Bauabschnitt eins kurz vor Vollendung: Ende des Monats soll bereits der vordere Teil des Marktplatzes fertig sein Zeitplan voll im Soll

Schon Ende dieses Monats soll die erste Hälfte des Marktplatzes fertiggepflastert, Ende des Jahres die Sanierung abgeschlossen sein. Gestern lud die Stadt zur Baustellenbesichtigung.
04.07.2013, 05:00
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Von Andreas D. Becker

Schon Ende dieses Monats soll die erste Hälfte des Marktplatzes fertiggepflastert, Ende des Jahres die Sanierung abgeschlossen sein. Gestern lud die Stadt zur Baustellenbesichtigung.

Delmenhorst. Am Montag soll die Baugrube weiterwachsen, sie wird sich dann am Standesamt vorbei in Richtung Bismarckstraße fressen. Das Tempo der Marktplatzneugestaltung hat angezogen. Was auch daran liegt, dass zurzeit vor allem Fläche gemacht werden muss, das geht deutlich schneller als die komplizierteren Passagen entlang der Langen Straße. "Ab Mittwoch, 7. August, wird der Wochenmarkt auf der vorderen Hälfte des Platzes aufgebaut", sagte Bauleiterin Petra Hintz vom Fachdienst Straßen- und Brückenbau. 17 Interessierte folgten ihren Ausführungen gestern bei einer Begehung der Baustelle.

Der Zeitplan steht, heißt es von der Stadt. Deswegen gibt es so konkrete Daten wie den 7. August. Selbst der große Regen, der den ausgekofferten Platz in eine Miniaturseenlandschaft verwandelte, der das Bauunternehmen Hotze aus Oldenburg nur noch mit Abpumpen Herr werden konnte, brachte keine nennenswerte Verzögerung. "Der Weihnachtsmarkt wird wieder auf dem Rathausplatz stattfinden", sagte Hotze-Mitarbeiter Stefan Weber, Polier auf der Baustelle. Und noch ein Datum, wenn auch ein vages, gab es, diesmal wieder von Petra Hintz: "Wir rechnen damit, dass im Oktober der Kletterturm aufgebaut wird." Zurzeit ist vor dem neuen Obstkorb nur eine amorphe Fläche freigelassen worden.

Dieser Punkt ist zum Beispiel einer, der die Arbeiten leicht verzögert hat. Die Gründung für das aufwendige Spielgerät war eine komplizierte Geschichte. "Der eine Teil des Fundaments musste auf der Brücke über die Delme gebaut werden, der andere auf dem normalen Untergrund", erklärte die Bauleiterin. Das war Frickelarbeit. Rund um das riesige Spielzeug werden auch Bänke gebaut, erklärte Petra Hintz. Kleinere Probleme bereitete übrigens auch der Untergrund vor dem neuen Fitger-Haus, der auf privaten Flächen abgesackt war und gleich mitgemacht wurde. "Nicht auf Kosten der Stadt", betonte sie. Apropos Kosten: Auch da liege alles im Soll, die geplanten drei Millionen Euro für den Gesamtausbau werden nach derzeitigem Stand nicht überschritten.

Auf der anderen Seite des Platzes, vor dem Standesamt wird sich einiges verändern, so wird beispielsweise die Uferböschung zur Delme breiter werden, der historische Zaun wird näher ans Rathaus heranrücken. "Den Zaun werden wir in Teilen aufarbeiten lassen", erklärte Petra Hintz. Die Parkplätze direkt vor dem Rathaus bleiben erhalten, das Parken längs der Delme am Mühlendamm soll es zukünftig aber nicht mehr geben. "Wir bauen an dieser Stelle auch eine behindertengerechte Rampe zu den Delmeterrassen", erklärte Fachdienstleiter Harald Ruge.

Natürlich gab es auch Diskussionen wegen des Blindenleitstreifens, der entlang des Obstkorbes und der Delme direkt zur Fußgängerampel an der Bismarckstraße führt. Ungünstig gelegen sei er, weil die Tische des "Markt 1" und die Stände der Wochenmarktbeschicker im Wege stehen, lautete die Hauptkritik. Doch verlegt werden kann der Streifen nun auch nicht mehr, mangels Alternativen. Würde er zentraler auf dem Platz liegen, gäbe es auch Probleme mit den Wochenmarktständen. Zudem würde der Streifen dann auf dem Teil des Mühlendamms laufen, auf dem auch Autos fahren dürfen. "Wir haben dem Gastronomen auferlegt, dass seine Tische und Stühle 1,50 Meter vom Streifen entfernt stehen müssen", sagte Petra Hintz. Nun sei es an ihm, sich daran zu halten.

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