Fußball Kreisliga Über Standards und Tempo zum Rekordsieg

Der TV Jahn Delmenhorst hat seine gute Startbilanz mit einem überzeugenden Sieg im Stadtderby gegen den TuS Hasbergen ausgebaut. Hasbergen steckt bereits früh in der Saison tief im Tabellenkeller.
14.08.2019, 12:38
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Von Ralf Kilian

Delmenhorst. Kein Traumstart in die Partie, aber in die Saison – der TV Jahn Delmenhorst drehte am Dienstagabend gegen den TuS Hasbergen zwei frühe Rückstände und triumphierte am Ende mit 8:2 (4:2) in der Fußball-Kreisliga. Ein Saisonauftakt mit sieben Punkten nach drei Spieltagen ist den Violetten seit dem Bezirksligaabstieg 2014 noch nicht gelungen, acht Tore hatten die in den vergangenen Jahren mäßig verwöhnten Fans der Violetten auch ewig nicht bejubeln können. An diesem Freitag ist Aufsteiger KSV Hicretspor zu einem weiteren Stadtderby zu Gast. Mit einem weiteren Dreier kann sich der TV Jahn sogar in der Spitzengruppe etablieren.

Zu einem solchen Kantersieg gehören allerdings immer zwei Mannschaften gehören. Und Hasbergen ist momentan noch weit entfernt von seiner Wunschformation. Trainer Chawkat El Hourani beklagt weiter die „Baustelle Hasbergen“. „Das Problem besteht weiter, wir haben einen Mangel an Spielern und keinen Torwart“, berichtete er. Immerhin hatte der TuS gegen Jahn schon 15 Mann im Kader nach zuvor drei Pflichtspielen mit nur elf Leuten. Gegen TV Dötlingen könnten es am Sonntag schon 18 werden, wenn Keeper Mikel Kirst ebenso wie Jonas Schröder und Jonas Müller wieder einsteigt. Außerdem ist die Sperre von Ümit Yildiz abgelaufen. Fehlen wird dagegen Imdat Celik, der in der 69. Minute die Ampelkarte sah.

Die ersten acht Minuten des Derbys waren extrem temporeich. Nach einem gehaltenen Kopfball von Pascal Hoppe (3.) nutzte Hayri Sevimli im direkten Gegenstoß eine Unaufmerksamkeit der Jahn-Abwehr zum 0:1. Es war Hasbergens viertes Saisontor, alle erzielt vom Mann mit der Nummer 14. Jakob Korfmann hätte erhöhen können (5.), stattdessen stocherte Hoppe die Kugel nach Pass von Marvin Heinrich zum 1:1 ins lange Eck (7.). Der Jubel wurde schnell erstickt mit dem 1:2 von Arian Selignow, der nach Sevimli-Pass aus 16 Metern überlegt einschob (8.).

Mit dieser Schlagzahl konnte es nicht weitergehen, dafür setzte Jahn jetzt sehr erfolgreich seine Trainingsinhalte um. Torwart- und Standardtrainer Tobias Stützer hatte die Violetten in der Vorbereitung mit vielen Ecken- und Freistoßvarianten traktiert, das zahlte sich Mitte der ersten Halbzeit doppelt aus. Kapitän Sean Gradtke brachte die Bälle immer wieder brandgefährlich vors Tor, dazu kamen Fangschwächen von Hasbergens Aushilfsschlussmann Houssein Hazimeh. Burak Yaman staubte zum 2:2 ab (22.), Lucas Meinlschmidt gelang erstmals die Führung für Jahn – 3:2 (29.). Dieser Standard-Doppelschlag brachte die bis dahin gleichwertigen Gäste aus der Ordnung. Heinrich nutzte den Platz für seinen zweiten Assist, Thomas Keilbach vollstreckte cool zum 4:2 (35.).

Keilbach gehört wie viele andere Violette zu den Akteuren, die im Vergleich zur Vorsaison mit viel mehr Selbstvertrauen deutlich bessere Leistungen abrufen. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung“, schilderte Trainer Arend Arends die Gründe, „Dort haben wir die Jungs auch immer wieder stark geredet.“ Zu den Verbesserten zählte Arends auch Pascal Hoppe, der mit dem 5:2 (63.) nach Vorarbeit von Dennis Geiger den Torreigen der zweiten Hälfte eröffnete. Auch den Platzverweis für Celik holte Hoppe heraus, wobei ihm der Hasberger zuvor unabsichtlich in die Hacken gelaufen war und dafür Gelb sah. Der Protest von Celik gegen die Verwarnung fiel jedoch zu heftig aus. Schiedsrichter Paul Lange blieb zwar nicht fehlerfrei, hatte das Derby aber im Griff.

In Unterzahl hätte es auch zweistellig ausgehen können, die Gäste warfen jegliche Taktik über Bord und Jahn konterte blitzschnell. Keilbach schnürte mit dem 6:2 (75.) ebenso wie zuvor Hoppe seinen Doppelpack. Spektakulär war danach der Anstoß für Hasbergen, den Sevimli direkt vom Punkt aufs Jahn-Tor knallte und Torwart Alexander Sinn die Kugel gerade noch an die Latte lenkte. Das gab jedoch nur Punkte in der B-Note, auf der Gegenseite stockten die eingewechselten Alioune Youm (7:2 mit der Hacke/88.) und Aaron Dixon (8:2/90.+2) das Resultat weiter auf. „Das Ergebnis spricht für sich“, freute sich Arends, „Nach dem Übergangsjahr in der letzten Saison wollen wir uns weiterentwickeln.“

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