Volleyball-Verbandsliga

VG Delmenhorst-Stenum: Der Klassenerhalt ist das Ziel

Nach einem Jahr Pause übernimmt Kai Stöver wieder das Traineramt bei den Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum. Der Kader ist klein, der Klassenerhalt das Ziel.
17.09.2020, 16:38
Lesedauer: 2 Min
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VG Delmenhorst-Stenum: Der Klassenerhalt ist das Ziel
Von Michael Kerzel
VG Delmenhorst-Stenum: Der Klassenerhalt ist das Ziel

Coach Kai Stöver trainierte die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum sieben Jahre lang, bevor er von seinem Amt zurücktrat. Nach einer einjährigen Pause übernimmt er nun erneut den Coach-Posten.

Ingo Möllers

Delmenhorst. Sieben Jahre lang trainierte Kai Stöver die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum, bis er vor einem Jahr nach dem Oberliga-Abstieg seinen Rückzug verkündete. Nach einem Jahr Pause übernimmt er erneut das Ruder, der letztjährige Coach Thorsten Preiß wechselt zur zweiten Damenmannschaft. Stöver nannte seinerzeit Motivationsprobleme als hauptsächlichen Abschiedsgrund. „Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft nicht mehr richtig zu erreichen“, erzählte er vor einem Jahr. Doch nun ist der Akku aufgeladen. „Ich habe es letzten Sommer sehr genossen, mal nichts um die Ohren zu haben. Im Winter habe ich dann aber gemerkt, dass mir etwas fehlt“, berichtet Stöver.

Er schaute sich fortan nach einem neuen Trainerjob um und hatte auch verschiedene Angebote, unter anderem aus seiner Heimat Lemwerder. „Doch dann kam der Anruf einer Spielerin der VG und sie sagte, dass sich die Mannschaft zusammengesetzt hat und mich gerne zurückhaben möchte als Trainer“, berichtet Stöver. Er habe sich ein Wochenende Zeit genommen und überlegt. „Mein Bauch hat entschieden. Ich hänge an dem Verein und der Mannschaft mit Herzblut. Mein Inneres hat mir gesagt, dass ich das Traineramt wieder übernehmen soll, obwohl ich auch auf andere Aufgaben Bock hatte“, sagt Stöver.

Der neue alte Coach trifft auf viele Spielerinnen, die er kennt, dennoch hat er Veränderungen festgestellt. „Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison mehr Selbstverantwortung übernommen. Jede für sich, aber auch jede für das ganze Team. Das ist ein positiver Effekt“, meint Stöver.

Für die kommende Saison, die für die VG in der Verbandsliga mit einem Doppelspieltag gegen den TuS Zeven und die VSG Altes Land in der heimischen Uhlandhalle am Sonnabend ab 15 Uhr beginnt, muss Stöver mit einem kleinen Kader von neun Spielerinnen auskommen, von denen eine Akteurin länger auszufallen droht. „Am ersten Spieltag dürfen wir noch keine Spielerinnen aus den unteren Mannschaften hochziehen, aber das wird dann im Laufe der Saison passieren. Für die ersten beiden Spiele habe ich ehemalige Spielerinnen gefragt, ob diese aushelfen würden. Das sieht ganz gut aus“, berichtet Stöver. Ziel sei es, mittelfristig junge Spielerinnen heranzuführen. „Drei jüngere Spielerinnen aus unteren Mannschaften haben wir bereits ins Training eingebunden“, erzählt der VG-Coach.

Ziel ist es, die Klasse zu halten. „Wir bekommen direkt am ersten Spieltag einen Fingerzeig, wo es hingehen kann. Zeven ist Absteiger aus der Oberliga und will sicherlich wieder hoch. Die VSG Altes Land ist aus der Landesliga aufgestiegen und spielt eher unten mit. Wir haben also direkt einen Gegner von oben und einen von unten, wobei es schwer vorherzusehen ist, welches Team welche Rolle in der Liga spielt“, meint Stöver.

Die Stärken seiner Truppe sieht er beim Aufschlag. Probleme hat die VG bei der Annahme. „Wenn wir den Ball im Spiel haben, können wir damit auch was anfangen, aber den ersten Ball gut anzunehmen, fällt uns schwer“, berichtet Stöver. Um dem entgegenzuwirken, stellt er die Taktik um: Künftig werden zwei Stellerinnen in der Start-Sechs stehen. Statt einem 5:1 spielt die VG also künftig ein 4:2. Die vordere Stellerin greift demnach mit an. „Das muss sich natürlich erst noch finden. Aber das ist für uns schon sinnvoll“, erklärt Stöver.

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