Totalschaden am Ginkgo Stadt begründet Baumfällung

Nach dem Aufschrei über die Fällung eines Ginkgos an der Moltkestraße hat die Stadtverwaltung Delmenhorst diese Entscheidung begründet. Der Totalschaden sei per Gutachten belegt.
27.10.2021, 14:33
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Stadt begründet Baumfällung
Von Björn Struß

Warum hat die Stadtverwaltung an der Moltkestraße in Delmenhorst einen Ginkgo fällen lassen? Nachdem Anwohnerin Angelika Cromme und Ratsherr Uwe Dähne (Bündnis 90/Die Grünen) ihrer Empörung Luft machten (wir berichteten), hat nun die Verwaltung die Fällung begründet. Laut Maximilian Donaubauer, Fachbereichsleiter für Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr, belegt ein Gutachten einen Totalschaden an dem gut sechs Meter hohen Baum.

"Der Ginkgo-Baum an der Ecke Moltkestraße/ Humboldtstraße hatte eine irreversible Schädigung durch einen Anfahrschaden sowie im Kronenbereich", sagt Donaubauer. Deshalb habe der städtische Baubetrieb den Ginkgo am Montag im Auftrag des Fachdienstes Stadtgrün und Naturschutz gefällt. "Der Anfahrtsschaden ist vom Verursacher zu begleichen", betont der leitende Rathaus-Mitarbeiter. Auch zu diesem Zwecke sei das Sachwertgutachten in Auftrag gegeben worden, auf dessen Grundlage der Baum dann gefällt wurde. Der scheidende Ratsherr Dähne und die Anwohnerin Cromme hielten den Ginkgo hingegen noch für quicklebendig und kritisierten deshalb, dass eine Begradigung ausgereicht hätte.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+