Fußball-Kreisliga

Tim Conring kontert Delmenhorster Blitzstart

Der TV Jahn Delmenhorst hat daheim gegen den VfR Wardenburg verloren und steckt damit weiter tief im Abstiegskampf. Die direkte Konkurrenz aus Falkenburg verlor allerdings ebenfalls.
10.04.2019, 13:18
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Von Ralf Kilian
Tim Conring kontert Delmenhorster Blitzstart

Jahns A-Junior Tammo Elson (am Ball) erzielte das 1:0.

Janina Rahn

Delmenhorst. Es hatte so gut angefangen für den TV Jahn Delmenhorst, doch am Ende standen die Violetten wieder mit leeren Händen da. Eine frühe 2:0-Führung gegen den VfR Wardenburg drehte dessen Kapitän Tim Conring innerhalb von knapp 20 Minuten zum 2:3, am Ende mussten die Gastgeber mit dem 3:4 (2:2) die neunte Niederlage in den jüngsten elf sieglosen Spielen in der Fußball-Kreisliga einstecken. Zwar unterlagen auch die auf den beiden Abstiegsplätzen rangierenden TV Falkenburg (0:8 gegen TuS Heidkrug) und Delmenhorster TB (1:3 gegen TV Dötlingen), doch das schwierige Restprogramm bedeutet für Jahn vermutlich das Zittern bis zum Abpfiff der Saison.

„Wir haben gut angefangen, haben uns dann aber von den Wardenburgern den Schneid abkaufen lassen“, analysierte Jahn-Trainer Arend Arends. Über die vollen 99 Minuten hatten Arends und sein Team alles reingeworfen. Doch am Ende fehlte in diesem Kampfspiel die individuelle Qualität ganz hinten und ganz vorne, wie sie die Gäste im Dreifach-Schützen Conring hatten. Besonders sehenswert traf Wardenburgs Nummer zehn per Dropkick zum 2:2 in den rechten Winkel.

Die Partie wurde mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen, doch so richtig waren die Wardenburger auch da noch nicht auf dem Platz. Wahe Zagaryan hätte sich und den TV Jahn an seinem 19. Geburtstag bereits nach 47 Sekunden mit dem 1:0 beschenken können. Dafür legte er zwei Minuten später seinem A-Jugend-Kollegen Tammo Elson schön das 1:0 auf. Treffer Nummer zwei leitete Timo Höfken von der rechten Seite ein. Seinen Rückpass nahm Paul Leis direkt und versenkte den Ball im rechten Winkel zum 2:0. Das Spiel war gerade neun Minuten alt.

Wardenburg hatte mittlerweile erkannt, dass man mit technischen Mitteln auf dem Flutlichtplatz am Brendelweg nichts ausrichten kann. „Auf diesem Platz wird nie eine Mannschaft vernünftig Fußball spielen können“, reihte sich VfR-Trainer Sören Heeren in die Riege der Trainer ein, die an diesem Acker verzweifeln. Da helfen oft nur Standards. Oder man bestraft gegnerische Fehler. Lucas Meinlschmidt rannte übermotiviert Fabian Nitsche um, Schiedsrichter Paul Lange zeigte auf den Punkt und Conring verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (28.). Nach einer weiteren guten Möglichkeit nach einem Eckball für Finn Albertzarth (33.) gelang Conring sein Tor des Monats zum 2:2 (37.), wobei Jahn sich nach eigenem Freistoß naiv auskontern ließ.

Halbzeit zwei war noch keine zwei Minuten alt, da hatte Conring zum dritten Mal genetzt. Diesmal drehte er nach Pass von Lennart Schönfisch Gegenspieler Burak Yaman ein und traf nicht unhaltbar zum 2:3 (47.). Jahn-Keeper Edward Keiser hatte noch die Finger dran, sein Gegenüber Thorben Engelbart machte es drei Minuten später bei einem Schuss aus fast identischer Position von Pascal Hoppe besser.

Anschließend passierte 47 Minuten fast gar nichts. Man konnte den Violetten keinen Vorwurf machen, die Spieler warfen alles rein, Arends wechselte offensiv und stellte um auf Dreierkette. Doch die Gäste ließen nichts zu und Jahn fehlte die Qualität, um auch mal ein schmutziges Tor zu machen. So setzte der VfR den entscheidenden Konter in der 97. Minute, der zur Pause eingewechselte Tobias Köhnke hatte Kolja Schrinner zum 2:4 bedient. Danach ging es tatsächlich noch weiter und Jahn gelang sogar noch das 3:4, als Timo Füller per Kopf den diesmal fehlerhaften Engelbart überwand. Doch nach dieser Aktion (90.+8) war dann endgültig Schluss. „In der zweiten Halbzeit konnten beide irgendwie nicht mehr. Aber für uns zählen nur die drei Punkte“, meinte Heeren.

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