Welterbe-Initiative für Schnitger-Orgeln nimmt Formen an

Bremen·Ganderkesee (jbr). Das Vorhaben, sämtliche 45 heute noch weltweit erhaltenen Arp-Schnitger-Orgeln anlässlich des 300. Todestages ihres Erbauers im Jahr 2019 als erstes interkontinentales Projekt in die Welterbe-Liste der Unesco aufnehmen zu lassen, nimmt langsam Formen an. So hat sich am Sonnabend im Vorfeld des ersten "Arp-Schnitger-Mahls" im Rahmen des Musikfestes Bremen in der Oberen Rathaushalle in Bremen eine Interessensgemeinschaft für das Projekt "Unesco-Welterbe Arp Schnitger 2019" gebildet.
11.09.2012, 05:00
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Bremen·Ganderkesee (jbr). Das Vorhaben, sämtliche 45 heute noch weltweit erhaltenen Arp-Schnitger-Orgeln anlässlich des 300. Todestages ihres Erbauers im Jahr 2019 als erstes interkontinentales Projekt in die Welterbe-Liste der Unesco aufnehmen zu lassen, nimmt langsam Formen an. So hat sich am Sonnabend im Vorfeld des ersten "Arp-Schnitger-Mahls" im Rahmen des Musikfestes Bremen in der Oberen Rathaushalle in Bremen eine Interessensgemeinschaft für das Projekt "Unesco-Welterbe Arp Schnitger 2019" gebildet.

Unter der Federführung des Landesamtes für Denkmalpflege Bremen und im Schulterschluss mit Institutionen und Einrichtungen wie der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten, der Arp-Schnitger-Gesellschaft Brake Golzwarden und weiteren Kooperationspartnern sollen in den kommenden Monaten die Vorbereitungen und die Strategieentwicklung der Antragsstellung auf nationaler und internationaler Ebene anlaufen. Kultur-Staatsminister Bernd Neumann und De Comissaris van de Konigin der Provinz Groningen, Max van den Berg, haben ihre Unterstützung auf politischer Ebene signalisiert.

Mit der Aufnahme in die Welterbe-Liste soll der singulären Stellung Schnitgers als Orgelbauer Rechnung getragen werden. Die im Œuvre Schnitgers anzutreffende Symbiose aus Handwerkskunst und Ingenieurleistung, Architektur, Bildhauerei und Malerei sowie physikalischer, chemischer und technischer Kenntnisse zum Gesamtkunstwerk Orgel sei einzigartig. Dieses Erbe gelte es für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und erlebbar zu machen, so die Argumentation. Schnitger war bereits zu Lebzeiten der Orgelbauer mit der umfangreichsten Werkliste und der weitesten geografischen Verbreitung seiner Instrumente: im Osten bis Moskau, im Westen bis England und im Süden bis Portugal – bis der portugiesische König 1752 eine Orgel als Geschenk sogar bis ins brasilianische Mariana verschifft hat.

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