Hockey

Mission Ligaverbleib

Der HC Delmenhorst will die Klasse halten – und hat den ersten Schritt schon mal gemacht. Gegen Goslar feierte das Team einen 5:3-Erfolg.
27.08.2019, 17:43
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Mission Ligaverbleib
Von Justus Seebade

Delmenhorst. Für Henning Bremer ist die Sachlage vollkommen klar. „Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt. Nichts anderes ist realistisch“, sagt der Trainer des Hockey-Oberligisten HC Delmenhorst. Für ihn und sein Team hat die neue Feldsaison am vergangenen Wochenende begonnen – und das auf äußerst positive Art und Weise. Beim Goslarer HC 09 setzte sich der Aufsteiger mit 5:3 durch. Ein erster Schritt bei der Mission Ligaverbleib ist damit gemacht.

„Wir sind hundertprozentig zufrieden mit der Leistung“, freut sich Bremer über den gelungenen Auftakt. Seine Mannschaft sei mit zwei Akteuren weniger als gedacht in die Auswärtspartie gegangen, habe sich den Erfolg aber mit einer starken Moral erkämpft. Zu Beginn war den Delmenhorstern noch eine gewisse Nervosität anzumerken, die sich im weiteren Spielverlauf jedoch schnell legte. Maximilian Meyer (19.) und Marten Tönjes (23.) wandelten so den frühen Rückstand (7.) in eine 2:1-Führung um. Die Gastgeber glichen zwar zum 2:2 (33.) und nach Meyers zweitem Treffer (37.) noch ein weiteres Mal aus (40.), doch anschließend machten Tim Speer in der 45. Minute und wieder Meyer in der 58. Minute den Sieg des HCD perfekt. Bei Goslar schwanden die Kräfte zum Schluss merklich.

Dass die Delmestädter die Punkte entführten, war schon allein deshalb enorm wichtig, da der HC 09 aller Voraussicht nach ein Konkurrent im Abstiegskampf sein wird. „Wir müssen vor Goslar landen. Dafür haben wir jetzt einen ganz guten Grundstein gelegt“, urteilt Bremer, für den die Liga generell relativ schwierig einzuschätzen ist. Schließlich sind viele Zweitvertretungen dabei, und bei denen ist es ja bekanntlich kaum vorherzusehen, mit welchem Personal sie letztlich antreten, ob sie Verstärkungen aus den ersten Teams bekommen und wenn ja, wie viele. Davon hängt wiederum maßgeblich ab, wie sie letztlich abschneiden. Überraschungen sind da alles andere als ausgeschlossen. Der erste Spieltag hat da direkt ein passendes Beispiel geliefert. Der DTV Hannover II bezwang das vom Delmenhorster Coach stark eingeschätzte Hannover 78 mit 4:1.

Personell sieht Bremer seine Mannschaft gut aufgestellt, auch wenn es diesbezüglich im ersten Saisonspiel gleich einen Wermutstropfen gab. Torschütze Marten Tönjes zog sich einen Handgelenkbruch zu. „Er hat sich immer mehr reingespielt und wird nun leider ausfallen“, bedauert Bremer die Verletzung. Ganz verzichten muss er seit dieser Saison auf Lennart Garms, der berufsbedingt nicht mehr für den HCD aufläuft.

Auf der anderen Seite stehen dem Coach zwei Neue zur Verfügung, wobei der eine ein alter Bekannter ist. Ulli Hader kehrt vom Club zur Vahr zurück an die Lethestraße. Einen etwas weiteren Weg hat Åke Schröder hinter sich, der aus Rüsselsheim kommt und ein Freiwilliges Soziales Jahr beim HCD absolviert. In Hessen sammelte Schröder bereits Oberliga-Erfahrung. „Er wird uns im Sturm verstärken“, erklärt Bremer. Drei gestandene Akteure bilden derweil die Korsettstangen des Teams. Eine ganz wichtige Rolle spielt Robert Hader, der „überall auf dem Platz zu finden ist“, wie Bremer sagt. Hinzu kommen der technisch versierte Jan von Bassen und Mittelfeldmotor Tim Speer.

Für die Delmenhorster geht es in der Liga an diesem Sonnabend gegen den HC Göttingen weiter, der zum Auftakt ein 0:5 beim DHC Hannover II kassierte. Die Partie beginnt um 16 Uhr. „Wir haben jetzt drei Heimspiele vor uns, aus denen wir mindestens vier Punkte holen wollen“, kündigt Bremer an. Wenn das seinem Team gelingen sollte, „stehen wir ganz gut da.“

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