Podiumsgespräch in Stadtkirche Kirche diskutiert über Gerechtigkeit

Zum Reformationstag am Sonntag, 31. Oktober, blicken die Kirchen im Oldenburger Land auf Delmenhorst. Die zentrale ökumenische Feier in der Stadtkirche stellt die Frage: Wo braucht es mehr Gerechtigkeit?
25.10.2021, 18:19
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Kirche diskutiert über Gerechtigkeit
Von Björn Struß

Seit 2018 ist der Reformationstag in Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag. In diesem Jahr fällt der 31. Oktober allerdings auf einen Sonntag und bedeutet so für Arbeitnehmer keinen Zugewinn an Freizeit. Die besondere Bedeutung für evangelische Gemeinden schmälert dies aber nicht. In diesem Jahr blicken die Protestanten im Oldenburger Land auf Delmenhorst, denn die Stadtkirche ist am 31. Oktober der Veranstaltungsort für eine zentrale ökumenische Feier. Ein Podiumsgespräch steht von 17 Uhr an unter dem Motto "Schaut hin! – Wo braucht es mehr Gerechtigkeit?"

Der im Vorfeld ökumenisch zusammengesetzte Vorbereitungskreis will so das Thema des diesjährigen Kirchentages aufnehmen und konkretisieren, der auch in Frankfurt die Aufforderung "Schaut hin!" in die Öffentlichkeit getragen hatte. Das Motto greife die Stimmung nach grundlegenden gesellschaftlichen Änderungen in der Gesellschaft auf und spitze diese mit der Zusatzfrage „Wo braucht es mehr Gerechtigkeit?“ zu.

"Zu dem Thema werden Personen aus Delmenhorst und umzu von ihren persönlichen Erfahrungen und über ihre Zukunftsvision von mehr Gerechtigkeit erzählen", verspricht die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg per Pressemitteilung. Mit Hermann Abeln spricht auf dem Podium ein Vater, dessen Sohn mit einer Beeinträchtigung lebt, über den Umgang mit Behinderungen. Für das Thema Migration und Integration steht Sandra Baba, die im Landkreis Oldenburg für die Diakonie in der Migrationssozialarbeit tätig ist. Aus dem Integrationslotsenteam Delmenhorst werden Vahap Aladag und Timo Rost auch über die Wohnungsnot in der Stadt sprechen.

Hochaktuell ist die weltweite Impfgerechtigkeit im Zuge der Pandemiebewältigung. Hierzu teilt Pita Hermann Katchao aus Togo, der aktuell einen Freiwilligendienst im Büro der Norddeutschen Mission leistet, seine Perspektive mit dem Publikum. Auch Pfarrerin Heike Jakubeit, Generalsekretärin der Norddeutschen Mission, spricht über die Impfgerechtigkeit. Das zuletzt alles dominierende Virus dürfte sich auch in den Eindrücken von Olaf Mehlis widerspiegeln, der als Pfleger am Delme Klinikum arbeitet. Eine andere Perspektive auf die Pandemie hat Johannes Mitternacht, Schauspieler und Kirchenältester, der über die Situation von selbständigen Kulturschaffenden spricht.

Das Gespräch ist eingebettet in eine Andacht, die Vertreter der evangelischen, katholischen und jüdischen Gemeinde gemeinsam gestalten. Für den Einlass zu der Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Um eine Anmeldung unter stadtkirchedelmenhorst.church-events.de wird gebeten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+