Volleyball-Oberliga

Saisonstart verzögert sich

Die Männer der VG Delmenhorst-Stenum müssen sich noch gedulden. Der Verband hat sämtliche für dieses Wochenende geplanten Spiele abgesagt. Wenn es losgeht, will die VG aber eine ordentliche Rolle spielen.
27.10.2020, 16:31
Lesedauer: 3 Min
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Von Gerhard Göldenitz

Während in der Volleyball-Oberliga 1 bereits der zweite Spieltag absolviert wurde, sollte es für die Mannen der VG Delmenhorst-Stenum erst am kommenden Wochenende beim TuS Bersenbrück losgehen – eigentlich, denn Corona macht dem Saisonauftakt der Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk einen dicken Strich durch die Rechnung.

Aufgrund nicht verfügbarer Hallenzeiten und verlegter Spiele sollten die Volleyballer der VG erst rund sechs Wochen nach dem regulären Saisonstart ins Geschehen eingreifen. Mittlerweile sind bekanntermaßen die Inzidenz-Zahlen der Corona-Infektionen derart in die Höhe geschnellt, dass sich der Verbandsspielwart Florian Brune in Absprache mit dem Präsidium des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes gezwungen sah, die für das kommende Wochenende geplanten Spiele in sämtlichen Ligen abzusetzen und zu verschieben. Wie es danach mit der Saison grundsätzlich weitergehen soll, bleibt abzuwarten und wird in der nächsten Woche entschieden.

Laut VG-Trainerin Susanne Schalk, die sich aufgrund eines Kontaktes mit einem mit dem Coronavirus infizierten Freiwilligendienstleistenden seit zwei Wochen in häuslicher Selbstquarantäne befindet, ist die Situation für ihr Team momentan nicht so einfach. „Wir trainieren seit dem Sommer unter Corona-Auflagen regelmäßig in der Halle, konnten aber bis dato nur zwei Testspiele durchführen“, sieht sie in der mangelnden Spielpraxis natürlich einen großen Nachteil für ihre Mannschaft. Die Gelegenheit, sich im Pokal erstmals im Team einzuspielen, musste Schalk verstreichen lassen. „Ich hatte an diesem Termin nur eine Rumpfmannschaft ohne Zuspieler und mit nur einem Mittelblocker zur Verfügung. Das hätte sportlich überhaupt keinen Sinn gemacht“, erklärt Schalk. Die beiden Testspiele absolvierte Delmenhorst-Stenum jeweils gegen Bremen 1860, wobei die Partie gegen die Zweitvertretung klar gewonnen wurde. Gegen die Regionalliga-Mannschaft von 1860 gestalteten die Schalk-Schützlinge das Geschehen lange ausgeglichen, ehe sie dann doch noch ersatzgeschwächt unterlagen.

Kolberg und Liese kehren zurück

Personell sind mit Mittelblocker Lars Kolberg und Außenangreifer Sebastian Liese zwei alte Bekannte in die Mannschaft zurückgekehrt. Florian Doig wird hingegen erst mal ein Jahr pausieren. Ansonsten sind alle Spieler aus der vergangenen Saison noch an Bord. Diesmal will die VG relativ zeitnah den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. „Leistungsmäßig sind wir auf einem guten Weg, da sollte Platz fünf oder sechs durchaus drin sein“, versprüht die Übungsleiterin trotz der schlechten Vorzeichen durchaus Optimismus. Sie traut ihrem Team doch einiges zu, zumal mit Lars Kolberg wieder ein groß gewachsener und beweglicher Mittelblocker am Netz steht. Im Zuspiel setzt Schalk auf Aaron Bode und Matthias Sanders als Backup, der aber auch in der Annahme eine Bank sein kann. „Auch Marcel Marks und Sören Riewe haben sich enorm weiterentwickelt und können Spiele entscheiden“, erklärt Schalk.

Die Trainerin, die seit mehr als zehn Jahren die Geschicke bei der Oberliga-Mannschaft lenkt, wird aller Voraussicht nach in ihre letzte Saison bei der VG Delmenhorst-Stenum gehen. Aber auch das hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. „Sollte Corona uns einen Strich durch die Rechnung machen und die Saison wie zuletzt frühzeitig beenden oder erst gar nicht beginnen lassen, dann überlege ich, eventuell doch noch ein Jahr dranzuhängen“, sagt Schalk, die sich gerne mit einer erfolgreichen letzten Saison aus Delmenhorst verabschieden möchte. „So einfach zu gehen, ohne sportlich noch einmal aktiv zu sein, kommt für mich nicht infrage“, verdeutlicht Schalk, die zusätzlich noch die dritte VG-Herrenmannschaft zusammen mit Martin Kumpmann betreut.

Sollte in der Oberliga eine reguläre Spielzeit stattfinden, haben es die Delmestädter überwiegend mit Teams aus der näheren Umgebung zu tun. Die weiten Fahrten sind diesmal lediglich jene nach Schüttorf oder eben nach Bersenbrück. Ansonsten gibt es jede Menge Derbys, die immer auch Brisanz mit sich bringen. Gegen Wildeshausen, Ammerland, Oldenburg, Baden und auch Vechta sind heiße Duelle quasi vorprogrammiert – wenn Corona nicht in die Quere kommt.

Weitere Informationen

Neuzugänge: Lars Kolberg (eigene Zweite), Sebastian Liese (Rückkehrer)

Abgang: Florian Doig (pausiert)

Restkader: Matthias Sanders, Florian Süßmuth, Aaron Bode, Philipp Förstermann, Marcel Marks, Sören Riewe, Dustin Hoffmann, Torben Pröbe, Jonas Döring, Matthias Schwan

Trainerin: Susanne Schalk

Teams der Oberliga 1: VfL Wildeshausen, VSG Ammerland II, VG Delmenhorst-Stenum, Oldenburger TB II, TV Baden II, TuS Bersenbrück, FC Schüttorf 09 II, DJK Füchtel Vechta, SG Ofenerdiek/Ofen KLV

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