Geschäfts-Bericht: Huder Familienbetrieb Rüdebusch feiert 100-jähriges Bestehen / Heute und morgen Programm

Von der Schmiede zum modernen Autohaus

Ein volles Jahrhundert alt ist das Autohaus Rüdebusch in Hude und war während all der Zeit immer fest in familiärer Hand. Heute und morgen wird das Jubiläum gefeiert.
08.11.2014, 00:00
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Von Antje Rickmeier
Von der Schmiede zum modernen Autohaus

Ralf Rüdebusch und seine Eltern Helga und Walter Rüdebusch führen einen Betrieb, der seit 100 Jahren in Familienhand ist.

Antje Rickmeier

Ein volles Jahrhundert alt ist das Autohaus Rüdebusch in Hude und war während all der Zeit immer fest in familiärer Hand. Heute und morgen wird das Jubiläum gefeiert.

Erst eine Dorfschmiede, später eine Tankstelle, heute ein Autohaus: Seit der Gründung des Huder Betriebs Rüdebusch 1914 hat sich viel verändert. Eines ist in den hundert Jahren aber gleich geblieben: Die Firma ist fest in der Hand der Familie. Das prägt die Firmenphilosophie, die Geschäftsführer Ralf Rüdebusch und seine Eltern Walter und Helga Rüdebusch leben: „Der persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig“, sagt Senior-Chefin Helga Rüdebusch.

Die Gründung des Betriebs fällt in eine Zeit, als Autos auf den Straßen noch selten waren: 1914 rief Dietrich Rüdebusch, Vater von Senior-Chef Walter Rüdebusch, eine Schmiede mit Wagenbau und Stellmacherei ins Leben. Dietrich Rüdebusch arbeitete aber nicht nur für die Landwirte im Ort: „Er hat den ersten Feuerwehrwagen für die Huder Feuerwehr gebaut, auf einem Lloyd-Chassis“, erzählt Helga Rüdebusch.

Der erste große Entwicklungssprung des Betriebs stand dann schon ganz im Zeichen des klassischen Autos: 1932 eröffnete Rüdebusch eine Tankstelle. Anfang der sechziger Jahre kam ein Autopflegeservice dazu, außerdem begann der Betrieb damit, kleinere Wartungsarbeiten zu übernehmen. In dieser Zeit sei auch die erste freitragende Halle gebaut worden, erinnert sich Helga Rüdebusch. „Wir haben gestaunt, weil alles so groß war.“

1963 schloss der Betrieb einen Vertrag mit den Ford-Werken in Köln ab. Das Autohaus wuchs stetig, 1998 wurde der Betrieb modernisiert und erweitert. Außerdem übernahm Rüdebusch 2003 die Betriebsstätte eines früheren VW-Händlers.

Auch der ursprüngliche Standort des Unternehmens gehört noch heute zum Betrieb. Zwar schloss die Tankstelle in den neunziger Jahren, aber jetzt werden dort auch Fahrzeuge angeboten. Seit 2006 gehört außerdem ein Autohaus in Oldenburg zur Firma, das im vergangenen Jahr an die Edewechter Landstraße umzog. 2012 errichtete die Familie Rüdebusch ein Lackierzentrum im Huder Ortsteil Langenberg.

Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt 68 Mitarbeiter, darunter Auszubildende in handwerklichen und kaufmännischen Berufen. Die gesamte Familie Rüdebusch ist noch in dem Betrieb aktiv: Seit 2004 führt der Kfz-Meister und Betriebswirt Ralf Rüdebusch das Familienunternehmen. Doch auch seine Eltern packen nach wie vor mit an: Während der 87-jährige Walter Rüdebusch Fahrten zur Zulassungsstelle übernimmt, kümmert sich die 74 Jahre alte Helga Rüdebusch ums Telefon und macht Termine mit Kunden. „Ich springe ein, wenn jemand ausfällt“, sagt sie. Die Zusammenarbeit der Generationen funktioniert: „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Ralf Rüdebusch.

Schminkaktionen und Hüpfburg

An diesem Wochenende will die Familie Rüdebusch ihr Jubiläum feiern. Am Sonnabend und Sonntag sind dafür jeweils von 10 bis 18 Uhr Aktionen geplant. Es gibt eine Hüpfburg und Schminkaktionen für Kinder, außerdem treten heute um 15 Uhr die Huder Gospelsingers auf, morgen stehen ab 11 Uhr der Shantychor und die „Melkers“ auf der Bühne. Darüber hinaus will das Autohaus auch seine neuesten Modelle präsentieren. Der Verein „Kinderaugen“ betreut bei der Feier eine Cafeteria mit Kaffee, Glühwein und selbst gebackenem Kuchen. Der Erlös soll Hilfsaktionen zugute kommen.

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