Fußball-Bezirksliga A-Junioren TuS Heidkrug verliert Abnutzungskampf

Die A-Jugend des TuS Heidkrug hat gegen GVO Oldenburg die letzte Resthoffnung auf die Meisterschaft verspielt. Zudem wurde der Platz am Bürgerkampweg derart umgepflügt, dass er bis auf Weiteres gesperrt ist.
11.03.2019, 14:07
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Von Ralf Kilian

Delmenhorst. Spiel verloren und Platz ruiniert – für Heidkrugs Trainer Andreas Pietsch war es ein gebrauchter Tag. „Ich bin sauer“, schimpfte Trainer Andreas Pietsch nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage seiner A-Junioren im Verfolgerduell gegen den GVO Oldenburg. Während der Gast sich bei einem Spiel weniger bis auf fünf Punkte Rückstand dem Bezirksliga-Spitzenreiter aus Stenum annäherte, verabschiedeten sich die Gastgeber endgültig aus dem Titelrennen. Damit nicht genug, wurde der zuvor sehr gute Hauptplatz am Bürgerkampweg gründlich umgepflügt und ist bis auf Weiteres unbespielbar.

So stand Pietsch nach dem Schlusspfiff wie ein begossener Pudel im Matsch. „Ich bin sehr enttäuscht, das hätte man nicht verlieren müssen“, ärgerte sich der TuS-Coach über individuelle Fehler bei den Gegentoren und mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Die äußerst widrigen Umstände wollte Pietsch nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir pennen bei beiden Gegentoren und bei unseren Großchancen hauen unsere Stürmer über den Ball“, berichtete er.

Das lag natürlich auch an den zunehmenden Unebenheiten des Geläufs. Kurz vor dem Anpfiff ging ein halbstündiger Platzregen nieder, der den Rasen durchtränkte. Als man noch einigermaßen kicken konnte, hatte Malcolm Jumpertz aus spitzem Winkel die erste Möglichkeit, die GVO-Keeper Paul Nagel parierte (9.). Drei Minuten später verursachte die TuS-Deckung einen unnötigen Freistoß, den Franz Mastall vom linken Strafraumeck trat und Mika Cengiz zum 0:1 einköpfte. „Den Standard hätten wir vermeiden können und beim Kopfball muss der Oldenburger nicht mal springen, so frei steht er“, ärgerte sich Pietsch. Kurz darauf unterlief dem GVO-Schlussmann ein Ballverlust, den Jumpertz aber aus 25 Metern nicht im leeren Tor unterbringen konnte.

Das war es dann aber auch schon an Torszenen in Halbzeit eins. „Auf dem Boden war Fußball spielen nicht möglich“, relativierte Pietsch. Es entwickelte sich stattdessen ein reiner Abnutzungskampf im Mittelfeld, Heidkrug kam trotz viel Ballbesitz nicht mehr zu Möglichkeiten. Und fing sich darüber hinaus drei Minuten nach Wiederanpfiff das 0:2. Gegen Heidkruger Überzahl setzte sich Evan Saleem auf der rechten Seite durch, dessen Hereingabe Calvin Asare aus spitzem Winkel ins kurze Eck spitzelte (48.). „Da pennen wir schon wieder und kriegen gleich das 0:2“, redete sich Pietsch in Rage. Zu allem Überfluss verletzte sich Tom Köster bei seiner vergeblichen Rettungsaktion und musste ausgewechselt werden. Aber Heidkrug gab nicht auf, immerhin hatte der TuS im Hinspiel ein 0:2 noch zu einem 3:2-Auswärtssieg umgebogen. Nach dem möglichen 0:3 – Marcel Marquardt köpfte den Ball im Getümmel an den eigenen Querbalken (58.) – erkämpfte sich der Tabellendritte immer mehr Vorteile. Stolles Flachschuss (64.) war das erste Ausrufezeichen, Marquardts Fallrückzieher (75.) läutete die Schlussoffensive ein. „Wir hatten noch genug Chancen, doch wir treffen den Ball freistehend nicht richtig“, musste Pietsch erkennen. Keanu Sternberg und Fabian Herrmann vertändelten so Hochkaräter gegen die jetzt sehr offene GVO-Deckung.

Marquardt machte es nach öffnendem Sternberg-Pass besser, als er aus halblinker Position flach zum 1:2 ins lange Eck traf (90.). Der Anschluss kam jedoch zu spät und die dritte Saisonniederlage war besiegelt. Für Heidkrug wird es im weiteren Saisonverlauf nur noch darum gehen, den dritten Platz zu festigen.

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