Amateur- und Freizeitsport

Der Sportbetrieb ruht bis Ende November – mindestens

Der Sportbetrieb ruht mindestens bis Ende November. Teilweise wird es in diesem Jahr keine Punktspiele mehr geben, etwa im Fußballbezirk oder im Tischtennis.
29.10.2020, 17:42
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Der Sportbetrieb ruht bis Ende November – mindestens
Von Justus Seebade

Der sportliche Lockdown tritt ein – und das schneller, als es der eine oder andere vielleicht erwartet hat. Der gesamte Freizeit- und Amateursportbetrieb ruht aufgrund der Corona-Pandemie von Montag, 2. November, vorerst bis zum Monatsende. In einigen Sportarten steht sogar bereits fest, dass in diesem Jahr überhaupt nichts mehr gehen wird, jedenfalls in Bezug auf Punktspiele.

Der Spielbetrieb in allen niedersächsischen Fußballvereinen wird ab Montag vorerst ausgesetzt. Das teilte der Niedersächsische Fußballverband mit. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der anstehende Spieltag noch über die Bühne gehen kann. Im Bezirk Weser-Ems wird das jedoch nicht der Fall sein. Die Partien in der Bezirksliga 2B, in der die Vereine aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg dabei sind, waren ohnehin schon abgesetzt worden, nun folgte die Generalabsage – und zwar nicht nur bis Ende November, sondern gleich für den Rest des Jahres. Das teilte der Bezirksvorsitzende Dieter Ohls mit. Im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst wird für dieses Jahr ebenfalls der Schlussstrich gezogen, wie der Spielausschuss-Vorsitzende Thomas Luthardt bestätigte.

Auch in den Regionalligen, für die der Norddeutsche Fußball-Verband verantwortlich ist, wird spätestens ab Montag erst mal kein Ball mehr rollen. Diese Regelung gilt bis auf Weiteres, mindestens aber bis Ende November. Der aktuelle Spieltag in der Regionalliga Nord der Herren findet jedoch noch statt. Das bringt dem SV Atlas Delmenhorst aber nichts, da das Duell mit der U23 des VfL Wolfsburg sowieso bereits verlegt wurde. Aufgrund der Corona-Fälle im Team haben die Blau-Gelben mit argen personellen Problemen zu kämpfen und um eine Verschiebung gebeten.

Die Spielleiter und Ausschussvorsitzenden der betroffenen Gremien würden sich in den kommenden Tagen mit der neuen Situation auseinandersetzen und die aktuelle Lage beurteilen, teilte der Norddeutsche Fußball-Verband mit. Sollten Änderungen in der geplanten Durchführung bereits jetzt notwendig sein, würde dies zeitnah bekannt gegeben.

Das Präsidium des NFV appelliert an jeden Einzelnen, die Situation ernst zu nehmen. „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation und ich möchte jeden dringend darum bitten, die Kontaktbeschränkungen zu befolgen und alles Notwendige zu tun, um die Lage zu entspannen,“ wünscht sich Präsident Günter Distelrath. „Es geht um unsere Gesundheit und um die unserer Familien. Der Fußball spielt dahingehend nur eine untergeordnete Rolle, und trotzdem bin ich mir bewusst, dass die erneute Aussetzung des Spielbetriebs die Vereine hart trifft. Auch für sie ist es wesentlich, dass wir uns die nächsten Wochen diszipliniert verhalten, um möglichst schnell wieder in den Spielbetrieb einsteigen zu können.“

Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) hatte am Mittwoch beschlossen, den Spielbetrieb der Jugend und der Senioren in den Ober-, Verbands- und Landesligen sowie den Landesklassen, die in Obhut des HVN stehen, mit sofortiger Wirkung und zunächst bis 31. Dezember auszusetzen (wir berichteten). Zudem forderte das Präsidium die einzelnen Regionen dazu auf, sich der Verbandsentscheidung anzuschließen. Das hat die Handball-Region Oldenburg (HRO) getan. „Die HRO übernimmt die Entscheidung des Präsidiums des HVN und informiert die Vereine zeitgerecht über Änderungen“, teilte der Vorsitzende Wolfgang Sasse mit.

Auch das Präsidium des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) gab bekannt, den Spielbetrieb von diesem Freitag an für den Rest des Jahres zu unterbrechen. Dies bedeutet: Punktspiele, Pokalspiele, weiterführende und offene Turniere, TTVN-Races sowie Ortsentscheide der Mini-Meisterschaften finden bis zum Jahresende nicht mehr statt. „Nicht nur aufgrund der Entscheidung auf Bundesebene war die Unterbrechung des Spielbetriebes alternativlos, auch in unseren Vereinen haben wir in den letzten Tagen zunehmend große Unsicherheiten verspürt“, ließ TTVN-Präsident Heinz Böhne verlauten.

Wie es im Volleyball ab Ende November weitergeht, steht noch nicht fest. Die weitere Vorgehensweise wollen das Präsidium, die Ressortleiter und die Regionsvorsitzenden des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes an diesem Sonntag in einer Videokonferenz besprechen, heißt es auf der Internetseite des Verbandes. Der Niedersächsische Basketballverband (NBV) stellt den Spielbetrieb in seinen Ligen zunächst bis auf Weiteres ein. „Sobald sich die Vorgaben der Regierung ändern, wird die Situation neu bewertet“, heißt es auf der Homepage des NBV.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+