Volleyball Frühzeitige Entscheidung

Der Nordwestdeutsche Volleyballverband setzt den Spielbetrieb auf Landesebene für die Saison 2020/21 aus. Das hat das Präsidium wegen der dynamischen Corona-Infektionslage beschlossen.
15.12.2020, 15:36
Lesedauer: 2 Min
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Frühzeitige Entscheidung
Von Justus Seebade

Es ist offiziell: Für die Saison 2020/21 wird der Volleyball-Spielbetrieb auf Landesebene ausgesetzt und zudem auf den Auf- und Abstieg verzichtet. Das hat das Präsidium des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes (NWVV) jüngst wegen der aktuell immer noch dynamischen Corona-Infektionslage beschlossen. Für die Volleyballer herrscht nun entsprechend früh Klarheit.

Im Vorfeld fand hierzu eine Besprechung mit den Regionsvorsitzenden und Fachbereichen statt. Die Fortsetzung eines geordneten Spielbetriebes sei perspektivisch nicht durchführbar, teilt das NWVV-Präsidium auf der Internetseite des Verbandes mit. Somit wird es laut Beschlusslage keine Wertung für die Saison 2020/21 von den Kreisklassen bis zur Oberliga geben. Dies gilt auch für den Jugendspielbetrieb. Eine Entscheidung für die Regionalligen und 3. Ligen wird erst Ende Januar 2021 getroffen.

Der deutsche Volleyballverband und die deutsche Volleyballjugend werden ihre Jugendmeisterschaften in den Juni verlegen. Die Jugendmeisterschaften auf Landesebene im NWVV werden unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens und der Landesverordnung unter Vorbehalt im April/Mai stattfinden. Die jeweiligen Bezirksmeisterschaften beziehungsweise Meldungen müssen bis zum Frühjahr über die Bühne gegangen sein.

Unter der Voraussetzung fallender Inzidenzwerte und der Freigabe der Landespolitik besteht allerdings noch die Möglichkeit, in einen geregelten Wettkampfbetrieb zurückzukehren. „Eine Szenarien-Entwicklung erfolgt auf Regions- und Landesebene. Kreative Ideen können mit den jeweiligen Spielwarten oder Vorsitzenden der Regionen geteilt werden“, heißt es auf der Homepage des NWVV weiter.

Der Spielbetrieb wurde Anfang November bereits bis zum Jahresende ausgesetzt, nun machten die NWVV-Verantwortlichen bezüglich der gesamten Saison frühzeitig Nägel mit Köpfen. Als Mitglied des Präsidiums und Vorsitzender der NWVV-Region Oldenburg hat Lothar Schulz an der Besprechung teilgenommen. „Ich denke, der Weg, den wir jetzt eingeschlagen haben, ist richtig“, meint Schulz. Alle Regionsvorsitzenden seien dieser Ansicht gewesen. Die Hoffnung der Entscheidungsträger, vielleicht zumindest eine Rückserie absolvieren zu können, habe sich angesichts der hohen Infektionszahlen zerschlagen.

Momentan könnten die Sportler ja noch nicht mal in die Hallen, um zu trainieren, bemerkt Lothar Schulz, der zugleich auch Spielwart der NWVV-Region ist. Und er rechnet nicht damit, dass sich daran im Januar etwas ändert. Mit dieser Einschätzung dürfte er nicht alleine dastehen. Der Regionsvorsitzende hofft, dass die Volleyballer ihrem Hobby in absehbarer Zeit zumindest in abgewandelter Form nachgehen können. „Wichtig ist jetzt erst mal, dass die Mannschaften irgendwann wieder in die Hallen können“, sagt Schulz. Wie es dann weitergeht – etwa in Form von Freundschaftsspielen oder Turnieren –, bleibt abzuwarten. Das alles funktioniere aber nur, „wenn es im Rahmen der Möglichkeiten ist“, betont Schulz.

Der Regionsvorsitzende wünscht sich, dass die kommende Saison 2021/22 wieder normal absolviert werden kann. „Wenn das dann alles so passt. Das muss man so deutlich sagen“, unterstreicht Schulz. Vorherzusehen ist aufgrund der Pandemie aktuell eben nichts.

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