Fußball-Oberliga

Zwei verlorene Punkte

Der SV Atlas hat gegen Arminia Hannover in der Nachspielzeit das 1:1 kassiert. Die Blau-Gelben hatten genug Chancen, die Partie vorher zu entscheiden.
31.08.2019, 20:17
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Zwei verlorene Punkte
Von Justus Seebade
Zwei verlorene Punkte

SVA-Trainer Key Riebau und sein Spieler Tom Schmidt mussten sich mit einem Zähler begnügen.

INGO MÖLLERS

Sie hatten es fast schon geschafft – doch dann kam die zweite Minute der Nachspielzeit. Bis zu diesem Zeitpunkt lag der Fußball-Oberligist SV Atlas Delmenhorst in der Auswärtspartie gegen Arminia Hannover dank Robert Plichtas Blitztor unmittelbar nach dem Seitenwechsel auf Siegkurs. Der dritte Dreier in Folge war zum Greife nah. Ousmane Soumah hatte jedoch etwas dagegen. Die Nummer sechs des Gastgebers markierte per Kopf den späten Ausgleich für seine Mannschaft und nahm den Blau-Gelben so kurz vor dem Ende doch noch zwei Punkte weg.

Nun ist ein 1:1 (0:0) gegen Arminia Hannover zwar wahrlich kein enttäuschendes Resultat. Aber ein bisschen ärgerlich war es eben schon. Denn Atlas hatte im Verlauf der Begegnung definitiv genügend Möglichkeiten, um mehr als das eine Tor durch Plichta zu erzielen, nutzte sie aber nicht. Insofern konnte durchaus von zwei verlorenen Zählern die Rede sein. Zumal der Ausgleich auch noch absolut vermeidbar war. Eigentlich hatten die Delmenhorster die Situation schon geklärt, aber der Ball kam doch noch mal in den Strafraum zurück und fand über Soumahs Kopf den Weg an Torhüter Malte Seemann vorbei ins Netz. Zum Leidwesen der Gäste. „Je später man das Gegentor bekommt, desto mehr ärgert man sich“, meinte SVA-Coach Key Riebau.

Seine Schützlinge brachten sich auf diese Weise um den Lohn für eine eigentlich sehr vernünftige Vorstellung. „Wir waren über weite Strecken das bessere Team“, schilderte Riebau. Das galt zum Beispiel für die Anfangsphase. Atlas startete sehr gut und hatte bereits in den ersten Minuten zwei gute Gelegenheiten durch Marco Prießner, dessen Versuch noch abgefälscht wurde, und Plichta, der allein vor dem Tor am Pfosten scheiterte. Danach plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin. Malte Seemann konnte sich nach einer guten halben Stunde einmal auszeichnen, als er in einer Eins-gegen-eins-Situation die Oberhand behielt.

Nach der Pause dauerte es laut Riebau ganze acht Sekunden, bis die Blau-Gelben jubeln durften. Florian Stütz spielte den Ball links rauß zu Prießner, der sich nach vorne durchtankte und den Ball im Strafraum ablegte. Tom Schmidt traf ihn zunächst nicht richtig, aber Plichta machte es besser und brachte seine Farben in Führung. Dass Atlas danach keinen weiteren Grund zum Jubeln hatte, lag laut Riebau auch daran, dass seine Mannen zu oft die falschen Entscheidungen trafen und ihre Konter nicht vernünftig zu Ende spielten. Es fehlte manchmal einfach die letzte Konsequenz.

„Wir müssen daran arbeiten, dass wir noch geiler darauf werden, Tore zu schießen“, sagte Riebau. Positiv sei, dass sich seine Elf viele hochkarätige Chancen erarbeitet hat. „Wenn man mir das vorher gesagt hätte, hätte mich das gewundert“, sagte der Atlas-Coach. Schließlich sei Hannover eigentlich für seine Heimstärke bekannt. In der Schlussviertelstunde erhöhte Arminia dann auch noch mal den Druck und drängte die Delmenhorster immer mehr hinten rein. Doch bis dahin hätte Atlas das Duell schon längst entscheiden können. „Man muss das Spiel auch vom Ergebnis her früher dominieren, um dem Gegner die Lust zu nehmen“, meinte Riebau.

Durch das Remis bleibt Atlas auch nach dem vierten Spieltag ungeschlagen. Die Blau-Gelben haben bislang acht Punkte gesammelt und in der Landeshauptstadt erst ihr zweites Gegentor in dieser Saison kassiert. Weiter geht es am kommenden Sonnabend daheim gegen Lupo Martini Wolfsburg.

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