Niedersachsenpokal

Nathalie Heeren erzielt das goldene Tor

Die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben sich gegen die TSG Burg Gretesch durchgesetzt und den Pokal gewonnen. Damit qualifizierte sich die Elf für die erste Runde des DFB-Pokals in 14 Tagen.
13.09.2020, 20:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Hannah Eilers
Nathalie Heeren erzielt das goldene Tor

Nathalie Heeren erzielte in Barsinghausen das 1:0 in der 77. Minute. Es war der einzige Treffer im Pokalfinale.

Michael Winter

Bereits zum sechsten Mal dürfen sich die Frauen des TV Jahn Delmenhorst über den Gewinn des Niedersachsenpokals freuen. Mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen die TSG Burg Gretesch entschieden die Regionalliga-Fußballerinnen um Trainer Jörg Beese das Finale der Saison 2019/2020 für sich – der Siegtreffer fiel durch Nathalie Heeren in der 77. Spielminute. Mit diesem Sieg ziehen die Damen in die erste Runde des DFB-Pokals ein, wo sie Ende September gegen einen Vertreter aus Bremen antreten werden.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, resümierte Jahn-Coach Beese im Anschluss an das Finale, das im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen ausgetragen wurde. „Burg Gretesch war sehr motiviert und hat vor allem in der ersten Halbzeit viel Energie investiert. Darauf waren wir nicht wirklich vorbereitet, wir haben viel zu hektisch agiert“, berichtete er. So gelang es der TSG, den Delmenhorsterinnen den eigenen Spielstil aufzuzwingen und viele lange Bälle zu provozieren. Den Jahn-Damen fehlte der nötige Zug zum Strafraum, sodass sie sich in der ersten Halbzeit nur eine Torchance durch einen Distanzschuss von Lea Bultmann erspielten. Den Gegnerinnen gelang es hingegen, sowohl mit einem Kopfball nach einem Eckstoß als auch in einer Eins-gegen-eins-Situation gefährlich zu werden. Jahn-Torhüterin Jannika Ehlers entschärfte beide gegnerischen Torchancen und verhinderte so den Rückstand ihres Teams. „Jannika hat beide Bälle super pariert und uns so im Spiel gehalten“, lobte ihr Trainer.

Torlos ging es für beide Teams in die Halbzeitpause, in der Coach Beese die richtigen Worte fand: „Ich habe den Mädels gesagt, dass Burg Gretesch dieses Tempo nicht durchhalten wird und wir dann unsere Stärken ausspielen können.“ Er stellte die Abwehr zu einer Viererkette um, sodass es im Delmenhorster Strafraum ruhiger wurde. Sein Team spielte jetzt selbstbewusster, auch wenn die Abschlüsse noch zu hektisch waren. In der 66. Minute erzielte Olivia Kulla dann das erste Tor der Partie, allerdings aus einer Abseitssituation heraus. „Wir hatten auch heute wieder viele Konter, aber im Gegensatz zum 8:1-Sieg gegen den VfL Jesteburg konnten wir unsere Spielzüge heute nicht erfolgreich zu Ende spielen“, ärgerte sich Beese.

Im Laufe der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte der Gegnerinnen allerdings nach, was Nathalie Heeren in der 77. Spielminute ausnutzte. Sie setzte sich gegen drei Spielerinnen von Burg Gretesch durch und erzielte mit ihrem linken Fuß den 1:0-Siegtreffer, indem sie den Ball ins untere rechte Eck einnetzte. „Das war eine tolle Leistung von Nathalie. Danach bestand keine Gefahr mehr“, befand der Jahn-Coach und fügte zufrieden hinzu: „Das war zwar nicht unsere beste Leistung, aber wir haben den Pokal gewonnen. Die Mädels standen ziemlich unter Druck und Burg Gretesch hatte lautstarke Unterstützung auf den Rängen dabei, das zerrte zusätzlich an den Nerven.“

Beese selber war nur bei zwei Pokalspielen der Saison 2019/2020 als Coach im Einsatz. „Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man acht Wochen nach Start der Vorbereitung direkt einen Pokal in den Händen hält – noch vor der eigentlichen Saison.“ Er betonte, dass dieser Erfolg genauso auch seinem Vorgänger Claus-Dieter Meier und den ehemaligen Spielerinnen wie Nadine Poppen gebühre, die die Mannschaft zum Saisonende verlassen haben.

So ungewöhnlich das Hochheben des Pokals vor dem Saisonstart auch ist: Mit diesem Erfolg kann das Team von Beese sicher motiviert in die neue Spielzeit starten. Am Sonntag, 4. Oktober, absolvieren die Jahn-Damen ihr erstes Saisonspiel zu Hause gegen Aufsteiger ATS Buntentor.

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