des Teams von Ulli Hader. „Er könnte auch eine wichtige Rolle in einem Team der 2. Bundesliga übernehmen und in der 1. Liga sicherlich auch mitspielen“, hält Hader große Stücke auf den Angreifer. Solche Gedanken sind Lüschen selbst dagegen fremd. „Solange ich in der Region lebe, möchte ich für Delmenhorst spielen“, betont er.

Nein, zufrieden ist er mit der laufenden Saison nicht, stellt Lüschen klar. Zwar habe er häufig gut gespielt, „aber ich hatte auch schlechte Tage“, sagt er. Noch mehr ärgert ihn allerdings das verpasste Saisonziel: „Wir haben den Aufstieg wieder nicht geschafft“, erläutert das Delmenhorster Urgestein. Seit er sechs Jahre alt ist, spielt der 19-Jährige beim HCD, durchlief dort alle Jugendteams und schaffte schließlich den Sprung in die erste Herrenmannschaft.

Dynamisch und antrittsschnell

Dass er dort einmal zu den besten Torschützen gehören würde, sei früher noch nicht abzusehen gewesen, verrät sein Trainer. „Er war nicht immer so eine Rakete“, erinnert sich Hader, der seinen Spieler schon kennt, seitdem dieser mit dem Hockey anfing. „Damals war er sehr wuselig. Das ist er zwar heute auch noch, aber inzwischen weiß er es besser zu nutzen“, berichtet der Coach weiter. „Fridolin lebt von seiner Dynamik und dem Antritt.“ Damit gehöre der Angreifer zu den besten Elf seines Teams, sagt Hader. „Wenn er vernünftig trainiert, ist er auch einer der besten Sechs.“ Dass der 19-Jährige in der Vergangenheit trotz seiner Qualitäten dem HCD treu blieb, liegt laut Hader auch daran, dass der Verein auf nationalen Turnieren im Jugendbereich immer gut mithalten konnte. „Wir haben schon einige Leute, die Hockey spielen können“, betont er. Zum anderen will Lüschen selbst eben auch nicht weg. „Wenn ich den Verein nicht aus beruflichen Gründen wechseln muss, möchte ich weiterhin in Delmenhorst spielen“, stellt er noch einmal klar.

Mit dieser Einstellung ist Lüschen keineswegs alleine im Team: „Viele Spieler haben eine ähnliche Karriere bei uns hinter sich wie er“, sagt Hader mit Blick auf die vielen Eigengewächse in der ersten Herren-Mannschaft. Der Name Lüschen ist zudem bekannt beim HC Delmenhorst, nicht nur wegen Fridolin. „Ein Onkel ist 2. Vorsitzender, der andere Schatzmeister. Mein Vater ist außerdem Schiedsrichter-Obmann“, berichtet der 19-Jährige.

Niederrhein-Pokal als Höhepunkt

In den 13 Jahren beim HCD feierte der Angreifer einige Erfolge mit den verschiedenen Teams. Besonders in Erinnerung ist ihm dabei der Gewinn des Niederrhein-Pokals mit einer Auswahl aus A- und B-Jugendlichen vor einigen Jahren geblieben. Die Konkurrenz aus ganz Deutschland sei groß gewesen, „uns kannte dagegen niemand“. Auch mit der Stadt Delmenhorst konnten die meisten anderen Teilnehmer nichts anfangen“, erinnert er sich. Trotzdem setzte man sich am Ende durch. „Das war schon klasse.“

Der nächste Höhepunkt in Lüschens Karriere soll nun der Aufstieg in die Regionalliga sein. „Das hat im Verein noch niemand geschafft. Ich denke, wir als Mannschaft sind aber bereit dazu“, sagt er. Seine persönlichen Ziele sind da auch wenig überraschend: „Ich möchte mich weiter verbessern. Und natürlich mit Delmenhorst in der höheren Liga spielen.“

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