Empfang für ehemalige Gastarbeiter Zeitzeugen vermissen Feingefühl

Unter dem Motto „Aus Gästen wurden Nachbarn“ richtet die Stadt Delmenhorst einen Empfang für ehemalige Delmenhorster Gastarbeiter und ihre Nachkommen aus. Mitglieder der Mevlana Gemeinde sehen sich ausgegrenzt.
25.10.2021, 18:44
Lesedauer: 3 Min
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Zeitzeugen vermissen Feingefühl
Von Gerwin Möller

Zehn Jahre lang hat Ismet Köle auf der Nordwolle geschuftet – bis zu der Einstellung der Produktion. Vor 42 Jahren kam er als Gastarbeiter nach Delmenhorst. "Wir haben zusammen gearbeitet und auch gefeiert", erinnert sich Köle. Er denkt an Geburtstage und Jubiläen, die gemeinsam auch mit den deutschen Vorarbeitern begangen wurden. In seinen jungen Jahren hat er in Delmenhorst Fußball gespielt. Niyazi Dündar kam schon 1972 nach Delmenhorst, auch er hat in der Kämmerei gearbeitet. "Wir waren immer zur Stelle, wenn wir gebraucht wurden, aber offenbar braucht man uns heute nicht mehr". Dündar zeigt sich enttäuscht von einem Empfang für ehemalige Gastarbeiter, für die Deutschland mit der Türkei vor 60 Jahren ein Anwerbeabkommen abschloss.    

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