Handball-Oberliga Ohne Backe zurück in die Erfolgsspur?

Die HSG Delmenhorst tritt beim TuS Rotenburg an und will nach drei Niederlagen in Serie mal wieder punkten. Bei den heimstarken Rotenburgern ist das jedoch kompliziert.
16.01.2020, 15:12
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Ohne Backe zurück in die Erfolgsspur?
Von Michael Kerzel

Jörg Rademacher ist kein großer Fan der Bedingungen, unter denen die HSG Delmenhorst in der Handball-Oberliga beim TuS Rotenburg antreten muss. Das liegt ein wenig am Zeitpunkt des Spiels – Sonntag, 17 Uhr –, zum Großteil aber daran, dass in Rotenburg ohne Haftmittel gespielt wird. „Das hat nicht viel mit Handball zu tun. Ein Spiel ohne Backe hat eigene Gesetze, das sieht man auch an den Ergebnissen“, erzählt der Coach der Delmenhorster.

Die Ergebnisse der Rotenburger sprechen für sich: Der TuS hat in fremden Hallen bislang genau null Punkte geholt, daheim bereits elf. Unter anderem schlug Rotenburg den Tabellendritten SG VTB/Altjührden (23:22). In der vergangenen Saison stand für den TuS eine Heimbilanz von zehn Siegen und drei Niederlagen zu Buche, auswärts gab es einen Sieg und zwölf Niederlagen. Die HSG hat daheim gegen Rotenburg zum Auftakt dieser Saison mit 34:24 gewonnen, im vergangenen Jahr gab es ein 37:22 zu Hause. In Rotenburg verlor die HSG mit 29:36.

Für den TuS ist die Begegnung mit Delmenhorst die erste nach der Winterpause, die HSG begann vergangene Woche und unterlag beim Titelkandidaten ATSV Habenhausen (27:37). „Dieses Spiel haben wir ausgiebig analysiert, vor allem die zweite Halbzeit und das sehr kritisch. Die Mannschaft hat selber gesagt: So kann es nicht gehen“, berichtet Rademacher. Die HSG führte zur Pause, machte dann jedoch sehr viele einfache Fehler und brach komplett ein.

In Rotenburg erwartet der Coach eine von Beginn an aggressive und griffige Leistung seiner Mannen – Backe hin oder her. „Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Wir müssen Flagge zeigen. Es geht nur über Kampf und Einsatz. Wir haben in dieser Woche im Training viel in der Defensive gemacht. Die Abwehr hat uns letztes Jahr stark gemacht“, sagt Rademacher. Es sei wichtig, Gegenstöße zu vermeiden und selbst über die erste und zweite Welle zu Treffern zu kommen. „Wenn wir das umsetzen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch unter den schweren Bedingungen Punkte mitnehmen können“, meint der HSG-Trainer.

Er baut auch darauf, dass seine Mannen fitter sind als gegen Habenhausen. „Da waren wir nicht bei 100 Prozent. Das nehme ich auf mich, weil wir spät mit dem Training angefangen haben nach der Pause. Allerdings waren viele Spieler grippegeschwächt und angeschlagen im Dezember, daher war die längere Pause in meinen Augen nötig und richtig“, ordnet er ein.

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