Haus Coburg Delmenhorst

Annett Reckert zieht es nach Bremen

Zum 1. März wechselt Annett Reckert von der Städtischen Galerie Delmenhorst an die Kunsthalle Bremen. Als Leiterin hat sie dem Haus Coburg auch bei den Stiftungen zu einem guten Ruf verholfen.
16.11.2020, 18:35
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Annett Reckert zieht es nach Bremen
Von Björn Struß
Annett Reckert zieht es nach Bremen

Annett Reckert

INGO MÖLLERS

Dass die Stadt Delmenhorst am 1. März 2021 mit Annett Reckert eine prägende Persönlichkeit für Kunst und Kultur verliert, war bereits klar. Mit einer Pressemitteilung der Kunsthalle Bremen ist nun auch bekannt, wohin es die langjährige Leiterin der Städtischen Galerie zieht. In einem nahtlosen Übergang wird Reckert an der Kunsthalle Bremen Kustodin im Kupferstichkabinett für den Bereich 19. bis 21. Jahrhundert.

„Ihre Liebe zur Zeichnung und Grafik rührt aus ihrer Zeit an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, wo sie Kunst studierte“, schreibt die Kunsthalle Bremen in der Pressemitteilung. Der neue Arbeitgeber bringt auch seine Anerkennung für Reckerts Wirken in Delmenhorst zum Ausdruck: „Immer wieder hat sie die Delmenhorster Ausstellungsräume zur Bühne, zu einem Ort für die Produktion von Kunst und zum Labor gemacht. Zugleich war es ihr wichtig, das Museum zu einem Experimentierfeld lebendiger Kunstvermittlung zu machen, die auch in die Stadt wirkt.“

Im Oktober hatte der DELMENHORSTER KURIER nach den Beweggründen für den Abschied aus der Delmestadt gefragt. Doch die Stadtverwaltung will nicht über den Wechsel im Haus Coburg sprechen und unterbindet ein Statement von Reckert selbst. Auch nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist auf die Stelle am 20. Oktober änderte sich daran nichts. Ist die Auswahl an Bewerbern zufriedenstellend? Wie ist die Kommission besetzt, die über die Neubesetzung entscheidet? Wird sich auch die künstlerische Ausrichtung verändern? Dazu will die Verwaltung im Dezember oder Januar Auskunft geben – und wohl gleich den Nachfolger oder die Nachfolgerin präsentieren.

Durch die Strahlkraft, die das Haus Coburg in den vergangenen zehn Jahren unter der Leitung von Reckert entwickelt hat, beschäftigt der Personalwechsel nicht nur Delmenhorst. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat die Ausstellungen von Reckert regelmäßig gefördert. „Wir haben in den vergangenen Jahren gern mit Frau Reckert zusammengearbeitet und die von ihr geplanten Ausstellungsprojekte sehr geschätzt, deshalb haben wir diese auch wiederholt gefördert“, teilt Martina Fragge, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung, mit. Fragge weiter: „Die Ausstellungen des Hauses Coburg haben wesentlich dazu beigetragen, Delmenhorst einen wichtigen kulturellen Impuls zu geben.“ Sie geht davon aus, dass Delmenhorst bei der Nachfolge eine kluge Wahl trifft.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+