Mutmaßliche Täter auf freiem Fuß Viele Spenden für Opfer des Brandes

Delmenhorst. Gut eine Woche ist es her, dass in Delmenhorst viele Menschen ihr Dach über dem Kopf oder sogar all ihr Hab und Gut verloren haben. Mehr als 90 Besucher haben daraufhin am Sonnabend bei einem Klassik-Benefizkonzert in der Delmenhorster Stadtkirche dazu beigetragen, dass den Betroffenen des Großbrandes, der in der Nacht zum Sonnabend vor Pfingsten in fünf Mehrfamilienhäusern gewütet hat, finanziell unter die Arme gegriffen werden kann: nach Angaben des Initiators, Kreiskantor Gerd Hofstadt, sind 862,55 Euro gespendet worden, die direkt den Hilfsbedürftigen zugute kommen sollen.
20.06.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Viele Spenden für Opfer des Brandes
Von Christina Steinacker

Delmenhorst. Gut eine Woche ist es her, dass in Delmenhorst viele Menschen ihr Dach über dem Kopf oder sogar all ihr Hab und Gut verloren haben. Mehr als 90 Besucher haben daraufhin am Sonnabend bei einem Klassik-Benefizkonzert in der Delmenhorster Stadtkirche dazu beigetragen, dass den Betroffenen des Großbrandes, der in der Nacht zum Sonnabend vor Pfingsten in fünf Mehrfamilienhäusern gewütet hat, finanziell unter die Arme gegriffen werden kann: nach Angaben des Initiators, Kreiskantor Gerd Hofstadt, sind 862,55 Euro gespendet worden, die direkt den Hilfsbedürftigen zugute kommen sollen.

Bei dem Feuer hatten 51 Wohnungen in den fünf Blöcken Schaden genommen, 30 davon bleiben unbewohnbar. Laut der Immobiliengesellschaft Gagfah konnten inzwischen den meisten Opfern des Großbrandes Wohnungen vermittelt werden. Sieben Mietparteien stehen nach jüngstem Stand der Entwicklung noch ohne neue Bleibe da. Am heutigen Montag soll zudem mit der Reinigung der Wohnungen begonnen werden, in die die Mieter wieder zurückkönnen.

Unterdessen befinden sich die mutmaßlichen Brandstifter wieder auf freiem Fuß: Wie berichtet, hatte die Polizei einen 18-jährigen und einen 24-jährigen Delmenhorster vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete jedoch keine Untersuchungshaft an, da aufgrund der "sozialen Bindungen" der jungen Männer keine Fluchtgefahr bestehe. Der 18-Jährige hat, wie Oberstaatsanwalt Rainer du Mesnil de Rochemont sagte, bereits ein Geständnis abgelegt, während der 24-Jährige die Tat bestreite. Du Mesnil schätzt auf Nachfrage, dass mit einer Anklageerhebung in drei bis vier Monaten zu rechnen sei.

In Delmenhorst und dem Umland hat der Vorfall eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Beim Roten Kreuz, das um Sachspenden für die Betroffenen bat, stand tagelang das Telefon nicht mehr still. Und auch die Portemonnaies wurden geöffnet: Laut Mitarbeiter Tim Rosenbusch sind bislang 6667 Euro auf dem vom Roten Kreuz eingerichteten Spendenkonto eingegangen. Anfang der Woche soll festgelegt werden, wie das Geld eingesetzt wird.

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