Fußball-Bezirksliga: TuS Heidkrug nimmt Favoritenrolle im Gipfeltreffen gegen Neuling VfL Wildeshausen an

Starker Sturm trifft die beste Abwehr

Delmenhorst. Fußballspiele werden in der Abwehr entschieden - trifft diese Weisheit auch am Sonntag zu, dann hat der VfL Wildeshausen im Spitzenspiel der FußballBezirksliga beim TuS Heidkrug die allerbesten Karten. Denn der starke Aufsteiger um Trainer Jürgen Gaden kassierte in seinen elf Spielen erst sieben Gegentreffer - und weist damit die mit Abstand beste Abwehr auf. Die Sache hat nur einen Haken: Das Team vom Bürgerkampweg erzielte in seinen zehn Partien schon 31 Tore und stellt die zweitstärkste Offensive.
22.10.2010, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Oliver Meibohm

Delmenhorst. Fußballspiele werden in der Abwehr entschieden - trifft diese Weisheit auch am Sonntag zu, dann hat der VfL Wildeshausen im Spitzenspiel der FußballBezirksliga beim TuS Heidkrug die allerbesten Karten. Denn der starke Aufsteiger um Trainer Jürgen Gaden kassierte in seinen elf Spielen erst sieben Gegentreffer - und weist damit die mit Abstand beste Abwehr auf. Die Sache hat nur einen Haken: Das Team vom Bürgerkampweg erzielte in seinen zehn Partien schon 31 Tore und stellt die zweitstärkste Offensive.

'Spiele werden vorne entschieden', sagt deshalb auch Detlev Garmhausen. Für den Coach des Titelfavoriten und aktuellen Tabellendritten steht fest, dass derjenige das Spitzenspiel für sich entscheidet, der im Angriff die beste Durchschlagskraft besitzt. 'Wenn ich 5:4 gewinne, dann habe ich ein Tor mehr geschossen als der Gegner', lautet seine einfache Rechnung. Und im Angriff verfügt Heidkrug über die besseren Karten. Mit Ralf Faulhaber (elf Treffer), Gerry Klenke (6) sowie Andreas Lorer und Patrick Klenke (je vier) sind die Platzherren in der Offensive nur ganz schwer auszurechnen. 'Wir sind in der Breite stärker besetzt als Wildeshausen', geht Garmhausen davon aus, 'dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden'.

Eine weitere Bilanz spricht eine deutliche Sprache - ebenfalls zugunsten des TuS Heidkrug: In neun ihrer zehn Begegnungen erzielten die Rot-Weißen mindestens zwei Tore. Nur in Obenstrohe in der Vorwoche herrschte im Sturm etwas Flaute, und prompt kassierte der selbsternannte Titelfavorit mit dem 1:2 seine erste Niederlage. 'An der Chancenauswertung müssen wir weiter arbeiten', sagte Garmhausen daraufhin. 'Wir hätten in dieser Saison mit Sicherheit schon zehn bis 15 Tore mehr schießen müssen.'

Der VfL Wildeshausen sorgt als Neuling auch deshalb für Schlagzeilen, weil er sich auf seine starke Abwehr verlassen kann. 'Unsere Viererkette ist an guten Tagen nur ganz schwer zu knacken', sagt Co-Trainer Peter Görke, der von 1985 bis 1989 selber das Trikot des TuS Heidkrug in der Landesliga trug. Gleich fünfmal blieben die Huntestädter bislang ohne Gegentreffer. Diese Bilanz flößt auch dem TuS-Trainer Respekt ein. 'Es wird schon sehr interessant, wie sich unsere Stürmer gegen das Wildeshauser Bollwerk behaupten können', sagt Detlev Garmhausen.

Kai Schmale wieder fit

Rechtzeitig zum Nachbarderby scheint der VfL Wildeshausen wieder auf sein gefährliches Offensivduo Kai Schmale/ Sascha Görke bauen zu können. Beim Gastspiel des Aufsteigers in Obenstrohe vielen die Youngster nacheinander verletzt aus. Schmale musste wegen einer Oberschenkelzerrung passen, während Görke sich den linken großen Zeh auskugelte und ebenfalls zum Zuschauen verdammt war. Nicht nur die Partie in Obenstrohe ging am Ende mit 1:2 verloren. Auch in den beiden Heimspielen gegen Jahn und Eversten (jeweils 1:1) stotterte der Wildeshauser Motor vor allem im Vorwärtsgang. 'Die beiden können wir einfach nicht ersetzen', hatte Peter Görke bereits vor drei Wochen eine böse Vorahnung.

Zumindest Kai Schmale meldete sich jetzt im Training wieder zurück. 'Er spürt noch ein leichtes Zwicken, aber er wird spielen', sagt Peter Görke. Bei seinem Filius fällt die Prognose etwas vorsichtiger aus. 'Die Chancen, dass Sascha von Beginn an auflaufen kann, stehen 50:50.' Für den Wildeshauser Co-Trainer spielt es ohnehin keine große Rolle, ob sein Team in Bestbesetzung antritt oder nicht. 'Auch wenn wir an guten Tagen jeden Gegner dieser Liga schlagen können, fahren wir als krasser Außenseiter nach Delmenhorst. Aber eine Niederlage würde uns nicht umwerfen. Wir haben schließlich ganz andere Ziele als der TuS Heidkrug', so Görke.

Einen weiteren Ausrutscher darf sich Heidkrug im Meisterschaftsrennen dagegen nicht erlauben - und steht deshalb unter größerem Druck als der Gegner. 'Das ist aber keine Last für uns, wir können damit umgehen', kündigt Detlev Garmhausen eine 'andere Heidkruger Mannschaft' als zuletzt in Obenstrohe an. Im Tor wird voraussichtlich Marcel Ehlert stehen, da David Lohmann (Urlaub) und Philip Gruß (Gehirnerschütterung) fehlen.

Sonntag, 15 Uhr, Bürgerkampweg

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