Schwimmen

Der Stadtsportbund Delmenhorst fordert mehr Schwimmkurse für Kinder

Der Stadtsportbund Delmenhorst hat das Projekt "Cool im Pool" gegründet, um die vielen Kinder, die das Schwimmen erlernen möchten, in Zukunft intensiver zu unterstützen.
18.06.2021, 11:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Johannson
Der Stadtsportbund Delmenhorst fordert mehr Schwimmkurse für Kinder

Das Ziel des Stadtsportbundes ist es, mehr Schwimmkurse für Kinder anzubieten.

Rolf Vennenbernd/dpa

Die lange coronabedingte Schließung von Schwimmbädern hat dazu geführt, dass die Wartelisten für die Schwimmkurse, die die DLRG Delmenhorst und der SV Delmenhorst 05 anbieten, noch länger geworden sind. Der Stadtsportbund Delmenhorst wird daher in Zukunft die beiden Delmenhorster Vereine verstärkt unterstützen, um mehr Schwimmausbildungen für Kinder realisieren zu können. "Das Projekt ,Cool im Pool' wird für die gesamte Sportregion Delmenhorst/Oldenburg-Land angeboten und umfasst in erster Linie die Unterstützung von Angeboten zur Wassergewöhnung und Erlernen der Schwimmfähigkeit", teilt Victoria Becker von der Sportregion Delmenhorst/Oldenburg-Land mit. Aufgrund mangelnder Wasserkapazitäten und -zeiten kann das Projekt jedoch noch nicht starten.

Das Projekt "Cool im Pool" ist ins Leben gerufen worden, weil in der Vergangenheit die Stimmen über die steigende Nichtschwimmerquote von Kindern und das dadurch erhöhte Unfallrisiko durch Ertrinken lauter geworden sind. In einem Austausch mit den beiden Delmenhorster Vereinen setzten diese bereits ein klares Zeichen: "Wir möchten gerne gemeinsam mehr Schwimmausbildungen ermöglichen und unsere Kräfte bündeln", sagt Julian Watzke, zuständig für die Ausbildung bei der DLRG Delmenhorst.

Delmenhorster Vereine halten zusammen

Martina Waltl und Anette Hochmann vom Delmenhorster Schwimmverein stimmten ebenfalls zu und betonten die Wichtigkeit. „Wir haben bereits einen Stau auf den Wartelisten von rund drei Jahren, sodass hier dringend etwas gemacht werden muss“, betont Hochmann. Victoria Becker unterstützt die Vereine deswegen jetzt dort, wo Hilfe benötigt wird. Eine erste finanzielle Förderung von Kursen konnte bereits organisiert werden, und die Bereitschaft der Vereine ist zweifelsfrei vorhanden. "Was fehlt, sind Wasserkapazitäten. Und die coronabedingten Auflagen für die Badbeitreiber schränken zusätzlich ein", erklärt Becker.

Auch die Stadt ist gefragt

Die Projektleiterin hofft nun auf eine schnelle und faire Verteilung der Wasserzeiten, damit das Projekt an den Start gehen kann. „Hier möchten wir auch die Stadt Delmenhorst auffordern, aktiv zu unterstützen und mit allen zu kooperieren und zu sprechen, um möglichst viele Schwimmausbildungen zu ermöglichen“, äußert sich Holger Fischer, Vorsitzender des Stadtsportbundes Delmenhorst.

Neben den Sportvereinen konnte der Stadtsportbund bereits Partner aus Delmenhorst gewinnen. Und zwar möchte der Runde Tisch Unfallprävention das Vorhaben unterstützen. "Das Element Wasser besitzt eine enorme Fähigkeit, um zu begeistern. Für die Entwicklung über die Kindheit hinweg ist die Wassergewöhnung und Schwimmfähigkeit ein wichtiger Aspekt. Diese frühzeitige Förderung und damit einhergehende Unfallprävention ist uns ein wichtiges Anliegen, welches wir gerne unterstützen", äußert sich Johann Böhmann vom Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung und Mitglied des Runden Tisches Unfallprävention der Stadt Delmenhorst. "Uns ist bewusst, dass wir mit ein paar Schwimmkursen nicht den großen Stau auf den Wartelisten und die hohe Nichtschwimmerquote beheben können. Aber es ist ein erster Anfang, der sich als Grundlage eignet und in den nächsten Jahren fortgeführt und ausgebaut werden kann", betont Becker abschließend.

Weitere Überlegungen, um die Schwimmfähigkeit langfristig und nachhaltig in der Sportregion zu fördern, existieren bereits und sollen mit Hilfe von weiteren Kooperationspartnern ausgebaut werden.

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