Tischtennis Neuerungen im Ligabetrieb möglich

Der Landes- und der Kreisverband haben ihren Vereinen eine Vorschau gegeben, wie es mit dem Spielbetrieb weitergehen könnte. Die Planungen für den "Sommer-Team-Cup" wurden derweil nach hinten verschoben.
25.05.2021, 13:52
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Neue Informationen für die hiesigen Tischtennis-Vereine hat es jüngst in einem Schreiben vom Landes- und vom Kreisverband gegeben. Beide Verbände geben eine Vorschau, wie der Betrieb in den Ligen weitergehen könnte. Vor allem auf Kreisebene könnte es dabei zu interessanten Neuerungen kommen.

Der Rückgang der Corona-Infektionszahlen und Fortschritte beim Impfen gäben Anlass, optimistischer auf die kommende Saison zu schauen, heißt es im Anschreiben des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) durch den Präsidenten Heinz Böhne und den Geschäftsführer Heinz-W. Löwer, die aber – auch angesichts der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr – einschränken: "Gleichwohl müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass sich die Situation jederzeit ändern kann." Ob es eine normale Saison mit Hin- und Rückspielen geben wird oder eine Einfachrunde, ob wieder Doppel gespielt werden, wie die Kontaktregeln bei den Partien aussehen werden und wie mit Geimpften und Genesenen umzugehen ist – das alles lässt der TTVN noch offen.

Entscheidungen von Politik abhängig

Geplant sei ausdrücklich nicht, dass weitere Formalitäten, wie zum Beispiel ein Impfnachweis, Voraussetzung für eine Spielberechtigung sein sollen, betont der Verband. All diese Fragen seien aber von den Entscheidungen der Politik abhängig und aktuell nicht verlässlich zu beantworten. Darum sei es auch möglich, dass die Saison nicht wie gewohnt im September, sondern erst nach den Herbstferien beginnen könnte, kündigt der TTVN an. Die Melde- und Wechseltermine sollen dennoch wie gehabt bestehen bleiben. "Weil einfach viele andere Prozesse von diesen Terminen abhängig sind", heißt es als Erklärung.

Sehr pragmatisch wollen die Kreisverbände Delmenhorst und Oldenburg-Land die kommende Saison angehen, verpassten Aufstiegen in der abgebrochenen Spielzeit oder veränderten Personalsituationen soll Rechnung getragen werden. Für "die radikalste mögliche Lösung" habe man sich entschieden, erklärt Felix Lingenau, Vorsitzender des Verbandes Oldenburg-Land. "Gemeinsam mit dem Stadtverband Delmenhorst haben wir entschieden, die Staffeln auf Kreisebene bis einschließlich zur Kreisliga in der kommenden Saison als Meldeligen einzurichten", präzisiert Lingenau. Alle Mannschaften sollen also die freie Wahl haben, für welche Klasse sie melden.

Gleichzeitig haben Stadt- und Kreisverband auch die Diskussion um die Mannschaftsgrößen für ihre Ligen noch einmal aufgegriffen. Bis zum 30. Juni sollen möglichst alle Vereine abstimmen, ob sie für die Teams von der Kreisliga bis zur 2. Kreisklasse für eine Beibehaltung der bisherigen Sechser-Mannschaften sind – in der 3. Kreisklasse wird bereits mit Vierer- beziehungsweise Dreier-Mannschaften gespielt – oder ob die Mannschaftsgröße reduziert werden soll. Diese Änderung wäre allerdings frühestens zur Saison 2022/23 möglich. "Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn der Abstimmung in der Umfrage ein demokratischer Meinungsbildungsprozess innerhalb jedes Vereins vorangeht. Aus diesem Grund ist der Endtermin für die Abstimmung relativ großzügig gewählt", erklärt Lingenau.

Neues vom "Sommer-Team-Cup"

Nach hinten verschoben wurden unterdessen die Planungen des Deutschen Tischtennis-Bundes und des Internet-Portals mytischtennis.de für den "Sommer-Team-Cup", der als Ergänzung zum normalen Spielbetrieb in den Sommermonaten geplant ist (wir berichteten). Statt von Anfang bis Ende Mai wurde die Anmeldung für Dreier-Mannschaften – auch aus verschiedenen Vereinen – erst jetzt geöffnet und ist bis zum 23. Juni möglich. Ab dem 1. Juli soll dann die Sommerrunde starten, sofern die Entwicklung der Pandemie und gesetzliche Regelungen es zulassen. Ihnen sei bewusst, dass dies aktuell alles andere als sicher sei, betonen die Veranstalter. Darum seien in der Ausschreibung einige Regelungen variabler gestaltet worden. So sei es nun möglich, dass in einigen Regionen zwei Runden gespielt werden könnten, in anderen nur eine oder auch gar keine. In diesem Fall würden erhobene Startgelder zurückerstattet, betonen die Organisatoren. Mehr zum Spielsystem und zu Anmeldemöglichkeiten gibt es im Internet auf mytischtennis.de.

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