Topspiel endet torlos

Delmenhorst. Für den SV Tur Abdin war das Heimspiel gegen VfL Wildeshausen die letzte Chance, dem Tabellenführer noch einmal auf die Pelle zu rücken. Doch nach dem torlosen Unentschieden dürften sich die Delmenhorster endgültig von ihren Titelträumen verabschieden. Durch das Remis wird es für Abdin auch im Kampf um den zweiten Platz langsam eng.
26.04.2010, 04:30
Lesedauer: 2 Min
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Topspiel endet torlos
Von Florian Cordes

Delmenhorst. Für den SV Tur Abdin war das Heimspiel gegen VfL Wildeshausen die letzte Chance, dem Tabellenführer noch einmal auf die Pelle zu rücken. Doch nach dem torlosen Unentschieden dürften sich die Delmenhorster endgültig von ihren Titelträumen verabschieden. Durch das Remis wird es für Abdin auch im Kampf um den zweiten Platz langsam eng.

Die Gastgeber verloren jedoch nicht nur zwei Punkte, sondern auch gleich zwei Spieler. Denn Christian Kaya und Torhüter Marc Ibrahim mussten beide mit einer Verletzung ausgewechselt werden. 'Das trifft uns natürlich hart, weil wir schon etliche Stammspieler ersetzen müssen', sagte Abdins Co-Trainer Edip Özcan. Ibrahim musste nach einem Zusammenstoß mit Kai Schmale sogar ins Krankenhaus gebracht werden. 'Er hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Hoffentlich ist die Verletzung nicht noch schlimmer', so Özcan.

Mit dem 0:0 war er dennoch zufrieden. 'In der ersten Halbzeit waren wir einfach nur schlecht. Da war Wildeshausen klar die bessere Mannschaft. In Durchgang zwei wurden wir stärker. Deshalb geht das Unentschieden so in Ordnung', meinte der Co-Trainer der Delmenhorster.

Auch auf Wildeshauser Seite konnte man gut mit dem Punkt leben. Immerhin baute der VfL aufgrund der Niederlage der SpVgg Berne seinen Vorsprung in der Tabelle auf fünf Punkte aus. 'Spielerisch waren wir ein wenig besser. Aber wenn ich mir das Chancenverhältnis anschaue, ist das 0:0 ein gerechtes Ergebnis', sagte Wildeshausens Trainer Jürgen Gaden.

In der ersten Halbzeit hatte der Tabellenführer die besseren Möglichkeiten. Alleine Benjamin Bohrer scheiterte dreimal an Ibrahim. Vor seiner verletzungsbedingten Auswechslung parierte er zudem einen Schuss von Daniel Pasker. Doch auch die Gastgeber hatten ihre Chancen auf den Führungstreffer. Die größte Möglichkeit in Durchgang eins hatte Christina Kaya, der im Strafraum allerdings zu viel dribbelte und nicht den Abschluss suchte, sodass die sichere VfL-Abwehr die Situation klärte.

In der zweiten Halbzeit musste Abdins Ersatztorhüter, Daniel Sen, einige Male sein Können zeigen. So auch in der 51. Minute, als er einen Kopfball von Lennart Flege mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. VfL-Keeper Philipp Hogeback durfte sich ebenfalls nicht über zu wenig Beschäftigung beschweren. Erst klärte er glänzend gegen Daniel Akyol (50.), und kurz vor Schluss musste er sich bei einem Fernschuss der Delmenhorster erneut ganz lang machen.

'Wir haben es heute leider nicht geschafft, die uns gebotenen Chancen zu nutzen', sagte Gaden. Edip Özcan ärgerte sich über eine vergebene Chance: 'Jetzt wird es schwer, den zweiten Platz noch zu erreichen.'

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