2. Bezirkspokal-Runde TuS Heidkrug fehlt die Cleverness

Delmenhorst. Der TuS Heidkrug ist in der zweiten Bezirkspokal-Runde ausgeschieden. Gegen den klassenhöheren Landesligisten SV Brake führte die Mannschaft von Trainer Detlev Garmhausen zwar mit 2:0, ging am Ende aber doch als 2:3-Verlierer vom Platz.
13.08.2010, 00:22
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Von Rainer Jüttner

Delmenhorst. Für seinen Nachnamen kann man natürlich nichts, doch diesmal machte Sascha Schwarze dem seinigen alle Ehre, und das sehr zum Nachteil des TuS Heidkrug. Denn nachdem die Delmenhorster Fußballer das Bezirkspokalspiel gegen den klassenhöheren Landesligisten SV Brake lange Zeit nach Belieben diktierten und sich im Glanz einer ebenso verdienten wie komfortablen 2:0-Führung sonnen konnten, wurde es nach der Pause um die Mannen von Trainer Detlev Garmhausen immer dunkler. Bis eben jener Sascha Schwarze die Heidkruger Siegeshoffnungen mit dem 3:2 in der Nachspielzeit endgültig beendete.

Was Detlev Garmhausen selbstverständlich schon ziemlich wurmte, wenngleich ihm eine Niederlage wohl selten soviel positive Erkenntnisse bescherte wie diese in der zweiten Bezirkspokalrunde. 'Das war natürlich schade, aber wir waren in den entscheidenden Momenten wohl einfach nicht kaltschnäuzig genug. Andererseits bin ich aber auch sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft.' Und diese Zufriedenheit verdienten sich die Heidkruger mit einer außerordentlich guten Einstellung. Garmhausen hatte mit seiner Aufstellung bewusst experimentiert und durfte später feststellen, dass der Heidkruger Anzug zurzeit offenbar in sämtlichen Variationen passt.

Zum Beispiel mit Yannick van Lengen auf der linken und Jan Haeverninck auf der rechten Seite sowie Mark Spohler, die allesamt im defensiven Bereich einen positiven Eindruck hinterließen. Oder wie Selim Karaca, der erstmals richtig von Anfang an auflief, später für Dariusch Azadzoy ausgewechselt wurde, und dazwischen ebenfalls überzeugte. Oder wieder Jesper Müller-Nielsen, der für Ralf Faulhaber kam und erneut andeutete, welche Möglichkeiten er in der Heidkruger Offensive haben könnte.

Folglich begannen die Heidkruger dominant. Sascha Schwarze hatte TuS-Torwart David Lohmann zwar bereits einmal mit einem Kopfball ernsthaft geprüft, doch besser machten es die Delmenhorster. Die gingen durch den sehr agilen Patrick Klenke nach Vorarbeit von Nils Giza mit 1:0 in Führung (33.) und legten mit dem Pausenpfiff durch Neuzugang Christof Herbec sogar zum 2:0 nach.

'Da waren wir mehr als gleichwertig', sagte Detlev Garmhausen, musste nach Wiederanpfiff jedoch mitansehen, wie sein Team die Führung trotz einiger guter Möglichkeiten nicht weiter ausbauen konnte. Die Braker gingen jetzt wesentlich aggressiver und druckvoller zu Werke, wenngleich die Heidkruger mit sehr schnellen Kontern brandgefährlich blieben.

Sascha Schwarze war es, der die Braker mit seinem Anschlusstreffer wieder in die Erfolgsspur führte (54.). Nachdem Heidkrugs Patrick Klenke nur den Innenpfosten getroffen hatte und Brakes Krotzek den Ball einmal in letzter Sekunde von der Torlinie kratzte, leiste sich Lohmann einen folgenschweren Patzer, als er einen Kopfball von Rockel zum 2:2 über die Linie rutschen ließ (78.).

Doch damit nicht genug, denn nachdem sch die Heidkruger vielleicht etwas zu offensiv präsentierten, zog Sascha Schwarze in der zweiten Minute der Nachspielzeit einfach Mal aus der Distanz ab und traf zum entscheidenden 3:2.

Für Detlev Garmhausen war dies jedoch alles andere als ein Beinbruch. 'Wir haben gezeigt, was wir können. Vielleicht hätten wir am Ende aber nicht mehr ganz so aggressiv nach vorne spielen, sondern die Bälle lieber etwas länger halten sollen.'

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